Nerlingers besonderer Wunsch mit Alaba

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David Alaba ist eine der größten Entdeckungen der Saison.

München - David Alaba hat mit seinem raketenhaften Aufstieg als Linksverteidiger für Begeisterung beim FC Bayern gesorgt. Sportdirektor Christian Nerlinger würde am liebsten sofort ein ganz besonderes Arbeitspapier vorbereiten.

Die Entwicklung des 19-jährigen Jungspunds ist eines der vielen Highlights in dieser Saison beim FC Bayern. Zunächst nur als Verlegenheitslösung eingeplant, hat sich der Österreicher mittlerweile längst als feste Größe auf der linken Verteidigerposition etabliert.

Einziger Wermutstropfen: Wegen seiner Gelben Karte im Halbfinal-Rückspiel bei Real Madrid ist Alaba für das Champions-League-Finale dahoam am 19. Mai gegen den FC Chelsea gesperrt. Dabei war ihm der Ball vor dem Elfmeter zum 0:1 nur unglücklich an die Hand gesprungen, von Absicht keine Spur. Schiri Viktor Kassai zeigte sich aber unbarmherzig und zückte Gelb, Alabas dritte im laufenden Wettbewerb. Alaba erzählte nun dem "Kicker", wie er die unglückliche Szene empfand. "Ich bin ausg'rutscht, der schiaßt mir auf die Hand", erinnert er sich. Sofort war ihm klar, dass er bei einem Finaleinzug nicht dabei sein würde. "Der Schock war kurz da, aber ich hab' mich nicht verrückt machen lassen."

