Nach Rauswurf von Bayern-Trio aus Nationalteam 

„Bin bekannt für harte Aussagen“: Hoeneß droht Löw schon vorab

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Uli Hoeneß und Joachim Löw könnten sich am Mittwoch beim CL-Spiel gegen Liverpool im Stadion treffen.

Leg dich ja nicht mit der Bayern-Familie an! Nachdem Jogi Löw am Dienstag mit Thomas Müller, Mats Hummels und Jerome Boateng drei Münchner Nationalspieler rasiert hatte, gab’s am Samstag richtig Gegenwind für den Bundestrainer.

Update vom 13. März, 9.40 Uhr: Bayern-Präsident Uli Hoeneß hofft nach der Ausmusterung Müllers, Boatengs und Hummels aus der Fußball-Nationalmannschaft auf eine persönliche Unterredung mit Bundestrainer Joachim Löw am Rande des Champions-League-Spiels gegen den FC Liverpool. „Wenn es mir gelingen sollte, mit dem Jogi unter vier Augen zu reden, wäre mir das natürlich lieber“, sagte Hoeneß am Dienstagabend beim traditionellen Politiker-Derblecken auf dem Nockherberg in München. „Ich bin ja bekannt für klare oder harte Aussagen“, drohte der Bayern-Boss schon vorab beim BR.

Dazu kündigte er an, dass er „sicherlich“ nichts vor dem Bundesliga-Spiel gegen Mainz am kommenden Sonntag sagen werde. Danach hätten die Bayern schließlich 14 Tage Länderspielpause.

Löw wird beim Achtelfinal-Rückspiel am Mittwoch in der Allianz Arena als Tribünengast erwartet. Hoeneß hatte auf eine öffentliche Kommentierung bislang verzichtet und eine Äußerung für die Zeit nach dem wichtigen Liverpool-Duell angekündigt. Inwiefern eine persönliche Aussprache ein öffentliches Statement verändern oder hinfällig machen würde, ließ Hoeneß offen.

Jogi, zieh dich warm an! Hoeneß kündigt Statement an - News vom 10. März

Nur einer schwieg bislang in der Causa Löw-FCB: Uli Hoeneß. Allein mit der Ankündigung eines Statements lieferte der FCB-Präsident allerdings den meistbeachteten Kommentar zum DFB-Beben.

Hoeneß sagte: „Zum Sportlichen und zu Jogi Löw werde ich mich nach dem Liverpool-Spiel äußern. Aber ich möchte die Ruhe, die wir uns erarbeitet haben, bis nach dem Spiel erhalten und dann sehen wir weiter.“ Heißt im Klartext: Zieh dich warm an, Jogi! Am Mittwochabend wird abgerechnet – nicht nur im Champions-League-Achtelfinale gegen Klopps Truppe, sondern auch mit der umstrittenen Entscheidung von Löw.

Möglich, dass Jogi am Mittwochabend in München ist

Am Samstag sparte sich der Bundestrainer die direkte Konfrontation noch, besuchte stattdessen das Spiel zwischen dem SC Freiburg und Hertha BSC. Gut möglich aber, dass Jogi am Mittwochabend in München vor Ort ist, wenn die Hymne der Königsklasse ertönt. Löw wird allerdings wissen, dass ihm dann ein Spießrutenlauf droht.

Schon nach dem 6:0 gegen Wolfsburg gab’s deutliche Worte in Richtung des 59-Jährigen. Beispiel gefällig? Joshua Kimmich, weiter Nationalspieler unter Löw, meinte: „Ich kenne die Nationalmannschaft – gerade aus meiner Jugend – nur mit den dreien. Die letzten zehn Jahre haben sie das Team geprägt, haben uns zum Weltmeister gemacht. Wenn ich das aus Spielersicht bewerten muss, dann ist die Art und Weise natürlich nicht okay.“ Und der vom Schnäuzer befreite Außenverteidiger legte noch nach: „Im Fußball wird oft über Alt und Jung gesprochen, das ist völlig hinfällig. Am Ende des Tages geht’s um gut oder schlecht.“

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Leon Goretzka, ein weiterer Bayern-Spieler, der in der Nationalelf von der Demission seiner Teamkollegen profitieren könnte, meinte: „Ich als Deutscher, nicht nur als Fußballer, verspüre eine unheimliche Dankbarkeit für die drei. Sie haben mir unheimlich viele schöne Stunden bereitet, sie haben den Titel für uns alle geholt. Wenn ich daran zurückdenke, bekomme ich jetzt noch eine Gänsehaut.“ Der 24-Jährige weiter: „Man kann mit Sicherheit über die Art und Weise streiten.“

Klaus Allofs ging im Doppelpass noch weiter. Der Ex-Sportvorstand von VfL Wolfsburg und Werder Bremen meinte: „Die Endgültigkeit bei 29- oder 30-Jährigen ist diskutabel. Da geht Jogi auch über seine Kompetenz hinaus. Wie lange ist er denn noch Bundestrainer?“

Ein Vorgeschmack für Löw, bevor es am späten Mittwochabend so richtig krachen könnte – wenn Hoeneß denn das Wort ergreift.

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