Noch kein Gespräch mit Rummenigge

FC Bayern München: Schon wieder Streit mit dem DFB? Bierhoff bleibt knallhart

Bald soll auch die deutsche Nationalmannschaft wieder Spiele bestreiten. Doch besonders der FC Bayern hat Bedenken. Für DFB-Direktor Oliver Bierhoff sind die aber kein Hindernis.

  • Der FC Bayern ist über die Länderspiel-Pläne im zweiten Halbjahr alles andere als erfreut.
  • Doch DFB-Direktor Oliver Bierhoff macht wenig Hoffnung auf ein Zurückstecken der Nationalmannschaft.
  • Er erhofft sich sogar möglichst viele DFB-Spiele in nächster Zeit.

München - Bei einer Tasse Espresso im Rahmen des Pokalfinales in Berlin wollte Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge mit DFB-Direktor Oliver Bierhoff und Bundestrainer Joachim Löw die Problematik der eng getakteten Spielansetzungen von Klubs und Nationalmannschaften diskutieren. Doch aus dem Gespräch wurde nichts, wie Bierhoff der tz am Dienstag auf Nachfrage bestätigte: „Das Gespräch, das Karl-Heinz Rummenigge geschildert hat, hat leider nicht stattgefunden. Aber nicht, weil wir es nicht wollten, sondern weil es terminlich nicht ging. Es wird aber nachgeholt.“

Bierhoff betonte, dass Verband und Vereine auf einen Austausch angewiesen seien: „Die Bedenken der Vereine kennen wir - wobei sie im ersten Schritt natürlich mal bei Bayern München besonders groß sind: Sie rechnen damit, in der Champions League weiterzukommen und die Pause kurz zu halten. Aber Fakt ist: Wir haben den Spielplan, der von der UEFA festgelegt wird. Dazu sind wir nicht nur verpflichtet, sondern die Spiele machen wir auch gerne.“

FC Bayern: Ärger wegen Länderspielen - Bierhoff will keine Extrawurst braten

Bierhoff bleibt hart! Im Klartext heißt das, dass der Rekordmeister trotz der großen Belastung seiner Spieler keine Extrawurst bekommt. Mit Manuel Neuer, Niklas Süle, Joshua Kimmich, Leon Goretzka, Serge Gnabry und künftig auch Leroy Sané stellt der FCB sechs Nationalspieler und hat Bedenken, dass sich durch den dicht gestaffelten Spielplan wegen der Corona-Pandemie das Verletzungsrisiko erhöht.

Kein Grund zur Panik für Bierhoff, der erklärt: „Dann gilt es, in der Abstimmung mit den Vereinen, in einem längeren Zeitraum zu schauen, wie man die Spieler entsprechend belastet. Wir werden von unserer Seite alles dafür tun, dass die Kommunikation zwischen Trainern und Athletik-Trainern optimiert wird.“

FC Bayern: Wieder Zoff mit dem DFB? „Wollen alle eine erfolgreiche EM“

Für den DFB-Manager steht der Erfolg der Nationalmannschaft an erster Stelle. Bierhoff: „Wir wollen alle eine erfolgreiche Nationalmannschaft. Wir wollen alle eine erfolgreiche EM. So etwas wie bei der Weltmeisterschaft 2018 wollen wir alle nicht wieder erleben. Und das bedeutet, dass alle an einem Strang ziehen. Dazu brauchen wir die Profis. Wir haben als DFB in vielen Punkten ein bisschen zurückgesteckt.“

Was Bierhoff meint: Während die europäischen Ligen großteils nach der Corona-Unterbrechung ohne Zuschauer fortgesetzt werden konnten, wurden sämtliche DFB-Länderspiele komplett abgesagt, sodass Löw sein Team dieses Jahr noch nicht um sich versammeln konnte. Diese Entscheidung oblag allerdings dem Weltverband FIFA.

Bierhoff erhofft sich Unterstützung von den Klubs: „Jogi Löw muss eine sehr junge Mannschaft formen. Und das bedeutet eigentlich, dass die junge Mannschaft häufig zusammen ist und miteinander spielt. Insofern verfolgen wir da klar unser Ziel.“

Manuel Bonke

Kingsley Coman und Alphonso Davies haben mit dem FC Bayern das Double gewonnen. Die beiden nutzten einen freien Abend für eine Partynacht in Paris - ohne Abstand und Maske.

Quelle: tz

Rubriklistenbild: © AFP / INA FASSBENDER

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