FC Bayern steht im CL-Endspiel! Elfer-Krimi, Jubel, Einzelkritik: 11 Mal Note 1

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Bayern steht im Endspiel, nach einem wahren Elfer-Krimi. © dpa
Hier sehen Sie die Bilder vom Champions-League-Halbfinal-Rückspiel des FC Bayern bei Real Madrid © dpa
Spannung schon beim Warmmachen © dpa
Arjen Robben wagt trotzdem Kunststückchen © dpa
Ein Blick auf die Prominenz im Stadion: Franz Beckenbauer © Getty
Von links: Paul Breitner, Hansi Flick und Joachim Löw © dpa
Ottmar Hitzfeld © Getty
Daumen hoch von Sky-Moderator Sebastian Hellmann © Getty
Edel-Fans © dpa
Prominenz auch auf der Bank: Jörg Butt und Thomas Müller © dpa
Herzliche Umarmung © dpa
Jupp Heynckes drückt Real-Trainer José Mourinho © dpa
José Mourinho schaut schon wieder grimmig © dpa
Frohnatur: Jupp Heynckes © dpa
Real-Fans huldigen ihrem Idol Juanito © dpa
Aufstellung FC Bayern: 1 Neuer - 21 Lahm, 17 Boateng, 28 Badstuber, 27 Alaba - 30 Luiz Gustavo, 31 Schweinsteiger - 10 Robben, 39 Kroos, 7 Ribéry - 33 Gomez © dpa
Aufstellung Real: 1 Casillas - 17 Arbeloa, 4 Ramos, 3 Pepe, 12 Marcelo - 14 Alonso, 6 Khedira - 22 Di Maria, 10 Özil, 7 Ronaldo - 9 Benzema © dpa
Und nun zum Spiel! © Getty
Die Partie beginnt mit einem Elfer-Schock in der 5. Minute: Alaba rutscht mit ausgestrecktem Arm in einen Schuss von Di Maria. Elfmeter und Gelb, was für den Österreicher gleich auch noch eine Sperre bedeutet. © Getty
6. Minute: Das 1:0 für Real Madrid durch Cristiano Ronaldo. Der Portugiese schießt den Strafstoß in die eine Ecke, Manuel Neuer fliegt in die andere. © dpa
Neuer ärgert sich © Getty
Neuer trabt widerwillig ins Tor © Getty
Und holt den Ball raus © Getty
Ronaldo reckt die Arme hoch © Getty
Und rennt und rennt © Getty
Die Madrilenen jubeln © Getty
Freude bei Cristiano Ronaldo und Xabi Alonso © Getty
So hatten sich die Bayern das nicht vorgestellt © Getty
14. Minute: Das 2:0 für Real Madrid durch Cristiano Ronaldo! Ist das bitter! Bayern macht Dampf, Madrid trifft. Über Khedira und Özil landet der Ball beim Portugiesen. Der schießt aus rund 15 Metern ein und jubelt schon wieder. © Getty
Ein Doppelpack © Getty
Der Portugiese rutscht über den Rasen © Getty
Die Bayern liegen nach weniger als einer Viertelstunde schon mit 0:2 hinten © Getty
Heynckes treibt sein Team an © dpa
Auch Bastian Schweinsteiger ist um Struktur bemüht © dpa
Doch es hilft zunächst nichts © dpa
26. Minute: Elfmeter für die Bayern! Nach Kroos' Flanke hat Pepe einfach mal Gomez weggeschubst. Die Quittung: Gelb und Elfmeter! © dpa
Robben läuft an ... © dpa
... und haut das Ding ins Netz © dapd
Robben jubelt © dapd
Die Bayern: erleichtert! © dpa
Damit haben sie die verschlafene Anfangsphase wettgemacht © dpa
Das 1:2 gegen die Bayern ist auch der Halbzeitstand © dapd
Die zweite Halbzeit verläuft eher ereignisarm. © dapd
Holger Badstuber sieht Gelb - er fehlt im Finale wie Luiz Gustavo und David Alaba © dpa
Auch in der Verlängerung passiert eher wenig - also ab ins Elferdrama! © dapd
Dort wird Manuel Neuer zum Held. Er hält zwei Elfmeter! © Getty
Einen gegen Cristiano Ronaldo © Getty
