Coman schwer verletzt

Not-Transfer für den FC Bayern? Hoeneß wird deutlich

Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge
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Uli Hoeneß mit Karl-Heinz Rummenigge.
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Kingsley Coman wird dem FC Bayern nach seinem erneuten Syndesmosebandriss im linken Sprunggelenk monatelang fehlen. Wird der FC Bayern also auf dem Transfermarkt noch einmal tätig?

München - Knapp drei Monate wird Kingsley Coman dem FC Bayern fehlen. Beim Eröffnungsspiel der Bundesliga-Saison 2018/19 riss sich der Franzose nach einem rüden Foul des Hoffenheimers Nico Schulz das Syndesmoseband. Und das erneut im linken Sprunggelenk. Die OP hat der 22-Jährige gut überstanden, doch jetzt heißt es erstmal wieder Reha für Coman. Und das, nachdem er die vergangene Rückrunde bereits mit der gleichen Verletzung fast komplett aussetzen musste und somit auch die WM verpasste. Nun wurde seit Freitag viel spekuliert. Holen die Bayern noch einen neuen Flügelflitzer? Und wenn ja, wen? Denn eins ist klar: Franck Ribery (35) und Arjen Robben (34) gehören bereits zum alten Eisen, brauchen mehr Pausen als früher und sind zudem ähnlich verletztungsanfällig wie Coman. Bleibt noch Serge Gnabry. Doch der Neuzugang ist ebenfalls ein Spieler, der sich häufig mit Verletzungen herumschlagen muss. So bleiben dem FC Bayern nur drei Spieler für die offensiven Außenbahnen, die dort auch zuhause sind. Spieler wie Thomas Müller oder James können dort auch spielen, fühlen sich in der Zentrale aber deutlich wohler. Viel Geld wäre nach den Verkäufen von Arturo Vidal nach Barcelona und Douglas Costa zu Juventus Turin definitiv vorhanden. Doch wollen die Bayern überhaupt jemanden verpflichten?

Hoeneß äußert sich auf Schweinsteigers Ordensverleihung zu möglichen Neuzugängen

Am Montag bekam Bastian Schweinsteiger, der am Dienstag in der Allianz Arena sein Abschiedsspiel bestreiten wird, von Ministerpräsident Markus Söder den bayerischen Verdienstorden verliehen. Dort äußerte sich Hoeneß zu einem möglichen Not-Transfer: „Wir verpflichten doch keinen Spieler für drei Monate“, wird der Bayern-Präsident von Sky-Reporter Torben Hoffmann zitiert. Auch Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge sieht keinen Grund zur Panik: „Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Immer mit der Ruhe.“

Zuletzt geisterten viele Namen durch soziale Medien. Allen voran Anthony Martial, der bei Manchester United auf dem Abstellgleis steht. Außerdem werden Juves Juan Cuardrado und Julian Draxler genannt, den Paris wohl gerne mit Jerome Boateng tauschen würde. Nun ist klar, dass wohl keiner mehr kommen wird. Einen Not-Transfer machten die Bayern zuletzt im Winter 2016, als man Serdar Tasci für ein halbes Jahr von Spartak Moskau auslieh.

Doch wer kann Coman nun ersetzen?

Coman-Ersatz: Das sind die Alternativen

Somit werden es wohl interne Alternativen werden. Denn auch Alphonso Davies wird den FC Bayern auf den Außenbahnen erst ab Januar verstärken. Noch ist der Kanadier, für den die Münchner ca. 10 Millionen Euro zahlen, minderjährig und wird erst am 2. November 18. Somit verbietet die FIFA den Transfer, da Spieler unter 18 Jahren außerhalb der Europäischen Union oder des Europäischen Wirtschaftsraumes nicht international transferiert werden dürfen. Davies kann sich erst zum nächsten offenen Transferfenster den Bayern anschließen. Und dies ist ab 1. Januar 2019. Neben Thomas Müller, James Rodriguez und Juan Bernat gäbe es noch weitere Alternativen für die offensiven Außenbahnen - und zwar im hauseigenen Campus. Dort beheimatet sind die zweite Mannschaft und sämtliche Juniorenteams. Von dort könnten junge Spieler den Platz von Coman, zumindest zeitweise, immer wieder einnehmen. Einer von ihnen könnte Meritan Shabani sein.

In fünf Partien der Regionalliga Bayern schoss der 19-Jährige bislang drei Tore und bereitete zwei weitere vor. Dabei kam er zumeist im zentralen offensiven Mittelfeld und auch auf Rechtsaußen zum Einsatz. Ebenfalls eine Alternative stellt Franck Evina da. Der 18-Jährige mit Wurzeln in Kamerun ist ebenfalls fester Bestandteil der Regionalliga-Mannschaft und bereitete dort in vier Partien einen Treffer vor. Evina kommt dabei meist über den linken Flügel. Und dann wäre da ein noch jüngerer Shooting-Star: Oliver Batista-Meier. Gerade mal 17 Jahre alt, Spieler der U19 des Rekordmeisters und mit Sicherheit eins der größten Juwele des Münchner Nachwuchsleistungszentrums. Der gebürtige Pfälzer traf in drei A-Junioren-Bundesliga-Spielen bereits zweimal und bereitete drei Tore vor. Bereits letztes Jahr war er als B-Jugendlicher, wo er nach Belieben traf, auch in der U19 unterwegs. Wie auch Shabani durfte Batista-Meier bereits im Sommer bei der USA-Tour der Bayern Luft bei den Profis schnuppern. Auch er kommt meistens über die linke Seite. Nun könnte er bereits den ganz großen Sprung machen.

tor

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