Deshalb ist Franck Ribéry in München verliebt

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Bayern-Präsident Hoeneß hat großen Anteil am Wohlbefinden von Superstar Franck Ribéry.

Marseille - Superstar Franck Ribéry ist mit dem FC Bayern in seinem Heimatland. Warum er sich inzwischen in München wohler fühlt als in Frankreich.

Franck Ribery hier, Franck Ribery da, Franck Ribery überall: Der kleine Franzose stand bei seiner Rückkehr nach Marseille im Mittelpunkt. So richtig freundschaftlich war der Empfang in seiner Heimat aber nicht, da der 28-Jährige seit dem WM-Skandal 2010 nach wie vor als ungeliebter Sohn der „Grande Nation“ gilt. Daran änderte auch ein kürzlich geführtes Interview in Frankreich wenig, in dem der Nationalspieler Reue für sein Verhalten in Südafrika gezeigt hatte.

Umso besser fühlt sich Ribery bei Bayern München aufgehoben. Vor dem Viertelfinal-Hinspiel der Champions League am Mittwochabend bei Olympique Marseille wartete er deshalb mit einem Liebesbekenntnis zum deutschen Rekordmeister und dessen Präsidenten Uli Hoeneß auf.

Franck Ribéry: Statue auf dem Marienplatz

Franck Ribéry: Statue auf dem Marienplatz

Große Ehre für Franck Ribéry: Anlässlich der Vertragsverlängerung hat ein Sportartikel-Hersteller im Mai 2010 eine vier Meter große Statue erbauen lassen und kurzzeitig auf dem Münchner Marienplatz präsentiert. Leider war sie schon kurz danach wieder weg - aber hier können Sie nachvollziehen, wie die Statue aussah. © nike/thilobrunner.de
Große Ehre für Franck Ribéry: Anlässlich der Vertragsverlängerung hat ein Sportartikel-Hersteller im Mai 2010 eine vier Meter große Statue erbauen lassen und kurzzeitig auf dem Münchner Marienplatz präsentiert. Leider war sie schon kurz danach wieder weg - aber hier können Sie nachvollziehen, wie die Statue aussah. © nike/thilobrunner.de
Große Ehre für Franck Ribéry: Anlässlich der Vertragsverlängerung hat ein Sportartikel-Hersteller im Mai 2010 eine vier Meter große Statue erbauen lassen und kurzzeitig auf dem Münchner Marienplatz präsentiert. Leider war sie schon kurz danach wieder weg - aber hier können Sie nachvollziehen, wie die Statue aussah. © nike/thilobrunner.de
Große Ehre für Franck Ribéry: Anlässlich der Vertragsverlängerung hat ein Sportartikel-Hersteller im Mai 2010 eine vier Meter große Statue erbauen lassen und kurzzeitig auf dem Münchner Marienplatz präsentiert. Leider war sie schon kurz danach wieder weg - aber hier können Sie nachvollziehen, wie die Statue aussah. © AP
Große Ehre für Franck Ribéry: Anlässlich der Vertragsverlängerung hat ein Sportartikel-Hersteller im Mai 2010 eine vier Meter große Statue erbauen lassen und kurzzeitig auf dem Münchner Marienplatz präsentiert. Leider war sie schon kurz danach wieder weg - aber hier können Sie nachvollziehen, wie die Statue aussah. © AP
Große Ehre für Franck Ribéry: Anlässlich der Vertragsverlängerung hat ein Sportartikel-Hersteller im Mai 2010 eine vier Meter große Statue erbauen lassen und kurzzeitig auf dem Münchner Marienplatz präsentiert. Leider war sie schon kurz danach wieder weg - aber hier können Sie nachvollziehen, wie die Statue aussah. © Schlaf
Große Ehre für Franck Ribéry: Anlässlich der Vertragsverlängerung hat ein Sportartikel-Hersteller im Mai 2010 eine vier Meter große Statue erbauen lassen und kurzzeitig auf dem Münchner Marienplatz präsentiert. Leider war sie schon kurz danach wieder weg - aber hier können Sie nachvollziehen, wie die Statue aussah. © Schlaf
Große Ehre für Franck Ribéry: Anlässlich der Vertragsverlängerung hat ein Sportartikel-Hersteller im Mai 2010 eine vier Meter große Statue erbauen lassen und kurzzeitig auf dem Münchner Marienplatz präsentiert. Leider war sie schon kurz danach wieder weg - aber hier können Sie nachvollziehen, wie die Statue aussah. © Schlaf
Große Ehre für Franck Ribéry: Anlässlich der Vertragsverlängerung hat ein Sportartikel-Hersteller im Mai 2010 eine vier Meter große Statue erbauen lassen und kurzzeitig auf dem Münchner Marienplatz präsentiert. Leider war sie schon kurz danach wieder weg - aber hier können Sie nachvollziehen, wie die Statue aussah. © Schlaf
Große Ehre für Franck Ribéry: Anlässlich der Vertragsverlängerung hat ein Sportartikel-Hersteller im Mai 2010 eine vier Meter große Statue erbauen lassen und kurzzeitig auf dem Münchner Marienplatz präsentiert. Leider war sie schon kurz danach wieder weg - aber hier können Sie nachvollziehen, wie die Statue aussah. © Schlaf