Und einen weiteren gegen Kaka (hier ein weiteres Foto vom Ronaldo-Elfer) © dpa
Doch Ramos jagt seinen Ball in die Wolken - und Bastian Schweinsteiger trifft. Damit steht der Final-Einzug fest! © Getty
Riesenfreude bei den Bayern! © dapd
Hier sehen Sie reihenweise Jubel-Fotos, die kurz nach Abpfiff aufgenommen worden sind. © Getty
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Real ist bedient © dpa
Glückwunsch, FC Bayern! 11 Mal Note 1 verdienen sich die Spieler aus der Startelf. © dpa
Mario Gomez: Hielt vorne viele wichtige Bälle, seine Abschlüsse waren stets druckvoll und gefährlich. Nur ein Tor gelang ihm – trotz teilweise bester Chancen – nicht. Egal: Note: 1 © Getty
Manuel Neuer: Den ersten Ball hielt er noch gut, bei den beiden folgenden hatte er keine Chance. Ließ sich dann von Ronaldos Freistößen überhaupt nicht beeindrucken. Mit dem Fuß risikofreudig, aber fehlerfrei. Der Held im Elfmeterschießen! Note: 1 © Getty
Philipp Lahm: Wie schon im Hinspiel ließ er Cristiano Ronaldo einmal aus den Augen. Verschuldete so das 0:2. Steigerte sich mit zunehmender Spieldauer allerdings gewaltig. Note: 1 © Getty
Jerome Boateng: Eines seiner besseren Spiele als Innenverteidiger. Meist aufmerksam und zweikampfstark – ab und zu immer noch ein seltsames Stellungsspiel. Trotzdem: Note: 1 © Getty
Holger Badstuber: Bekam es meist mit Karim Benzema zu tun – und hatte ihn bis auf eine Aktion wirklich gut im Griff. In der Luft einfach bärenstark, am Boden sehr konsequent – er ist der Zement in Bayerns Abwehr. Aber im Finale gesperrt. Note: 1 © Getty
David Alaba: Erwischte furchtbare erste fünf Minuten im Bernabéu: Wurde zuerst von Di Maria vernascht, verursachte dann den Handelfmeter. Ganz bitter! Wurde danach immer besser, legte Robbens Hundertprozentige auf, hatte eine Menge gute Aktionen nach vorne. Endgültig angekommen in der Liga der Großen! Note: 1 © Getty
Luiz Gustavo: Spielte gestern Abend eine richtig gute Rolle: Fing vor der Abwehr unheimlich viele Bälle ab, zerstörte so häufig das Real-Spiel schon im Ansatz. Ganz wichtig. Note: 1 © Getty
Bastian Schweinsteiger: Seine Rückkehr sollte den Bayern Stabilität gegen die zu erwartende Offensiv-Power von Real geben. Das ging anfangs schief, schon nach 14 Minuten stand’s 0:2. Und Schweinsteiger? Der tauchte ziemlich unter. Aber dann zeigte am Ende doch allen, dass er auch in den großen Spielen der Chef sein kann. Note: 1 © Getty
Arjen Robben: Versemmelte kurz nach dem Rückstand eine Riesen-Chance, als er aus drei Metern übers leere Tor schoss. War danach zunächst nicht mehr zu sehen, brachte dann aber mit seinem Elfer die Bayern zurück ins Spiel. Wurde danach aktiver, kam aber mit seinen Dribblings zwar nicht gut. Trotzdem merkte man seinen unglaublichen Willen. Note: 1 © Getty
Toni Kroos: Hat unglaublich elegante Bewegungen – es fehlte ihm die totale Effektivität. Spielte zwar eine Menge schöne Bälle, aber keinen tödlichen Pass. Dennoch mehr als ordentlich. Note: 1 © Getty
Franck Ribéry: Im Hinspiel überragend, auch am Mittwoch wieder bärenstark. Vergab zu Beginn eine Riesenchance, Real war aber besser auf seine Tempo-Dribblings eingestellt, so dass © Getty

