Die Bayern im Oktober 2009: Es müllert wieder in München!

Thomas Müller ist der Shootingstar des FC Bayern im Oktober
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Thomas Müller ist der Shootingstar des FC Bayern im Oktober

München - Während des holprigen Saisonstarts des FC Bayern in der Bundesliga ist Thomas Müller der Lichtblick. Weil er plötzlich ein Thema für Jogi Löw wird, rastet Manager Uli Hoeneß aus.

Überhaupt: Im Oktober 2009 eröffnet der FC Bayern einige Nebenkriegsschauplätze, mal intern, mal extern.

Der FC Bayern im Oktober

Die Bayern im Oktober 2009: Es müllert wieder!

Die Bayern im Oktober 2009
Arjen Robben an Krücken, aber alles war nur halb so schlimm wie befürchtet: Der Holländer hatte sich gegen Juve weder einen Kreuzbandriss noch eine andere schwere Verletzung zugezogen. Er fiel „nur“ drei bis vier Wochen aus. Nicht gut: Auch Franck Ribéry musste pausieren. Mit dieser Hypothek gingen die Bayern in den Oktober. © sampics
Die Bayern im Oktober 2009
Zeit für ein Zwischenfazit: Acht Spiele, zwölf Punkte und nur Tabellenrang acht: Eine Handschrift war zu erkennen, aber die 100-Tage-Bilanz des FC-Bayern-Headcoaches Louis van Gaal fiel eher unbefriedigend aus. © Getty
Die Bayern im Oktober 2009
Der Wiesn-Stimmung tat das keinen Abbruch: Louis van Gaal bewies bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den 1. FC Köln und dem Oktoberfest-Besuch der Bayern Humor. „Ich habe einen Körper wie ein Gott“, sagte er. Und: „Einen Bauch habe ich auch.“ © ap
Die Bayern im Oktober 2009
Dann war schnell wieder Schluss mit lustig: Unglaublich! Der FC Bayern erzielte gegen den 1.FC Köln auch im dritten Spiel in Folge kein Tor und erreichte zu Hause nur ein mageres 0:0. © ap
Die Bayern im Oktober 2009
Gegen eine einzig und allein aufs Verteidigen beschränkte Kölner Mannschaft gelang es den Bayern nicht, ihre 90-minütige Überlegenheit in ein Tor umzumünzen. © Getty
Die Bayern im Oktober 2009
Durch das 0:0 im Heimspiel mussten die Münchner einen weiteren Rückschlag bei ihrer angestrebten Aufholjagd in der Bundesliga hinnehmen. © ap
Die Bayern im Oktober 2009
Und Louis van Gaal war plötzlich der "Nullpen-General" © Getty
Die Bayern im Oktober 2009
Neuer Rückschlag auch für Franck Ribéry: Der Bayern-Star musste seine Teilnahme an den wichtigen WM-Quali-Spielen der französischen Nationalmannschaft absagen. Eine Sehnenentzündung im linken Knie machte ihm zu schaffen. © Getty
Die Bayern im Oktober 2009
Die wegen der Länderspielpause dezimierte Trainingsgruppe des FC Bayern musste derweil ohne Trainer Louis van Gaal auskommen. Der Holländer reiste zurück in seine Heimat, wo er seine Biografie vorstellte. Das Werk ist in drei Themenbereiche untergliedert: Biografie, Philosophie und Trainingslehre. © Getty
Die Bayern im Oktober 2009
Luca Toni war mit seiner Situation beim FC Bayern langsam aber sicher höchst unzufrieden. Er schloss eine Rückkehr in seine Heimat Italien nicht mehr aus. „Bei Bayern ist es eine schwierige Phase, ich werde in den nächsten Monaten sehen, was ich tun werde. Meine erste Wahl ist Italien“, sagte der Torjäger dem italienischen Radiosender Kiss Kiss. © dpa
Die Bayern im Oktober 2009
Tulpenkrieg! Johan Cruyff (r.) beleidigte Louis van Gaal! Der Trainer des FC Bayern habe “echt Alzheimer“, ätzte Cruyff. Auslöser war eine Passage aus der Autobiografie van Gaals. © dpa/getty
Die Bayern im Oktober 2009
Franz Beckenbauer watschte Ex-Bayern-Coach Jürgen Klinsmann in einem Interview kräftig ab. Klinsi sei kein Fachmann und kein Fußball-Lehrer, befand der Kaiser. © dpa
Die Bayern im Oktober 2009
