Der FC Bayern im Juli 2009: Ausnahmezustand an der Säbener Straße

Louis van Gaal (l.) bei seiner ersten Pressekonferenz für den FC Bayern
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Louis van Gaal (l.) bei seiner ersten Pressekonferenz für den FC Bayern

München - Beim FC Bayern hat am 1. Juli eine neue Ära begonnen: Schon die Pressekonferenz zum Amtsantritt von Louis van Gaal (sprich: Luii van Chhaaaaaaaal) war ein Highlight.

Schon bei seinem ersten öffentlichen Auftritt wagte Trainer Louis van Gaal eine Reihe von klaren Ansagen, wobei die ersten Testergebnisse eher ernüchternd ausfielen.

Jahresrückblick: Der FC Bayern im Juli 2009

Der FC Bayern im Juli 2009: Ausnahmezustand an der Säbener Straße

Der FC Bayern im Juli 2009: Ausnahmezustand an der Säbener Straße
Mittwoch, 1. Juli, Punkt 14:33 Uhr an der Säbener Straße: Louis van Gaal nahm zu seiner allerersten Pressekonferenz als Bayern-Trainer Platz. Und so ziemlich als erstes erklärte van Gaal die Aussprache seines Namens: "Luii van Chal Chhhhhhhhhh. Luii van Chhaaaaaaaal Chhhhh Chhh. Das S lässt man weg." © dpa
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Van Gaal: "Ich denke, dass die Kultur von Bayern München zu mir passt. Das Lebensgefühl passt mir wie ein warmer Mantel. Warum? Mia san mir! Wir sind wir! Und ich bin ich! Selbstbewusst! Dominant! Ehrlich! Arbeitsam! Innovativ! Aber auch warm und familiär! Ich stecke meine Persönlichkeit in diesen Beginn!" © dpa
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Hoeneß: "Wir sind froh, ihn hier zu haben. Wir sind sicher, Du in der Lederhose, das passt!" © dpa
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Hoeneß (noch über Real und Ribéry): "Da habe ich ihn gefragt, ob er das Spiel Monopoly kennt. Da hab ich es ihm erklärt und gesagt, dass der FC Bayern vor zwei Jahren die Schlossallee gekauft hat. Und vier Hotels drauf gebaut hat. Diese Schlossallee gibt man nur her, wenn man in Not ist oder nicht mehr weiterweiß. Und wenn sich jemand da hinwürfelt, wird es teuer." © dpa
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Hoeneß: "Wir haben alle Fragen, nach München zu kommen, abgelehnt. Sie wollten das Spiel Monopoly nach ihren Regeln spielen. Aber es gibt die Aussage, dass wir Ribery in München halten wollen. Nur wenn jemand ganz verrückte Dinge machen würde, würden wir überlegen." © dpa
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Van Gaal: "Titel! Meisterschaft! Und auch Pokal! Auch in der Champions League wollen wir unter die letzten acht. Und nicht nur dieses Jahr. Mein langfristiges Ziel ist: mehrere Jahre. Vielleicht am Ende der Periode van Gaal: Gewinn der Champions League!" © dpa
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Trotz des offiziellen Vetos der Bayern-Bosse forcierte Münchens Mittelfeldstar Franck Ribéry seinen Wechsel zu Real Madrid.  “Es ist entschieden, ich habe Lust zu gehen. Es wird Real oder nichts“, sagte der Franzose der französischen Sportzeitung “L'Equipe“. Noch am ersten Arbeitstag von Neu-Trainer Louis van Gaal hatte der Fußball-Rekordmeister sein “Nein“ erneuert. © dpa
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Ribéry zu seiner angeblich vorgetäuschten Verletzung, wegen der er drei Trainingseinheiten verpasst hat: „Das ist eine Lüge. Ich habe wirklich Schmerzen, meine Ferse ist entzündet, dazu habe ich eine Blase. Ich will so schnell wie möglich wieder ins Training einsteigen.“ Schon am Sonntag biss Bayerns Nummer 7 auf die Zähne – und absolvierte die komplette Einheit. Ribéry zu seiner angeblichen Aussage: „Ich will weg. Real oder gar nichts": "Ich habe nie gesagt, dass ich unbedingt weg will. Das waren nicht meine Worte, meine Aussagen wurden falsch interpretiert.“ © tz
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Dann wurde es auch auf dem Platz langsam ernst: Das erste Spiel des FC Bayern unter Coach Louis van Gaal ging mit einem torlosen Unentschieden aus. Fazit nach der Partie gegen Salzburg: Viel Arbeit für van Gaal – und eine Chance weniger für die Streichkandidaten, sich zu empfehlen © ap