Im Gegenteil: Alaba lieferte eine einwandfreie Partie ab und scheute sich auch nicht, beim Elfmeterschießen als wichtiger erster Schütze anzutreten. Alaba cool: "Der Trainer und der Co-Trainer ham mich g'fragt, ob ich den ersten schiaß, und ich hab g'sagt ja." Alaba trat an und verwandelte lässig. Zugegebenermaßen war er auf dem Weg zum Punkt schon "a bissl nervös".

Ansonsten gibt es keinen Grund, nervös zu werden. Weder für den Spieler selbst, noch für den FC Bayern. Alaba hat noch einen langfristigen Vertrag bis 2015, für Sportdirektor Christian Nerlinger jedoch nicht genug. "Am liebsten würde ich Alabas Vertrag um 15 Jahre verlängern", sagte Nerlinger im "Kicker". "Alaba ist die Entdeckung des Jahres." Die Leistungen des unbeschwerten Youngsters begeistern Nerlinger sogar so dermaßen, dass er ungewohnt euphorisch wird: "David ist auf dem Weg, einer der besten Außenverteidiger der Welt zu werden. David wird ein super Spieler auf seiner Position."

So mancher Fan dürfte feststellen: "Das ist er doch jetzt schon ..."

Talentschmiede Bayern-Amateure: Diese Spieler haben es geschafft

Talentschmiede Bayern-Amateure: Diese Spieler haben es geschafft

Dank der hervorragenden Arbeit der Amateurtrainer wie Hermann Gerland und seinen Vorgängern und Nachfolgern packen's immer wieder Youngster ins erste Bayern-Team. Wir haben die Spieler aufgelistet, die in den vergangenen Jahren den Sprung zu den Profis geschafft haben. © Sampics
Markus Babbel kam in der Saison 1991/1992 zu den Profis des FC Bayern. Um Erfahrung zu sammeln,ließ sich der Verteidiger zwischen 1992 und 1994 an den Hamburger SV ausleihen. nach seiner Rückkehr war er unumstrittener Stammspieler. Seine größten Erfolge: Viermal Meister, zwei UEFA-Cup-Siege (Liverpool, Bayern) und 1999 die schmerzlichste Niederlage im CL-Finale mit Bayern gegen Manchester United. Heute trainiert er Hertha BSC Berlin. © dpa
Harald Cerny verließ 1992/1993 die Reserve des FC Bayern. Nach zwei Jahren bei den Profis wechselte er über Wacker Innsbruck zum Lokalrivalen 1860, denen er bis zum Karriereende treu blieb. Sein größter Erfolg war 1994 die Deutsche Meisterschaft mit dem FCB. Zurzeit ist der Jugendtrainer beim FC Bayern. © dpa
1993 bekam Dietmar Hamann einen Profivertrag. Zu seiner Titelsammlung darf er je zwei Deutsche Meisterschaften und UEFA-Cup-Siege (Bayern, Liverpool) zählen. Auf der Insel spielte Hamann auch für den heutigen Scheich-Klub Manchester City. Heute ist er Co-Trainer bei Leicester City in der zweiten englischen Liga. © getty
Christian Nerlinger spielte ab 1992 bei den Münchnern in der ersten Mannschaft. Mit den Bayern wurde er zwei Mal Meister und 1996 UEFA-Cup-Sieger. Auch ihn zog es zwischenzeitlich auf die Insel, allerdings nach Schottland zu den Glasgow Rangers. Dort wurde er einmal Meister. Derzeit ist der als Sportdirektor des FC Bayern tätig. © dpa
Owen Hargreaves wurde 2000 von den Amateuren befördert. Nach sieben Jahren in München mit zahlreichen Meisterschaften sowie einem Champions-League- und Weltpokal-Sieg ging er zu Manchester United. Dort verfolgt ihn das Verletzungspech, weshalb er es nur auf 27 Spiele in vier Jahren gebracht hat. © getty
Daniel Bierofka wechselte in der Saison 2000/2001 von den kleinen Bayern zu den Löwen, wo er gleich den Durchbruch schaffte. Seine weiteren Bundesligastationen (Leverkusen, Stuttgart, wo er 2007 Meister wurde) verliefen auch aufgrund von Verletzungen durchwachsen. 2007 kehrte er zu den Löwen zurück. © getty
Thomas Hitzlsperger versuchte 2000 als Jungspund sein Glück gleich im Ausland. Bei Aston Villa wurde er sofort Stammspieler und bekam wegen seines harten Schusses den Spitznamen "The Hammer". Nach einer Meisterschaft in Stuttgart ging es auf der Karriereleiter wieder bergab. Nach einem Zwischenstop bei Lazio Rom spielt "Hitz the Hammer" zurzeit bei "The Hammers" (West Ham United). © getty
