Reaktion von Kahn und Brazzo

Ballon d‘Or: Lewandowski mit Trostpreis abgespeist - Fans wüten über „historischen Raubüberfall“

Ballon d‘Or: Robert Lewandowski vom FC Bayern muss sich hinter Lionel Messi mit Platz Zwei abfinden.
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Ballon d‘Or: Robert Lewandowski vom FC Bayern muss sich hinter Lionel Messi mit Platz Zwei abfinden.

Robert Lewandowski muss beim Ballon d‘Or mit einem Trostpreis vorlieb nehmen. Die Fans des FC Bayern wittern einen Skandal.

Paris - Es sollte der große Abend von Robert Lewandowski werden. Der Torjäger vom FC Bayern galt bei der Vergabe des Ballon d‘Or am Montagabend in Paris als Topfavorit und musste am Ende doch Lionel Messi den Vortritt lassen. Stattdessen wurde Lewandowski mit dem neu geschaffenen Award „Bester Stürmer des Jahres“ zurück nach München geschickt - offensichtlich ein Trostpreis. Die Entscheidung für Messi und gegen Lewandowski, konnte nicht jeder nachvollziehen. Die Fans witterten einen Skandal.

Ballon d‘Or: Lewandowski bekommt Trostpreis - Kahn und Salihamidzic reagieren

„Für uns bist du trotzdem der Beste! Glückwunsch an Lionel Messi für den Ballon d‘Or“, verkündete der FC Bayern nach der Wahl auf Twitter. Robert Lewandowski hat mit den Bayern 2020 die Champions League gewonnen und vergangene Saison mit 41 Bundesligatoren den Uralt-Rekord von Gerd Müller überboten. Auch in dieser Saison trifft der Pole wieder am Fließband. All das reichte jedoch nicht für den Ballon d‘Or 2021. Im Vorjahr war die Veranstaltung wegen der Corona-Pandemie ausgefallen.

„Glückwunsch an Lionel Messi. Aber auch Robert Lewandowski hätte neben seiner Ehrung zum Stürmer des Jahres den Ballon d‘Or genauso verdient gehabt, weil er seit Jahren jeden Tag absolut Herausragendes leistet. Auch ohne den Goldenen Ball ist Lewandowski im Olymp der Größten des Weltfußballs längst angekommen“, sagte Vorstandsboss Oliver Kahn.

Dieselbe Meinung vertrat auch Sportvorstand Hasan Salihamidzic: „Gratulation an Lionel Messi zum Ballon d‘Or. Wir beim FC Bayern hätten diesen Titel aber auch Robert Lewandowski von Herzen gegönnt! Wir sind stolz, diesen Ausnahmespieler in unseren Reihen zu haben, der völlig zurecht zum Stürmer des Jahres gewählt wurde.“

Ballon d‘Or: Lewandowski nur Zweiter - Fans wüten im Netz

Die Fans des FC Bayern rechneten offenbar fest mit einem Erfolg ihres Tor-Garanten und waren dementsprechend bedient. „Was hätte Lewandowski noch machen sollen um zu gewinnen?“, fragt ein User auf Twitter. „Es ist ein Skandal! Aber was will man machen. Der Lionel Messi Award muss natürlich auch an Messi verliehen werden“ oder „Die gesamte Fußballgemeinschaft trauert. Es tut uns sehr leid für den historischen Raubüberfall, der heute Abend in Paris begangen wurde“, heißt es in den Kommentaren. Viele FCB-Fans fühlen sich an 2013 erinnert, als Franck Ribéry trotz Sieg in der Champions League den Titel Cristiano Ronaldo überlassen musste.

„Jedes Jahr so eine lächerliche Veranstaltung! Wie kann ein Spieler bester Spieler der Welt sein, wenn dieser dieses Jahr überhaupt nichts gerissen hat, aber bei dem Titel regiert wohl mal wieder das Geld ... einfach unglaublich!“, echauffiert sich ein Fan. Bei der Auszeichnung des Ballon d‘Or von France Football ist pro Land nur ein Journalist stimmberechtigt. Im Gegensatz zur Weltfußballer-Wahl der FIFA, bei der auch Trainer und Kapitäne der Nationalmannschaften sowie Fans mitentscheiden können.

Ballon d‘Or: Messi-Botschaft für Lewandowski

Lionel Messi hat in diesem Jahr die Copa America, das südamerikanische Pendant zur Europameisterschaft, gewonnen. Es war der erste Titel für Argentinien seit 1993. Offenbar fiel dieser historische Triumph in diesem Jahr mehr ins Gewicht als Lewandowskis Torrekord und die Deutsche Meisterschaft mit den Bayern. Doch selbst Messi, der seinen siebten Goldenen Ball abstaubte, konnte sein Glück scheinbar kaum fassen.

„Es ist eine Ehre, Robert, heute mit dir hier zu sein. Du hast vergangenes Jahr Rekorde gebrochen und hättest es absolut verdient gehabt, den Titel zu gewinnen. Ich bin mir sicher, dass du ihn eines Tages gewinnst“, sagte Messi zu Lewandowski. Der PSG-Star machte zudem einen bemerkenswerten Vorschlag. „Jeder weiß, dass du letztes Jahr der Gewinner warst. Ich finde, France Football sollte dir den Preis für 2020 noch geben. Du hast ihn verdient und solltest ihn auch zuhause haben.“

Messis Erzrivale Cristiano Ronaldo landete nur auf dem sechsten Platz. Der Portugiese attackierte im Vorfeld der Verleihung den Veranstalter. (ck)

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