Während es in Frankreich für ihn derzeit „ein bisschen schwer und komisch ist“, sei der FC Bayern „wie eine zweite Familie. Ich fühle mich zu Hause. Ich fühle mich komplett als Münchner“, sagte Ribery vor der Partie gegen seinen Ex-Klub, für den er von 2005 bis 2007 aktiv gewesen war, und fügte an: „Ich bin glücklich und habe auf und außerhalb des Platzes Spaß. Ich habe den Eindruck, dass ich befreit bin. Das ist es, was mir fehlt, wenn ich nach Frankreich komme.“

Seine Zuneigung zu München geht inzwischen soweit, dass sich der dribbelstarke Mittelfeldspieler vorstellen kann, den Bayern und München ewig die Treue zu halten. Dass er sich unweit des Trainingsgeländes kürzlich ein Haus gekauft hat, darf als Indiz dafür gewertet werden. Man wisse zwar nie, was passieren werde, aber „ich sehe mich meine Karriere in München beenden“, sagte Ribery der französischen Sporttageszeitung L'Equipe. Sein Vertrag endet 2015 - Verlängerung nicht ausgeschlossen.

Ein besonderes Lob sprach er den Verantwortlichen des FC Bayern aus. „Sie sind ehrlich und den Spielern sehr nahe. Sie sind immer für mich da, auch wenn es mal nicht so gut läuft. In anderen Klubs hat man das nicht.“

Vor allem Hoeneß sei eine wichtige Bezugsperson, ergänzte der 35-malige Nationalspieler, seit 2007 bei den Bayern unter Vertrag: „Ich weiß nicht, ob ich ohne ihn noch im Verein wäre.“ Der Präsident gilt als Ziehvater des Franzosen. Er stand auch zu Ribery, als dieser für etliche Negativ-Schlagzeilen (Sex-Skandal, WM-Boykott) sorgte.

Inzwischen schreibt Ribery, absoluter Publikumsliebling in München, in der bisher „besten Saison“ seiner Karriere wieder positive Schlagzeilen. Elf Tore und zwölf Vorlagen in 26 Bundesligaspielen unterstreichen dies. „Er spielt auf einem absoluten Topniveau. Ich wünsche ihm, dass er etwas ganz Großes gewinnt, mit der Mannschaft, aber auch persönlich“, sagte Bayern-Coach Jupp Heynckes vor der Partie in Marseille.