Antonio di Salvo verließ 2001 die Münchener gen Norden zu Hansa Rostock. 2006 kehrte der Deutsch-Italiener nach München zu den Löwen zurück. Seit Juni 2010 war er vereinslos, er hat seine Karriere daraufhin beendet. © dpa
In der Saison 2002/2003 wurde Bastian Schweinsteiger in die erste Mannschaft des FC Bayern berufen. Dort feierte er als 18-Jähriger sein Debüt. Mittlerweile hat der Kolbermoorer 243 Bundesligaspiele auf dem Buckel und avancierte zum Leistungsträger. Er gewann bislang fünf Mal das Double und wurde beim Sommermärchen 2006 WM-Dritter. Im Spiel um Platz 3 war er an allen Toren beteiligt. © dpa
Der heutige Bayern-Kapitän Philipp Lahm wurde 2003 für zwei Jahre zum VfB Stuttgart verliehen, wo er seinen großen Durchbruch schaffte. Seit der Saison 2006/2007 zählt er zur Stammelf. Er sammelte bisher vier Meisterschaften und Pokalsiege und 2010 fast das Triple. © getty
Piotr Trochowski bekam 2003 einen Profi-Vertag bei den Bayern. Dort konnte er sich aber nicht durchsetzen. Deshalb ging er 2005 zum HSV, wo der kleine Dribbler zum Stammspieler wurde. Nach einer schwachen Saison 2010/2011 verlässt der 28-Jährige die Hanseaten in Richtung Spanien und wechselt zum FC Sevilla. © getty
Rechtsverteidiger Christian Lell kam 2003/2004 zu seinen ersten Einsätzen in der Profi-Elf. Nach zwei Jahren Leihe beim 1. FC Köln kehrte er zum FC Bayern zurück, wo er zunächst nicht über den Status des Ergänzungsspielers herauskam. In der Saison 2007/2008 kam er unter Ottmar Hitzfeld auf 29 Bundesligaeinsätze. Mittlerweile steht er bei Hertha BSC unter Vertrag. © getty
Zvjezdan Misimovic, liebevoll "Zwetschge" genannt, verließ die Münchner 2004 Richtung Bochum, dort blieb der Bosnier ein Jahr. Nach einer guten Saison beim 1. FC Nürnberg holte ihn dann Felix Magath zum VfL Wolfsburg, wo er 2009 einen großen Anteil an der Meisterschaft hatte. Nach einem Intermezzo bei Galatasaray spielt Misimovic zurzeit bei Dynamo Moskau. © getty
Paolo Guerrero wurde 2004 zum ersten Mal in der ersten Mannschaft eingesetzt. Nach einem famosen Einstand (3 Tore in 3 Spielen), konnte er sich aber langfristig nicht durchsetzen. Deshalb wechselte der Peruaner 2006 zum HSV. Von der Elbe ging es für den Peruaner nach Brasilien zu Porto Alegre, wo er seni Team zum Klub-Weltmeister machte. © getty
Zur Saison 2005/2006 wurde der Münchner Andreas Ottl in der ersten Mannschaft eingesetzt. Trotz zahlreicher Einsätze war Ottl bisher noch unter keinem Trainer Stammspieler und wurde für eine Halbserie (2009/2010) an den 1. FC Nürnberg ausgeliehen. Er feierte bisher zwei Mal das Double (2006 und 2008) mit den Bayern. Inzwischen kickt er für Hertha BSC. © getty
Mats Hummels konnte sich 2007/2008 gegen die damalige Innenverteidigung Lucio und Demichelis nicht durchsetzen und wurde deshalb an Borussia Dortmund ausgeliehen. Nach einer Verletzung wurde der 23-Jährige zu den Westfalen transferiert, mit denen er 2010/11 seine erste Meisterschaft feierte. © getty
2007/2008 kam Sandro Wagner zu vier Einsätzen in der ersten Mannschaft. Um mehr Spielpraxis zu sammeln, wechselte der Stürmer zum MSV Duisburg. Im Sommer 2009 feierte Wagner den EM-Gewinn mit der deutschen U21.Nationalmannschaft. Zurzeit steht er bei Werder Bremen unter Vertrag, wo er nach seiner Genesung langsam in Fahrt kommt. © getty
Seit 2008/2009 steht Thomas Kraft bei den Profis unter Vertrag. Dort war er aber nur Ersatztorhüter, bis ihn Louis van Gaal in der Winterpause 2011 überraschend zum Stammkeeper ernannte. Nachdem bekannt wurde, dass der FC Bayern Nationalkeeper Manuel Neuer verpflichtet, wechselte Kraft zum Aufsteiger Hertha BSC. © dpa
Louis van Gaal zog in seiner ersten Saison 2009/2010 gleich vier Spieler hoch. Verteidiger Holger Badstuber wurde gleich Stammspieler und überzeugte in seiner ersten Saison auch Bundestrainer Joachim Löw, der ihn mit zur WM 2010 nahm. In der darauf folgenden Saison musste Badstuber oft als "Musterbeispiel" für die wackelige Bayern-Abwehr herhalten. In der Saison 2011/12 trat er wieder gefestigt auf und wirkt bisher deutlich stabiler. © getty