Fachmann Van Gaal wirkte indessen erstaunlich locker und entspannt. „Ich bin ein Prozess-Trainer. Ich brauche Zeit dafür. Es ist an jedem bei Bayern, mir Zeit zu geben oder eben nicht. Aber wenn zum Beispiel ein anderer Trainer kommen würde, was hätte der vorzuweisen?“ Nachfrage: Heißt das: Es gibt keinen Besseren? – Van Gaal schmunzelnd: „Ferguson hat mehr Titel gewonnen. Und vielleicht Capello. Aber die sind besetzt.“ Und dann: „Die Frage ist logisch – aber was wäre die Lösung? © Getty
Die Bayern im Oktober 2009
Louis van Gaal war nach dem 2:1 (1:0)-Erfolg seines FC Bayern beim SC Freiburg hörbar erleichtert. “Siege sind immer wichtig“, sagte er. “Aber für diesen hier gilt das noch etwas mehr.“ Die Tore schossen Thomas Müller (42. Minute), Du-Ri Cha (68.) per Eigentor für die Gäste und Freiburgs Stefan Reisinger (90.+1). © dpa
Die Bayern im Oktober 2009
Die Münchener beendeten so nach drei sieg- und torlosen Spielen ihre kleine Flaute. “Jetzt wollen wir eine Serie starten und den Anschluss nach oben wieder herstellen“, sagte Manager Uli Hoeneß mit Blick auf die Tabelle der  Bundesliga. © dpa
Die Bayern im Oktober 2009
Dann eröffnete er verbal das Feuer: Uli Hoeneß sprach sich vehement gegen eine schnelle Berufung von Thomas Müller in die deutsche Nationalmannschaft aus. “Die Nationalelf ist auch ohne Müller gut genug“, sagte der Manager nach dem 2:1-Sieg seiner Mannschaft beim SC Freiburg. © Getty
Die Bayern im Oktober 2009
Denken Sie, Thomas Müller (Foto) und Holger Badstuber haben sich empfehlen können? Hoeneß: Das ist mir völlig wurscht! Hört doch mal endlich auf mit diesem Käse! Kaum schießt einer drei Mal ins Tor, schon muss er in die Nationalmannschaft." © sampics
Die Bayern im Oktober 2009
Gibt es zu viele Länderspiele? Hoeneß: "Sie sehen doch, was da los ist. Die ganze Bundesliga ist eine Farce! Jetzt fangen wir wieder an und dann sind wieder zwei Wochen keine Spiele. Das ist doch alles lächerlich! Die Bundesliga ist nur noch ein Randereignis. So bekommst du überhaupt keinen Rhythmus rein! Die Länderspiele waren früher die Sahne auf dem Kaffee, jetzt gibt es andauernd welche. Aber dagegen werde ich mich wehren! So kann es nicht weitergehen!" © sampics
Die Bayern im Oktober 2009
Nach dem Sieg gegen Freiburg waren viele Bayern-Kritiker verstummt. Aber Aufsichtsrat Helmut Markwort griff Louis van Gaal wegen dessen Wunschspieler Edson Braafheid an. "Ich bin nicht so ein Fußball-Fachmann wie der Herr van Gaal, ich sitze nur auf der Tribüne. Aber ich verstehe nicht, wieso er gesagt hat, wir müssen diesen Herrn Braafheid kaufen", wunderte sich der Chefredakteur des Focus: "Dieses Geheimnis hat van Gaal für sich behalten." © sampics
Die Bayern im Oktober 2009
Göttlich? Nein, eher gruselig. Die Bayern gingen an der Atlantikküste baden. Trotz Führung verlor das Team von Louis van Gaal bei Girondins Bordeaux mit 1:2 – und dazu noch Daniel van Buyten und Thomas Müller. © Getty
Die Bayern im Oktober 2009
Der Höhenflug Müllers wurde beim französischen Meister jäh gestoppt. Müller flog nach 30 (!) Minuten mit Gelb-Rot vom Platz, van Buyten sah drei Minuten vor Schluss wegen einer Notbremse Rot. © Getty
Die Bayern im Oktober 2009
Der nächste herbe Rückschlag. Dabei hatte Louis van Gaal laut Sportbild nach dem Sieg in Freiburg gegenüber der Mannschaft noch laut getönt: „Ich bin wie Gott. Ich werde nie krank und habe immer recht.“ © dpa
Die Bayern im Oktober 2009
Die Bayern präsentierten sich insgesamt willenlos, ideenlos, planlos – einfach richtig schlecht. Trainer Louis van Gaal ließ sich davon aber nicht beeindrucken. „Wir haben ein Spiel verloren, nicht den Krieg!“, sagte er hinterher brachial. © sampics
Die Bayern im Oktober 2009
