Neuzugänge vielversprechend

Calmund: „Bayern ist die Nummer zwei der Welt“

Reiner Calmund
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Reiner Calmund sieht den FC Bayern auf dem richtigen Weg. 

Ex-Leverkusen Manager Reiner Calmund ordnet die Transferaktivitäten des FC Bayern ein und lobt ausdrücklich die Umbruch-Politik des deutschen Rekordmeisters. 

München - Der FC Bayern wagt den Umbruch und denkt um! „Das Märchen vom Triple kann doch keiner mehr hören“, sagte Präsident Uli Hoeneß bei Sky bereits vor dem Ligastart – aber so weit will Reiner Calmund, langjähriger Funktionär von Bayer Leverkusen, im Gespräch mit der tz nicht gehen. „Man muss nicht darüber diskutieren: Wenn Xabi Alonso und Philipp Lahm aufhören, dann ist das natürlich ein Wegfall von absoluten Weltklassespielern“, meint Calmund. Aber: „Für mich ist Bayern viel besser aufgestellt als viele das darstellen. Und sie sind wieder klarer Favorit auf die deutsche Meisterschaft.“

Einziger nationaler Konkurrent des deutschen Rekordmeisters ist für Calmund der BVB. „Ich gehe davon aus, dass sie zumindest in der Lage sind, den Vorsprung der Bayern etwas zu verkürzen“, sagt der 68-Jährige.

Calmund voll des Lobes: „Die Bayern beteiligen sich nicht am Wahnsinn auf dem Transfermarkt“

Auch international sieht er den FCB weit vorne. „Wenn man auf die letzten fünf Jahre schaut, ist Bayern klar die Nummer zwei hinter Real Madrid“, erklärt Calmund. Er verweist auf die Bilanz in der Champions League: Sieg 2013, danach dreimal Aus im Halbfinale und einmal im Viertelfinale.

Und das alles ohne Mega-Transfers! Calmund: „Bei Bayern guckt man weiterhin auf sich selbst, holt junge Spieler und versucht, sie zu Spitzenspielern zu entwickeln. Die Bayern beteiligen sich nicht am Wahnsinn auf dem Transfermarkt, sondern arbeiten wirtschaftlich.“

Sogar der Bundesliga-Rekordtransfer Corentin Tolisso (für 41,5 Mio. Euro von Lyon gekommen) gefällt Calli. Er meint: „Auf der Sechs steht es Bayern sehr gut zu Gesicht, mit Vidal und Tolisso zwei Mann zu haben, die nach dem Motto ‚Sieg oder Blut am Schuh‘ spielen. Technisch erstklassige Mannschaften können auch rustikale Spieler gebrauchen!“

Calmund: Sansches und Coman? „Das sind keine Schlafmützen“

In Sachen Umbruch setzt Calmund auf Rechtsverteidiger Joshua Kimmich. „Er gefällt mir auf der Position sehr, sehr gut. Für mich ist das eine optimale Lösung“, sagt der 68-Jährige.

Auch Bayerns Ex-Sportdirektor Matthias Sammer lobte den Lahm-Nachfolger bei Eurosport ausdrücklich: „Jos wird eine ganz prägende Rolle im deutschen Fußball einnehmen. Er wird in meinen Augen der Führungsspieler. Und das geht auch noch alles ohne Kriegsbemalung und ohne behangene Ohren.“

Eine ähnliche Entwicklung traut Calmund Kingsley Coman und Renato Sanches zu. „Das sind keine Schlafmützen! Bei denen klingelt der Wecker noch früh genug. Ob sie das auf lange Strecke umsetzen können, muss man aber abwarten“, meint Leverkusens Ex-Manager.

Einziges Manko im Kader des FCB: Der fehlende Back-up für Torjäger und Sturmkante Robert Lewandowski. Aber Calmund als erfahrener Bundesliga-Manager nimmt das gelassen. „Einen vollwertigen Ersatz für Lewandowski gibt es nicht. Das müsste ja ein Bekloppter sein, der sich da auf die Bank setzt. Das ist immer teuer und schwierig“, erklärt er.

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jau

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