Kritische Worte zur FC-Bayern-Ikone

MLS-Kenner mit hartem Urteil zu Bastian Schweinsteiger -„War nicht der Messias, den sich alle erhofft hatten“

Im Herbst ihrer Karriere erwägen viele Profifußballer den Weg ins Ausland, so auch Bastian Schweinsteiger. Ein Experte zog ein Fazit seines letzten Transfers.

München - Die Liste der Bayern-Profis, die im Spätherbst ihrer aktiven Karriere in die USA wechselten, ist nicht besonders lang, dafür sind einige Namen umso klangvoller. Große Stars wie Franz Beckenbauer, Lothar Matthäus oder Gerd Müller wagten das Abenteuer in Übersee in der Vergangenheit. Bis Ende 2019 spielte Weltmeister Bastian Schweinsteiger in den Vereinigten Staaten, ein Experte ordnete den Transfer der FC-Bayern-Ikone nun mit einer traurigen Erkenntnis ein.

FC Bayern: USA-Experte ordnet Tranfer von Bastian Schweinsteiger kritisch ein - „War nicht der Messias“

Der ehemalige Profitorhüter Lutz Pfannenstiel erlangte Bekanntheit, da er auf allen fünf Kontinenten bei verschiedensten Klubs unter Vertrag stand. Nach seiner Karriere war er auch in Deutschland tätig, etwa als Sportvorstand von Fortuna Düsseldorf und als TV-Experte für verschiedene Sender. Seit Sommer letzten Jahres leitet er als Sportdirektor das künftige Fußball-Franchise St. Louis City SC, das ab 2022 in der MLS mit um die Playoffs spielen wird. Pfannenstiel redete mit t-online.de über die etwas andere Profiliga, der 47-Jährige sieht die Verpflichtung europäischer Stars kritisch.

Lutz Pfannenstiel spielte auf allen Kontinenten Fußball.

Immer wieder wird versucht, mit Fußballprominenz wie beispielsweise Zlatan Ibrahimovic oder Kaká, die Stadien zu füllen. Auch Bastian Schweinsteiger lief zwischen März 2017 und seinem Karriereende im Oktober 2019 für Chicago Fire in der MLS auf. „Bastian Schweinsteiger hat zum Beispiel in Chicago eine wichtige Rolle gespielt, aber er war nicht der Messias, den sich alle erhofft hatten“, meinte Pfannenstiel über den Oberbayern.

Bastian Schweinsteiger: FC-Bayern-Legende spielte in den USA - „Zeit von schillernden Altstars vorbei“

Insgesamt lief der 36-Jährige in 92 Spielen für Chicago auf, dabei erreichte er in seiner gesamten Zeit nur einmal die Playoffs. Einen großen Effekt des Transfers stellt Pfannenstiel aber nicht fest. Die Zeit der Stars sei langsam vorbei, stellt er außerdem fest. Die beiden Inter-Miami-Stars Gonzalo Higuain und Blaise Matuidi seien noch „die klangvollsten Namen“ in der Liga, denn „mittlerweile werden eher Spieler mit mittlerer Bekanntheit geholt“.

Angesichts der steigenden Qualität und Begeisterung seien teure PR-Transfers nun weniger nötig. Dies sei ohnehin „der falsche Weg, weil diese meistens kurz bleiben und nicht den großen Impact haben“, so Pfannenstiel. „Die Zeit von schillernden Altstars wie David Beckham oder Kaká ist allerdings vorbei – also abgesehen davon, dass Beckham jetzt Miteigentümer von Miami ist“, meint der gebürtige Bayer. Am Samstag startet die US-Profiliga mit 27 Teams in die neue Spielzeit. (ajr)

Rubriklistenbild: © Christian Kolbert/imago-images

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