“Es ist jetzt eine Reaktion der Mannschaft gefragt. Es bedarf jetzt Siege, und damit müssen wir am Samstag gegen Frankfurtanfangen“, sagte Rummenigge beim Bayern-Bankett und sprach die Profis an den festlich gedeckten Tischen direkt an: “Ich möchte Euch dringend empfehlen und anraten, eine andere Gangart anzulegen. Denn das wie heute wird nicht der Erfolgsweg des FC Bayern sein in dieser Saison.“ Die Edelfans klatschten nach der So-nicht-Rede. © dpa
Die Bayern im Oktober 2009
Karl-Heinz Rummenigge unterschrieb wenig später für weitere zwei Jahre als Vorstandsvorsitzender des FC Bayern. “Ich habe meinen Vertrag bis Ende 2011 verlängert“, bestätigt der 54-Jährige. © dpa
Die Bayern im Oktober 2009
Mit seinem Selbstverständnis, ein Trainer ohne Fehler zu sein, kam van Gaal nicht bei jedem gut an. Deswegen rechtfertigte sich der Trainer: „Ich bin kein Gott!“ Und: „Ich habe das in einem anderen Zusammenhang gesagt. Nämlich zur Oktoberfestzeit. Da habe ich gesagt: Ich habe einen Körper wie ein Gott! Weil mir die Lederhose so gut gepasst hat. Das ist ein ganz anderer Kontext. Später habe ich zu einem Spieler gesagt: ,Du warst schon dreimal krank. Ich bin 58 und nie krank!’ Dass das nun in einen gemeinsamen Kontext gebracht wird, ist nicht ehrlich.“ © dpa
Die Bayern im Oktober 2009
Louis van Gaal durfte nach einem taktischen Glücksgriff doch noch den 850. Bundesliga-Sieg des FC Bayern bejubeln. Der vom Trainer bei der Münchner Schluss-Offensive in den Angriff beorderte Abwehrchef © sampics
Die Bayern im Oktober 2009
Daniel van Buyten erzielte gegen Eintracht Frankfurt in der 88. Minute den umjubelten 2:1-Siegtreffer. © ap
Die Bayern im Oktober 2009
Der eingewechselte “Joker“ Arjen Robben hatte bei seinem Comeback drei Wochen nach einer Knie-Operation vor 69 000 Zuschauern in der Allianz Arena das Ausgleichstor zum 1:1 erzielt (70.). © ap
Die Bayern im Oktober 2009
Die Bayern verkürzten mit dem Last-Minute-Erfolg den Rückstand auf die Tabellenspitze. Den Frankfurter Gegentreffer hatten sie gut weggesteckt. © dpa
Die Bayern im Oktober 2009
Beim Wiedersehen mit Frankfurt im DFB-Pokal bezwang der FC Bayern die Eintracht im Stile eines Champions und erhielt sich mit einem 4:0 (3:0)-Schützenfest die Chance auf das Titel-Triple. © Getty
Die Bayern im Oktober 2009
Super, super, super!“, rief Thomas Müller und deutete mit seinem Zeigefinger in Richtung Miro Klose. Der hatte kurz zuvor uneigennützig auf einen Hattrick verzichtet und seinem jungen Kollegen den Ball zugespielt. Müller staubte aus acht Metern zum 3:0 für die Bayern in Frankfurt ab. © Getty
Die Bayern im Oktober 2009
Das Spiel war gelaufen, später traf Luca Toni sogar noch zum 4:0. © Getty
Die Bayern im Oktober 2009
Ergebnis: Bayern zog ins Pokal-Viertelfinale ein. Und das so souverän, so abgezockt, so überzeugend… © Getty
Die Bayern im Oktober 2009
Der FC Bayern und José Ernesto Sosa gingen getrennte Wege. Der Argentinier wurde in seine Heimat ausgeliehen. Von dort war er auch nach Müchen gewechselt. © sampics
Die Bayern im Oktober 2009
Monatsfazit: Der FC Bayern wollte in der Bundesliga einfach nicht so recht vom Fleck kommen. Beim zuletzt fünf Mal in Folge geschlagenen VfB Stuttgart kam der Rekordmeister nicht über ein torloses Remis hinaus. © Getty
Die Bayern im Oktober 2009
Mario Gomez Ex-Klub, der VfB Stuttgart, stoppte seine Talfahrt und bremste zugleich den Vorstoß des FC Bayern ab. Im allenfalls kämpferisch überzeugenden Süd-Schlager der Bundesliga trotzten die seit Wochen schwächelnden Schwaben dem deutschen Rekordmeister ein 0:0 ab. © Getty
Die Bayern im Oktober 2009
Es war ein Ergebnis, das keinem der Kontrahenten so richtig weiterhalf. © Getty

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