Sportdirektor vor CL-Halbfinale

Barca: Bayern sollte Pep in Ruhe lassen

Pep Guardiola weiß alles über den FC Barcelona
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Pep Guardiola weiß alles über den FC Barcelona

München - Moises Llorens, Barca-Reporter bei der spanischen Sportzeitung "As", berichtet für uns über die Katalanen. Deren Sportdirektor will nicht, dass die Bayern bei Pep Guardiola anklopfen.

Nur noch acht Tage bis zum ersten Halbfinale und der Respekt vor den Bayern wächst hier im Camp Nou von Tag zu Tag. Für Barcelonas Trainer Tito Vilanova kommt es jetzt auf Folgendes an: Er braucht noch vier Siege, um die spanische Meisterschaft rechnerisch klarzumachen, muss dabei aber viele Spieler mit Blick auf die Partie gegen Bayern schonen. Diesen schmalen Grat gilt es nun auch seinen Stars beizubringen. Sie kennen sich zwar bestens mit Endspielen dieser Art aus, dass sie aber nicht als Favorit anreisen, ist für sie neu – egal, was die Wettanbieter sagen.

Und so trat Tito Vilanova am Sonntag beim 3:0 in Saragossa (Tore: Alcantara, 2x Tello) mit einer B-Elf an. Neben Messi, den weiter Oberschenkelprobleme plagen, durften auch Iniesta, Busquets und Alba pausieren. Keeper Valdes, Dani Alves, Regisseur Xavi und Fabregas hingegen mussten in Saragossa ran, sie werden aber dafür in dieser Woche kürzer treten dürfen. Da sich also mehr als die halbe Barca-Maschinerie in der Garage befindet, schieben Vilanova und sein Co-Trainer Jordi Roura die Favoritenrolle dem FC Bayern zu. Und zwar zu Recht. Die Katalanen bewundern die Münchner vor allem für ihre Hartnäckigkeit. Präsident San-dro Rosell sagte: „Die Bayern sind für uns ein Vorbild, vor allem, was ihre wirtschaftliche Führung angeht.“

Bayern-Gegner FC Barcelona im Porträt: Mès que un Club

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Und damit zum Thema Pep Guardiola. Barcelonas Sportdirektor Andoni Zubizarreta sagte mir: „Ich kenne Pep seit vielen Jahren. Man sollte ihn in Ruhe lassen jetzt, wo das Halbfinale ansteht. Er wird sich wünschen, große Spiele zu genießen.“ Cesc Fabregas meinte am Sonntag: „Es werden brutal schwere Spiele. Derjenige, der weiterkommt, spielt sein drittes Finale in fünf Jahren. Aber im Unterschied zu Bayern haben wir unsere beiden Endspiele gewonnen.“

Was Barcelona gar nicht schmeckt, ist die Geschichte, die nun wieder hochkocht. Dabei geht es um Abwehr-Star Gerard Piqué, der am Sonntag 90 Minuten auf der Bank saß. Vor einigen Monaten kam ans Licht, dass Barcas Ex-Präsident Joan Laporta veranlasst hatte, dass man Piqué zwischen 2009 und 2010 ausspionierte. Jetzt sind die Berichte der Agentur veröffentlicht worden, die Details über Piqués Privatleben beinhalten, die eigentlich nur den Abwehrspieler selbst (und vielleicht seine Partnerin Shakira) etwas angehen. Die Detektive fanden beispielsweise heraus, dass der 26-Jährige regelmäßig Casinos besuchte (Piqué verspielte an einem Abend bis zu 4000 Euro), wohin und wie schnell er fuhr (Durchschnittsgeschwindigkeit 170 km/h, Spitzengeschwindigkeit 200 km/h, Tempolimit in Spanien 130 km/h), welche Einkäufe er wann mit seiner Kreditkarte bezahlte und mit wem er wielange telefonierte (vor einem Spiel bis 1.23 Uhr, nach einem Spiel bis 5.41 Uhr). Der Grund: Die Katalanen hätten sich um seinen Lebenswandel gesorgt und deswegen die Detektive eingeschaltet, so Ex-Präsident Joan Laporta. Für Piqué selbst und vor allem für seine Familie ist es hingegen ein Thema, das sie beschämt. „Irgendwann muss man einfach vergessen können“, sagte er schon vor einiger Zeit. Fest steht: Das Thema ist ein weiterer Unruheherd vor dem Spiel gegen den FC Bayern.

Moises Llorens, Barca-Reporter bei As

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