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Mario Gomez erzielte im Juli seine ersten Tore für den FC Bayern. Der Nationalspieler steuerte zwei Treffer zum 11:0 (5:0)-Sieg des deutschen Rekordmeisters im sogenannten “Traumspiel“ beim Fanclub “De rodn Waginger“ bei. © dpa
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Beim Gastspiel des FC Bayern in Waging wurden zwei Zuschauerinnen durch eine 350 Gramm schwere Eisenkugel verletzt. Ein Mann, bei dem es sich nach tz-Informationen um einen erfahrenen Waginger Schützen handelt, meldete sich am Montag kleinlaut bei der Polizei. Er hatte in der Zeitung von der merkwürdigen Eisenkugel gelesen, und geschockt festgestellt: „Das ist doch mein Ladestock!“
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Mit Tortellini von der Mamma und einer Vespa- Tour durch seine geliebte Emilia Romagna rund um Rimini tankte Luca Toni Kraft für den Kampf um seinen Stammplatz im Sturm des FC Bayern München. © dpa
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Brasiliens Kapitän Lucio packte die Koffer. Der 31 Jahre alte Weltmeister von 2002 wechselte nach fünf Jahren beim FC Bayern zu Inter Mailand. Man habe „zähneknirschend“ dem Wechselwunsch entsprochen, erklärte Uli Hoeneß. © dpa
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Der 31-jährige Brasilianer (l.) unterschrieb bei den Schwarz-Blauen einen Dreijahresvertrag. Die Ablösesumme dürfte zwischen sieben und zehn Millionen Euro gelegen haben. © tz
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Mit der B-Elf sicherte sich der FC Bayern München den dritten Platz beim T-Home-Cup in Gelsenkirchen. Das Fazit war dennoch ernüchternd. „Wir haben ein schlechtes Spiel gemacht“, konstatierte Louis van Gaal am Samstag nach der Halbfinal-Pleite im T-Home-Cup gegen den HSV: „Sowohl wenn wir den Ball hatten, als auch wenn wir verteidigen mussten, war das schlecht. Ein schwacher Trost, dass die B-Mannschaft tags darauf beim 2:1 gegen Schalke (Tore: Breno, Höwedes/ET.) in die Bresche sprang. © dpa
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Bayern Mystery: Unbekannte Täter klauten aus dem Lagerraum des FC Bayern München an der Säbener Straße 60 Paar Fußballschuhe. © sampics
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Tim Borowski beendete das für ihn enttäuschende Kapitel FC Bayern München nach nur einer Saison und kehrte “nach Hause“ zum SV Werder Bremen zurück. © getty
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Bei der Benefiz-Gala zu Gunsten von „Ein Herz für Kinder“ gab sich der FC Bayern keine Blöße: Gegen Oliver Pochers Allstars gewannen die Bayern AufSchalke mit 13:0. © dpa
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Jetzt reicht's! Der Kaiser polterte gegen Franck Ribéry: „Ribéry ist nur zu Bayern gekommen, um sich einen Namen zu machen. Das ist ein Franzose, dem ist München wurscht.“ Die deftigen Aussagen erhitzten an der Säbener Straße die Gemüter. Der Vorstand rief Franz Beckenbauer zur Räson und gab eine klärende Pressemitteilung heraus. © sampics
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Ribéry ohne Ende: Der FC Bayern soll ein 80-Millionen-Euro-Angebot für Franck Ribéry abgelehnt haben. Diese Summe habe Real Madrid laut L’Équipe vor etwa drei Wochen geboten, doch Karl-Heinz Rummenigge habe die Offerte ausgeschlagen. Zuletzt hatte Franz Beckenbauer die Spekulationen um Ribéry erneut angeheizt, indem er sich auf eine Ablöse-Diskussion einließ: „Wir wollen das haben, was der Markt hergibt. Und wenn ein Cristiano Ronaldo 94 Millionen Euro wert ist, dann ist Ribéry ähnlich viel Geld wert, weil Ribéry, Ronaldo, Messi und vielleicht noch Kaka die derzeit besten Spieler in Europa sind.“ © dpa
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Louis van Gaals erster Auftritt in der Allianz Arena: Mit viel Applaus wurde der neue Coach begrüßt – nach dem Klinsi-Debakel war er der neue „Hoffnungstrainer“ der Bayern. Zumal die Bayern im Halbfinale des Audi-Cups gegen den AC Mailand einen verdienten 4:1-Sieg (Tore durch Müller (2), Schweinsteiger und Sene) herausspielten. © ap
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A propos Klinsmann: Der FC Bayern und sein Ex-Trainer haben sich auf eine Vertragsauflösung geeinigt. © getty

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