Nur 3:1 / Rensing patzt / Van Gaal: Zu viele Spiele

Bayern knapp an Blamage vorbei!

Mario Gomez (r) jubelt nach seinem Tor zum 1:0 mit Miroslav Klose
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Mario Gomez (r) jubelt nach seinem Tor zum 1:0 mit Miroslav Klose

Sinsheim - Hoppla, was war da denn los? Der FC Bayern im DFB-Pokal-Erstrundenspiel gegen die Hobbykicker der SpVgg Neckarelz – und über 50 Minuten lang stand es 0:0. Gegen einen Sechstligisten!

Die Bayern am Rande einer Blamage! Vor allem, als sie in Überzahl sogar einen Gegentreffer kassierten. Dann aber rissen sie sich zusammen, gewannen mit 3:1 (0:0). Dennoch – um die gesteckten Ziele zu erreichen muss sich der FC Bayern deutlich steigern. Titelreif war das längst noch nicht. „Das war unser zehntes Spiel innerhalb von vier Wochen“, entschuldigte Louis van Gaal die Vorstellung seines Teams. „Der Gegner hat seine Sache sehr gut gemacht und es uns schwer gemacht, ein Tor zu erzielen. Auch ein Amateurteam kann gut organisiert sein. Ich habe in der Halbzeit gesagt, dass wir nur mit dem Ball gelaufen sind, ohne ihn aber nicht.“

Bilder vom Spiel

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Vor dem Spiel war die entscheidende Frage: Wen macht van Gaal zu seiner Nummer Eins? Die Antwort: Michael Rensing! Mit seiner starken Leistung im Finale des Audi-Cups gegen ManU (zwei gehaltene Elfer) hat er den favorisierten Jörg Butt tatsächlich überholt. Und van Gaal hatte noch mehr Überraschungen parat. So ließ der Trainer den Vorbereitungs-Aufsteiger Holger Badstuber doch draußen, für ihn startete Martin Demichelis neben Daniel van Buyten. Und: Anatoliy Timoschtschuk musste auf die Bank, als Sechser spielte Kapitän Mark van Bommel. Für Edson Braafheid verteidigte Danijel Pranjic, der junge Müller gab als Regisseur den Ribéry-Ersatz.

Für die größte Überraschung vor 31.000 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena sorgte aber nicht van Gaal, sondern die Mannschaft aus Neckarelz. Mit Leidenschaft, Wille und aufopferungsvollem Kampf trotzten sie dem FC Bayern und hielten lange das 0:0. Dabei trat der Rekordmeister extra in den neuen Champions-League-Trikots an – das war aber auch das einzige, das europäisches Niveau hatte.

Sichtbar wurde beispielsweise, dass Demichelis und van Buyten in der Vorbereitung noch keine einzige Minute zusammengespielt haben. So geriet die Bayern-Defensive immer wieder ins Schwimmen. Gegen Hoffenheim könnte das übel ins Auge gehen. Und weil die Bayern ihre beiden ersten Großchancen leichtfertig verdaddelten (Lahm, Klose) blieb das Spiel lange spannend. Genauer: bis zur 51. Spielminute. Da erzielte Gomez das 1:0.

Erstes Pflichtspiel – erstes Tor für Gomez. Zwar legte Gomez per Foul­elfmeter nach, doch die Bayern fingen sich tatsächlich ein Gegentor – und das in Unterzahl! Fickert war vom Platz geflogen, da vollendete Throm einen Schnellangriff, bei der die gesamte Bayern-Elf ganz schlecht aussah, inklusive Rensing. Blamabel! Im Gegenzug traf Altintop dann zum Endstand – zufrieden konnte bei den Bayern aber keiner sein.

Jan Janssen

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