Die Saison-Bestmarken im Überblick

FC Bayern stellt nächsten Rekord ein

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Erfolgreich: Xherdan Shaqiri (l.), Arjen Robben & Co.

München - Bundesliga-Spitzenreiter Bayern München hat auf dem Weg zu seinem 23. Meistertitel beim 9:2-Schützenfest gegen den Hamburger SV einen weiteren Rekord erreicht.

Durch ihren Kantersieg feierten die Münchner den zehnten Bundesliga-Sieg in Folge und stellten damit die Bestmarken von Borussia Mönchengladbach (1986/87) und des VfL Wolfsburg (2008/09) für die längste Siegesserie in einer Saison ein. Kurios: Jupp Heynckes ist an zwei der drei Rekordserien als Trainer beteiligt, denn der Weltmeister von 1974 saß vor 26 Jahren bei Gladbachs damaligem Rekord auf der Borussen-Bank.

Münchens Erfolg gegen den HSV hat den Bayern auch noch die Chance auf die Einstellung ihres Rekordes für die absolut längste Siegesserie einer Mannschaft in der Eliteklasse erhalten: Zur ihrer Bestmarke von 15 Erfolgen hintereinander zwischen März und September 2005 fehlen den Bayern nur noch fünf Siege.

Die Heynckes-Elf kann außerdem am Samstag bei Eintracht Frankfurt schon nach dem 28. Spieltag und damit so früh wie keine andere Mannschaft in 50 Jahren Bundesliga als Meister feststehen. Münchens eigene Bestmarken mit Titelgewinnen nach 30 Runden datieren von 1973 und 2003, wobei die Meisterschaft vor 40 Jahren bei Anwendung der heutigen Drei-Punkte-Regel schon nach dem 29. Spieltag festgestanden hätte. Nach 28 Durchgängen der ersten Bundesliga-Saison war 1964 der 1. FC Köln Titelgewinner, allerdings ermittelten die damals nur 16 Vereine im Oberhaus ihren Meister an lediglich 30 Spieltagen.

Ein Triumph in Frankfurt würde den Münchnern auch einen relativen Rekord bescheren: Der bislang früheste Zeitpunkt der Kür eines Bundesliga-Meisters war 1964 bei Kölns Erfolg der 18. April - die Bayern würden in Frankfurt noch zwölf Tage eher feiern.

In den verbleibenden sieben Begegnungen bis zum Ende der laufenden Spielzeit können die Bayern (23 Siege/3 Unentschieden/1 Niederlage; 78:13 Tore/+65 und 72 Punkte), außerdem noch die Rekorde für die meisten Punkte (81), die meisten Siege (25), die wenigsten Niederlagen (1), die meisten Treffer (101), die wenigsten Gegentreffer (21) und die beste Tordifferenz in einer Saison aufstellen.

Bereits auf- oder eingestellt hat München neben diversen Vereins- oder Stichtagsrekorden zudem die Bestmarken für die meisten Siege am Saisonanfang (8), den frühesten Herbstmeister (14. Spieltag), die beste Rückrunden-Startbilanz (10/noch zu steigern) und die meisten Auswärtssiege in einer Saison (12). - Eine Übersicht schon auf- oder eingestellter Rekorde und noch möglicher Bestmarken von Bayern München in der laufenden Saison.

Schon auf- oder eingestellte Rekorde in der laufenden Saison:

- Siege zu Saisonbeginn: 8 (vorherige Bestmarke: 7 Siege von Bayern München/1995, des 1. FC Kaiserslautern/2001 und des FSV Mainz 05/2010)

- frühester Herbstmeister (nach dem 14. Spieltag)

- beste Rückrunden-Startbilanz (10 Siege in bislang 10 Spielen/vorherige Bestmarke: 7 Sige von Borussia Dortmund 2011-12/noch zu steigern)

- zehn Siege in Serie in einer Saison (Rekord von Borussia Mönchengladbach/1986-1987 und des VfL Wolfsburg/2008-2009 eingestellt/noch zu steigern)

- 12 Auswärtssiege (vorheriger Rekord: 11 Auswärtssiege/Borussia Dortmund in der Saison 2011-12/noch zu steigern)

Noch mögliche Saisonrekorde (in Klammern hinter der Rubrik Bayern Münchens derzeitiger Stand):

