Franzose verliert immer mehr Fürsprecher

Zukunft fraglich: Er ist Reals großes Problemkind

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BBC vor dem Ende? Einzig Cristiano Ronaldo scheint unumstritten.

Die neunte Saison von Karim Benzema wird zum Drahtseilakt. Bislang stand der Stürmer von Rea Madrid unter dem Schutz des Präsidenten Florentino Pérez.

Madrid - Die neunte Saison von Karim Benzema wird zum Drahtseilakt für den Franzosen. Bislang stand der Neuner Reals stets unter dem Schutz des Präsidenten Florentino Pérez. „Als ich im Gefängnis war (wegen der Affäre um das Sextape von Mathieu Valbuena, d. Red.) kam er, um mich zu sehen“, verriet Benzema neulich. Und das war nicht das erste Mal, dass Real unter Pérez’ Mandat tatkräftige Unterstützung für den Stürmer leistete. Auch als er – gemeinsam mit Franck Ribéry – in die Affäre um die minderjährige Prostituierte Zahia verwickelt war oder auf einer Umgehungsstraße mit 216 km/h auf dem Tacho geblitzt wurde, war Real für ihn da. Sogar dann, als der 30-Jährige wenig später ohne Führerschein fuhr und von der Polizei erwischt wurde.

Die Akte ist lang, mit Zinedine Zidanes Ankunft in Madrid bekam er aber einen weiteren Fürsprecher im Klub. Benzema ist Zidanes Schwachstelle – und er hat keine einzige Gelegenheit ausgelassen, um ihn zu verteidigen. Der einzige Trainer, der ihn öffentlich an den Pranger stellte, war José Mourinho. Die Worte des Portugiesen damals in Richtung Benzema hatten es in sich. „Wenn du mit einem Kätzchen auf die Jagd gehst, ist es normal, dass du ohne Beute nach Haus kehrst. Für die Jagd brauchst du einen beißenden Hund“, so der Portugiese damals. In dieser Saison ist Benzema mehr Kätzchen denn je. Nur neun Tore hat er erzielt (eines alle 302 Minuten). Die Folge: Seinen Verteidigern gehen die Argumente aus.

Mit Asensio steht der Kronprinz schon parat

Im Klub werden die Stimmen lauter, die gegen Benzema sind. Auch die von Pérez rechter Hand, General- und Sportdirektor José Ángel Sánchez. Die große Frage ist nun: Setzt Zidane auch im so wichtigen Hinspiel gegen die Bayern auf Benzema? Hinter ihm wetzen bereits zwei Spieler die Klingen: Juwel Marco Asensio und Lucas Vázquez. Gareth Bale ist aktuell außer Konkurrenz, die besten Karten hat deswegen der junge und von den Anhängern geschätzte Asensio.

Wer es am Ende wird, bleibt bis kurz vor Anpfiff ein Mysterium. So will es Zidane. Vor ihm drang die Aufstellung immer auf dem ein oder anderen Weg bis zur Presse hindurch, irgendwie hat Zidane seine Spieler davon überzeugt, die Interna Interna sein zu lassen. Der Respekt für den Trainer könnte bei den Superstars nicht größer sein. Kein Mysterium ist derweil, dass Benzema wackelt und heute Abend in der Allianz Arena gegen Robert Lewandowski antritt, der bei den Bossen Reals bereits im Gespräch als sein Nachfolger ist. Wie lange Pérez und Zidane wohl noch ihre schützende Hand über ihn halten?

Marco Ruíz, Real-Experte bei Spaniens Sportblatt As

Übrigens: Wir haben bereits zusammengefasst, wie Toni Kroos über das Spiel gegen den FC Bayern München denkt.

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