Franck Ribéry: So zaubert, jubelt, scherzt und liebt der Bayern-Star

Franck Ribéry: Seine bisherige Bayernkarriere in Bildern

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Für viele Bayern-Fans ist Franck Ribéry die absolute Nummer 1. Sehen Sie hier einen Streifzug durch das Münchner Leben des Dribblers, auf dem Rasen und abseits des Platzes. © sampics
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Alles auf Rot! Franck Ribéry hat die Stadt München und den FC Bayern länsgt ins Herz geschlossen und kann sich vorstellen seine Karriere in der bayerischen Landeshauptstadt zu beenden. © sampics
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Am 7. Juni 2007 wurde Ribéry zusammen mit Luca Toni als Neuzugang vorgestellt. Daniel van Buyten half dem Franzosen bei der Eingewöhnung. © sampics
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tz-Reporter Tobias Altschäffl im Gespräch mit Ribéry und Daniel van Buyten. Die beiden sind nicht nur Mannschaftskollegen, sondern auch gute Freunde: "Daniel und ich waren von Beginn an auf einer Wellenlänge", so Ribéry zur tz. "Wir leben fast 24 Stunden am Tag zusammen. Daniel gehört bei mir zur Familie." © sampics
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Ribérys Weg führte über Galatasaray Istanbul und... © dpa
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... Olympique Marseille zu den Bayern. © dpa
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Seit Ribéry in München ist, nimmt er es auch mal mit mehreren Gegnern - oder Bällen - auf. Und er verzückt die Bayern-Fans regelmäßig. © dpa
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München hat einen König? Oh ja! © dpa
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Wer mit solchen Fähigkeiten gesegnet ist, kann sich das Bayern-Training auch mal von oben anschauen. © sampics
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Franck Ribéry ganz schick: Auch wenn er kein Model-Typ ist: Sein Charisma ist atemberaubend. © dpa
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Die markante Narbe in seinem Gesicht stammt übrigens von einem Autounfall - Ribéry war damals erst zwei Jahre alt und erlitt schwere Verletzungen. © sampics
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Prost! Das Bayern-Team bei einem Shooting für Paulaner. Fällt Ihnen etwas auf? Richtig: Franck Ribéry hält kein Weißbier in der Hand - denn er ist gläubiger Moslem. © sampics
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Hier betet Ribéry vor Anpfiff am Mittelkreis. © sampics
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Sogar verletzt ist Ribéry zu Scherzen aufgelegt: Als sein Fuß in Gips lag, kickte er eben mit der Krücke. © sampics
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Eine legendäre Aktion leistete sich Oberscherzkeks Franck Ribéry im Mai 2008: Zusammen mit Daniel van Buyten schleicht er sich aufs Dach, wartet, bis Oliver Kahn aus der Kabine kommt ... © sampics
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... und macht den Titan nass. © sampics
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Luca Toni fand's lustig und kringelte sich vor Lachen - und nicht nur er. © sampics
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Ribéry sackt gerne Trikots von Gegnern ein. Die tauschen natürlich gerne mit einem Weltklasse-Spieler. © dpa
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Franck Ribéry ist und bleibt ein Entertainer. Hier hat er Spaß mit dem Bayern-Maskotchen Berni. © sampics
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Für Späße mit seinen (Ex-)Mannschaftskollegen ist er immer zu haben. © sampics
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Privat gibt es für Franck Ribéry nur eine Frau: seine Wahiba, links im Bild. © sampics
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Die Schöne an seiner Seite stammt aus Algerien. © dpa
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Beide sind gläubige Moslems... © dpa
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...und haben zwei gemeinsame Töchter, Hiziya und Shahinez, sowie einen Sohn, Salif. © dpa
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Die Ribérys wohnen in Straßlach. © Jantz
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"Franck ist wirklich auf dem Boden geblieben", adelt ihn Kumpel Daniel van Buyten. "Er ist eine offene Person und hat sich seit er hierher gekommen ist kein bisschen verändert. Auch wenn alle sagen, dass er ein Weltstar ist: Franck ist genau der Gleiche geblieben, er denkt nicht, dass er etwas Besonderes ist." © dpa
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Der Ehrgeiz des Franzosen ist riesig und treibt ihn an. Mit den Bayern will er so viele Titel wie möglich gewinnen. © dpa
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Nach dem Gewinn des Doubles im Jahr 2010 verkündete Franck Ribéry seine Vertragsverlängerung um fünf Jahre. Eine tolle Botschaft für die Bayern-Fans. Das Champions-League-Finale gegen Inter Mailand ging allerdings mit 0:2 verloren. © sampics
Ribery Hoeneß
Ein Grund für den Verbleib des Superstars ist das gute Verhältnis zum Vereinspräsidenten Uli Hoeneß. © dpa
Ribery
Nach einer verkorksten Saison 2010/11 fliegt der Franzose 2011/12 wieder mit gewohntem Elan und der nötigen Magie über den Platz. © dpa
Auch im zweiten Anlauf konnte Ribéry mit dem FC Bayern aber nicht die Champions League gewinnen. Das "Finale Dahoam" verlor man gegen den FC Chelsea. Nach dem Abpfiff wurde er von Didier Drogba getröstet. © sampics
Besser machte man es ein Jahr später in Wembley. Inm deutschen Duell gegen den BVB behielt man die Oberhand und Ribéry konnte endlich den wichtigsten Pokal auf Vereinsebene in die Höhe stemmen. © sampics
Die Krönung seiner überragenden Saison war die Auszeichnung zu Europas Fußballer des Jahres. Damit hat Ribéry auch eines seiner persönlich größten Ziele erreicht. © AFP
Ribérys  Landsmann Zinedine Zidane traut dem Bayern-Star sogar den Gewinn bei der Wahl zum Weltfußballer zu. Das wäre dann der absolute Höhepunkt in der ereignisreichen Karriere des Franzosen. © sampics / Stefan Matzke

Heynckes war es auch, der den sensiblen Ribery in dieser Saison wieder in die Spur brachte, ihm uneingeschränktes Vertrauen schenkte, das unter Ex-Coach Louis van Gaal völlig verloren gegangen war. Mit dem eigenwilligen Niederländer pflegte Ribery ein regelrechtes Hass-Verhältnis - Vergangenheit. Für Ribery zählt die Zukunft, in der er mit dem FC Bayern „große Ziele“ hat.

Vor allem der Gewinn der Champions League mit seinem geliebten FC Bayern steht auf der Liste des dribbelstarken Mittelfeldspielers ganz oben. Aber auch bei der EM in Polen und der Ukraine hofft Ribery nach der Schmach bei der Weltmeisterschaft in Südafrika auf Wiedergutmachung. 2010 hatte die Mannschaft den Aufstand gegen Nationaltrainer Raymond Domenech geprobt, Ribery galt als einer der Rädelsführer.

„Ich habe das Gefühl, dass wir ein Riesending schaffen können. Ich persönlich will den Titel“, sagte er unlängst. Vielleicht würden ihn dann auch die Franzosen wieder etwas mehr lieben...

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