Nerlinger im tz-Interview: "Ein vorgezogenes Endspiel"

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Ein Mann, viele Baustellen: Bayerns Sportdirektor Christian Nerlinger

München - Im tz-Interview spricht Sportdirektor Christian Nerlinger über die aktuelle Situation – und erklärt Mario Gomez für unverkäuflich.

Die Meisterschaft ist weg, im Pokal ist Chance riesengroß auf einen Titelgewinn. Aber wie angeknackst ist das Selbstvertrauen der Bayern nach der 1:3-Schmach vom Wochenende gegen Dortmund.

Die tz sprach mit Sportdirektor Christian Nerlinger über die aktuelle Situation – und über die Planungen für die kommende Saison.

Herr Nerlinger, das Duell Schalke gegen Bayern ist auch das Duell Kraft gegen Neuer. Louis van Gaal hätte gerne beide beim FC Bayern. Sie auch?

Nerlinger: Ich freue mich erst mal, dass Thomas so gut hält Dass nach jedem Spieltag spekuliert wird: Braucht Bayern Manuel Neuer noch oder nicht ist ein Spiel, das ich nicht mitspielen kann und will.

Aber stimmen Sie mit dem Trainer überein, dass man zwei Spitzentorhüter im Kader braucht?

Nerlinger: Ja.

Das heißt: Die Konstellation Neuer und Kraft ist möglich?

Nerlinger: Kraft ist Torwart des FC Bayern, Neuer von Schalke.

Wie sehr geht es am Mittwoch gegen Schalke ums Prestige? Wie wichtig ist das Duell speziell nach der Niederlage gegen Dortmund?

Nerlinger: Es ist jedem im Verein bewusst, dass das ein sehr wichtiges Spiel ist. Um den DFB-Pokal zu gewinnen, um keine Diskussionen aufkommen zu lassen. Wenn wir Schalke schlagen, haben wir hervorragende Voraussetzungen, den Pokal zu gewinnen. Wir wollen auch dieses Jahr Titel holen.

Und nebenbei könnten man Felix Magath kräftig die Laune verderben…

Nerlinger: Es geht nicht um Felix Magath oder, irgendjemand die Laune zu verderben. Es geht nur um den FC Bayern und das DFB-Pokalfinale. Das ist ein vorgezogenes Endspiel – und zwar in München.

Die Bayern-Bierduschen seit 2005

Mit Lebensmitteln spielt man nicht? Diese Grundsatz wird bei Bayern-Titelfeiern außer Kraft gesetzt. Sehen Sie hier, wie sich Trainer und Spieler in den letzten Jahren mit Weißbier übergossen. © Getty
Meisterschaft 2005 © Getty
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DFB-Pokalsieg 2005 © Getty
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DFB-Pokalsieg 2006 © Getty
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DFB-Pokalsieg 2008 © Getty
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Meisterschaft 2008 © dpa
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Meisterschaft 2010 © Getty
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DFB-Pokal-Sieg 2010 © dpa
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Meisterfeier 2013 © dpa
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Meisterfeier 2013 © dpa
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Das Dortmund-Spiel war ein Dämpfer. Dabei haben Sie in Europa mit dem 1:0 bei Inter ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt.

Nerlinger: Wir haben in Europa gezeigt, dass wir mit den meisten Klubs auf Augenhöhe sind.

Wie wird sich das Gesicht des Teams nach der Saison verändern?

Nerlinger: Ich werde heute sicherlich keine Aussagen zur Personalpolitik im Sommer tätigen.

Mit Mario Gomez haben Sie im Moment im Sturm keine Sorgen. Uli Hoeneß betont, dass der Stürmer unverkäuflich sei.

Nerlinger: So ist es. Mario hat eine unglaubliche Trefferquote, er ist ein wahnsinnig positiver Charakter. Ich bin sehr froh, dass wir ihn haben.

In der Champions League steht er an der Spitze der Torjägerliste. Spiegelt das seine wahre Leistungsstärke wieder?

Nerlinger: Ja. Ich sehe ihn unter Europas Stürmern ganz weit oben.

Für Miroslav Klose ist dagegen kein Platz mehr.

Nerlinger: Für Miro ist es natürlich eine schwierige Situation. Aber er trainiert hervorrangend, er verhält sich top-professionell. Das schätzen wir sehr.

Das Kapitel Klose dürfte im Sommer vorbei sein.

Nerlinger: Darüber werden wir uns zum gegebenen Zeitpunkt unterhalten.

Kurz noch zu den Amateuren: Wie sehr würde den FC Bayern ein Abstieg der zweiten Mannschaft aus der 3. Liga schmerzen?

Nerlinger: Entscheidend ist der Ausbildungsgedanke. Wir werden Spieler wie Alaba oder Ekici nicht mit aller Macht halten, um die Amateure zu stärken. Unsere zweite Mannschaft muss sich in erster Linie aus Spielern aus unserer U 19 zusammensetzen. Ich glaube nicht, dass wir absteigen. Wenn es doch passieren sollte, wäre das bitter, aber kein Weltuntergangsszenario.

Interview: Tobias Altschäffl

tz-Besuch im Internat des FC Bayern: Hier reifen die Stars von morgen

Die tz durfte das Internat des FC Bayern besuchen: Das Klingelschild mit dem Namen Alaba existierte da noch. Doch das Zimmer war geräumt, Alaba wohnt nicht mehr an der Säbener Straße. © sampics
Hier sehen Sie weitere Bilder aus dem Jugendhaus © sampics
Vom Aufenthaltsraum aus hat man einen guten Blick auf den Trainingsplatz der Profis © sampics
Gertrud Wanke (l.) ist die Heimleiterin © sampics
Sie ist zudem die gute Seele des Jugendhauses. Sie kümmert sich um die Zimmer der angehenden Profis, wäscht deren Wäsche © sampics
Jugend-Abteilungsleiter Werner Kern erklärt tz-Reporter Tobias Altschäffl den Tagesablauf © sampics
Das Jugendhaus von außen. © sampics
Hier ist eine Menge zu tun © sampics
Schließlich kommen fast täglich neue schmutzige Trikots rein. © sampics
Der Medizin-Raum des Internats. An der Wand ein Trikot vom Regionalliga-Titel 2004 © sampics
Die Kabine © sampics
Raum zum Relaxen © sampics
Hier reiften heutige Stars wie Schweinsteiger und Lahm © sampics
Im Taktik-Besprechungszimmer werden die Spiele per Video­analyse aufgearbeitet © sampics
Natürlich gehört auch ein Fitnessraum zur Ausstattung des Internats © sampics
Jugend-Abteilungsleiter Werner Kern © sampics
Im Eingangsbereich hängen zur Motivation die Profi-Trikots ehemaliger Internatsschüler © sampics

Quelle: tz

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