Brodel-Bayern

Ballack über Brazzo: „Es wird schon mal Zeit, Position zu beziehen“

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Alles im grünen Bereich? Sportdirektor Hasan Salihamidzic.

Hasan Salihamidzic stellte sich vor dem CL-Duell mit Anderlecht den Fragen von Sky bezüglich des Brodelns beim FC Bayern. Souverän tat er das aber nicht.

Die Brodel-Bayern! So wurde der FCB angesichts der munter vor sich hin köchelnden Problemchen genannt. Rummenigge rüffelt Lewandowski, Müller ist unzufrieden, Robben und Ribéry waren es als Bankdrücker auch. Und rein sportlich ist das Ancelotti-Team nicht gerade erste Sahne derzeit – da kann man ja mal den Sportdirektor fragen, was eigentlich los ist. Praktisch also, dass Hasan Salihamidzic bei Sky vorbeischaute. Unpraktisch, dass er schon bei der Frage, warum denn Mats Hummels nicht in der Startelf stand, trotzig reagierte: „Wir haben 17, 18, 19 sehr gute Spieler, der Trainer hat viele Optionen. Er stellt die Mannschaft auf und er stellt sie ein, da gibt es keine Diskussionen. Damit können wir doch jetzt nicht jedes Mal anfangen, wenn mal einer draußen bleibt.“ 

Auch Thomas Müller saß bei Spielbeginn auf der Bank, und gerade für den Ur-Bayer ist das durchaus ein Thema. Die entsprechende Nachfrage wurde von Brazzo nicht wesentlich freundlicher beantwortet: „Ich hab das doch gerade gesagt, soll ich das noch mal wiederholen?! Das macht der Trainer! Es gibt so viele andere Spieler, die auch eine Chance verdient haben. Das ist bei uns ganz normal, wenn mal einer draußen sitzt.“

Und was war da noch mal mit dem kritischen, am FCB vorbei im Spiegel lancierten Lewandowski-Interview? Karl-Heinz Rummenigge gab dem Stürmer deswegen massiv contra, Salihamidzic sagte: „Ich habe mit Lewandowski gesprochen. Über das Spiel in Hoffenheim, und über das Spiel gegen Anderlecht.“ Und über das Interview und eine Strafe? Brazzo: „Karl-Heinz Rummenigge hat sich als Vorstandsvorsitzender geäußert, Uli Hoeneß als Präsident, und jetzt heißt es: Football first!“

Das kann man so sehen, Michael Ballack tut das nicht. Der Ex-Bayer meinte zum Brazzo-Auftritt: „Er hat seinen Stil, und er ist noch ein wenig neu. Ich spüre da noch ein bisschen Dankbarkeit durch gegenüber Kalle und Uli. Aber es wird schon mal Zeit in den nächsten Wochen, Position zu beziehen. Er ist in solchen Situationen das Sprachrohr.“

So blieb die Deutungshoheit bei den Experten im Sky-Studio – und die machten sich vor allem über Müller Gedanken. Sollte er wechseln? „Bayern lässt ihn doch nicht“, sagte Lothar Matthäus. „Aber natürlich ist er nicht zufrieden. Und wenn er weiterhin unzufrieden ist, dann muss er das Gespräch suchen, das eigentlich schon stattgefunden hat. Die Zahlen sagen, dass er 50 Prozent der Spiele von Anfang an gespielt hat. Aber ich glaube, dass er die 50 Prozent, die er nicht gespielt hat, lieber angefangen hätte. In den wichtigen Spielen war er oft draußen. Und wenn das so bleibt, muss er sich Gedanken machen.“

tz

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