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Erkenntnis in Indien: Robben ist zu dünn

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Arjen Robben finden die Inder zu dünn. © getty

Delhi/München - Das Testspiel in Indien war für den FC Bayern kein Prüfstein. Immerhin kann Coach Heynckes wieder auf Schweinsteiger als "Chef" zählen. Kurios waren allerdings die indischen Pressestimmen.

Die Vorbereitungsreise der Bayern nach Arabien und Asien - am Ende wurde sie ein kleines Abenteuer: ein 32-Stunden-Trip nach Indien, inklusive Testspiel gegen die indische Nationalmannschaft in Delhi. Die Bayern besiegten die Inder deutlich, leicht und locker mit 4:0. Besonders auffällig dabei war Thomas Müller, der zwei Tore selber schoss und eines vorbereitete - und natürlich Bastian Schweinsteiger. Der Chef ist zurück und traf gleich selber. Den vierten Treffer markierte Mario Gomez - aber von dem erwartet man ja nichts anderes.

FC Bayern gegen Indien: Fotos des etwas anderen Testspiels

„Am Ende eines Trainingslager spielt man ja meist gegen etwas schwächere Gegner“, hatte Jupp Heynckes vor dem Spiel gesagt. Ob er da schon wusste, wie schwach die Inder tatsächlich sein würden? Ein Beispiel: Es dauerte beinahe 20 Minuten, bis der erste Inder einen Ballkontakt in der Hälfte der Bayern bekam. Ansonsten hielten die höflichen Inder einen respektvollen Abstand zu den Bayernprofis und spielten, wie ein 162. der Weltrangliste (ein Platz hinter Fidschi) eben so spielt: unbedarft, technisch mäßig, darauf bedacht, die Niederlage einigermaßen in Grenzen zu halten. Immerhin das gelang ihnen ja einigermaßen...

Den Bayern waren indes die schweren Beine des Trainingslagers anzumerken, mit angezogener Handbremse versuchten sie, den Ball laufen zu lassen - logisch, umso weniger muss man ja selbst laufen. Doch trotz der Schwäche des Gegners - Heynckes brachte zu Beginn seine stärkste Elf. Eine Mini-Generalprobe für den Ligastart am 20. Januar in Gladbach. Erst in der zweiten Hälfte bekamen die Reservisten Breno, Luiz Gustavo, Alaba und Olic eine Chance. Außerdem kam der gegen Gladbach gesperrte Ribéry, dessen erstes Erscheinen auf der Großbildleinwand bei den indischen Fans für Entzücken sorgte.

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Überhaupt hatten die Inder so ihren eigenen Blick auf den Fußball allgemein und die Bayern im Speziellen: Die großen englischsprachigen Zeitungen berichteten mit zahlreichen Artikeln – und machten ihre ganz eigenen Beobachtungen. Die Hindustan Times etwa nannte Arjen Robben „besorgniserregend dünn“, Bastian Schweinsteiger fanden die Reporter „deutlich weniger mächtig als im Fernsehen“, und über Franck Ribéry war zu lesen, die Erscheinung des Franzosen rege „zu vielen kleinen Witzeleien an“. Großzügig geschätzte 25 000 Zuschauer wollten das im riesigen Jawaharlal-Nehru-Stadion persönlich überprüfen, 64 000 hätten rein gepasst.

Ein Muster ohne Wert also? Nicht ganz: Das Spiel dürfte für Jupp Heynckes schon einige Erkenntnisse gebracht haben. Zum Beispiel diese: Brenos Knie ist wieder vollständig belastbar, Bastian Schweinsteiger geht nach seiner Schlüsselbein-OP komplett angstfrei in die Zweikämpfe, Thomas Müller hat seinen Torriecher wieder gefunden - und die vielleicht wichtigste: Alle Spieler kehren unversehrt wieder nach München zurück. Sie hatten nach dem Spiel sogar noch so viel Kraft in den Beinen, dass sie eine halbe Stunde zum Laufen gingen. Was die Inder nach der Partie machten, ist nicht bekannt...

jj

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