- frühester Meister (28. Spieltag möglich): 30. Spieltag (Bayern München/1972-73 (bei 3-Punkte-Regel nach dem 29. Spieltag) und 2002-2003); 16er-Liga (bis 1965 nur 30 Spieltage): 28. Spieltag (1. FC Köln 1963-64)

- meiste Punkte: 81 (Borussia Dortmund/2011-12)

- meiste Siege (23): 25 (Bayern München/1972-73 und Borussia Dortmund/2011-12)

- wenigste Niederlagen (1): 1 (Bayern München/1986-87)

- meiste Tore (78): 101 (Bayern München/1971-72)

- wenigste Gegentore (13): 21 (Bayern München/2007-08)

- beste Tordifferenz (+65): +64 (Bayern München/1972-73)

Weitere mögliche Bestmarken:

- längste Siegesserie (10): 15 (Bayern München 2004-05 bis 2005-06/März bis September 2005)

sid

Schnapper, Paolo, Pep: Die Spitznamen der Bayern-Stars

Spitznamen haben natürlich auch die Bayern-Stars - ob im Team oder in der Öffentlichkeit. Bei einigen wie Holger Badstuber oder Toni Kroos ist übrigens kein Spitzname bekannt. Ansonsten erfahren Sie hier, wie die Profis noch so heißen. © M.I.S.
Manuel Neuer: Manu ist der gängige Spitzname für den Keeper, vor allem zu Schalker Zeiten wurde er aber auch als Schnapper bezeichnet. © AFP
David Alaba: Alabasi wird der Österreicher noch genannt. © M.I.S.
Jerome Boateng: Boa - das war ja einfach. © AFP
Rafinha: Sein Name lässt sich in Rafi abkürzen. Auch Giftzwerg hängt ihm nach. © M.I.S.
Dante: Doktor Dante wurde der Brasilianer genannt, nachdem er sich zu Gladbach-Zeiten im Spiel selbst die kaputte Nase gerichtet hat. Oder wegen der Maske auch Zorro oder Rocky. Er selbst schmunzelte gegenüber Spox.com: "Doktor Dante hört sich nicht schlecht an, oder?" © M.I.S.
Josep Guardiola: Er wird - klar - Pep genannt. © AFP
Javi Martinez: Der Spanier wird Xaver genannt. Er erklärte der tz: "Die sagen alle, dass Javier oder Javi auf bayerisch Xaver ist – und so nennen sie mich jetzt alle in der Kabine. Ich habe das zuvor noch nie gehört, aber ein bisschen komisch klingt es ja schon" © M.I.S.
Franck Ribéry. Filou, Flagada, Franz - die Liste der Spitznamen ist lang beim Franzosen. Zudem ist er ein Teil von Robbéry. Und wird wegen seiner Dribbelkünste auch Fummler genannt. © M.I.S.
Mitchell Weiser: Javi Martinez nennt ihn Muniain, angeblich, weil der Youngster dem Spanier Iker Muniain so ähnlich sieht. © AFP
Philipp Lahm: "Wireless Lahm" taufte ihn einst Mehmet Scholl. Jürgen Klinsmann machte ihn zu Paolo nach Paolo Maldini. Auch Manager wird er wegen seiner Führungsrolle genannt. Fips ist ebenso eine Option. © M.I.S.
Bastian Schweinsteiger: Schweini hört er eher nicht so gerne, Basti schon eher. © AFP
Arjen Robben: Glasmann betitelten ihn englische Medien fies. Auch The Flying Dutchman wurde er schon genannt. In München ist er Teil von Robbéry. © AFP
Claudio Pizarro: Pizza - der Peruaner hat wohl einen der bekanntesten Spitznamen im Team. © AFP
Xherdan Shaqiri: Shaq wird der Eidgenosse genannt. Die schweizer Medien machten ihn wegen seiner Statur zum Kraftwürfel.   © AFP
Sebastian Rode: Der Neuzugang von der Frankfurter Eintracht wird seit der E-Jugend Seppl genannt, weil zu viele Spieler den Vornamen Sebastian hatten. Bei seiner Vorstellung wurde er von Matthias Sammer "Giftzwerg" getauft. © dpa

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