Einen noch extremeren Aufstieg erlebte Thomas Müller, der zwar sein erstes Profi-Spiel unter Jürgen Klinsmann absolvierte, aber erst unter van Gaal "immer spielen" durfte. Nach 13 Toren und zehn Assists in seiner ersten Saison folgte eine überragende WM, bei der der Offensivmann Torschützenkönig und zudem bester junger Spieler wurde. Ebenso wie Badstuber durchlebte er im Jahr nach der WM eine kleine Krise. 2011/12 baut er auf den starken Leistungen seiner Debüt-Saison auf. © getty
Diego Contento wurde erst im Laufe der Saison von Louis van Gaal in den Profikader berufen. Er überzeugte in der Rückrunde 2010 als Linksverteidiger. Nach einer Verletzung 2010/2011 stagnierte seine Entwicklung. Er ist ein Kandidat für ein Leihgeschäft, um Spielpraxis zu sammeln. Dennoch bleibt er 2011/12 in München , wartet jedoch vergeblich auf regelmäßige Einsatzzeiten. © getty
Einzig Mehmet Ekici ist von den "Aufsteigern" 2009/2010 nicht bei den Münchnern geblieben. Die Bayern haben den Deutsch-Türken für die Saison 2010/2011 nach Franken zum Club verliehen. Dort zeigte er eine sehr gute Saison (drei Tore, acht Vorlagen), war ein Aktivposten und deshalb auch mit für den Höhenflug der Nürnberger verantwortlich. Seit der Saison 2011/12 spielt er beim SV Werder Bremen. © getty
Bei zwei Talenten entscheiden die nächsten Jahre, ob sie den Durchbruch schaffen oder nicht. David Alaba, jüngster österreichischer Nationalspieler, war lange an 1899 Hoffenheim verliehen, um sich dort zu entwickeln. In der Saison 2011/12 kehrt er zum Rekordmeister zurück. © getty
Ein weiterer Österreicher mit Christoph Knasmüllner verabschiedete sich in der Winterpause 2011 in Richtung Mailand. Grund: Er hatte keine Aussichten auf Einsätze in der ersten Mannschaft und die schlechten Leistungen der Amateure wurden auch ihm zugeschrieben. Bei Intetr wurde er nur in der "Primavera-Mannschaft" (Jugend) eingesetzt. Nach einem halben Jahr und 8 Spielen im Dress der Mailänder kehrte er 2011 nach Deutschland zurück. Seitdem spielt er beim SV Ingolstadt. © getty
Auch Maximilian Haas machte in der Winterpause 2010/2011 den Absprung. Haas wechselte in die zweite englische Liga zum FC Middlesbrough, kämpft aber noch mit der Umstellung vom deutschen auf den englischen Fußball. © Sampics
Im Alter von 15 Jahren kam Toni Kroos 2006 in die Bayern-Jugend. 2009/10 wurde an Bayer Leverkusen ausgeliehen, um dort Bundesliga-Erfahrung zu sammeln. Unter Jupp Heynckes war er dort Stammspieler. Außerdem war er der jüngste Spieler in einem WM-Kader der DFB-Elf. In der darauffolgenden Saison kehrte an die Isar zurück, bekam jedoch von Louis van Gaal nicht so viel Vertrauen wie von Heynckes. Seit der Saison 2011/12 ist Kroos zum Spitzenspieler und Regisseur beim FC Bayern gereift. Anteil daran hatte wiederum Heynckes, der Kroos auch bei den Bayern zum Stammspieler beförderte. © Getty
Rouven Sattelmaier kam zur Saison 2010/2011 von Jahn Regensburg nach München. Dort hütete er den Kasten bei der zweiten Mannschaft. Er etablierte sich hinter Jörg Butt und Thomas Kraft als Nummer 3. © dapd
Maximilian Riedmüller verdrängte Rouven Sattelmaier zur Saison 2011/2012 aus dem Tor der zweiten Mannschaft. Damit war er automatisch dritter Torwart hinter Manuel Neuer und Jörg Butt. © M.I.S.
Emre Can wechselte 2009 als Jugendspieler von Eintracht Frankfurt zum FC Bayern. Der Mittelfeldspieler durchlief bisher von der U15 bis zur U19 alle Jugendnationalmannschaften des DFB. 2011 wurde er als bester deutscher U17-Spieler mit der Fritz-Walter-Medaille in Gold ausgezeichnet. Zur Saison 2012/2013 beförderte ihn Trainer Jupp Heynckes zu den Profis. Jetzt spielt er bei Bayer Leverkusen. Die Münchner sicherten sich jedoch ein Rückkaufrecht. © M.I.S.

tz

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