Schweizer Stürmer im Trikot des FC Bayern

Dimitri Oberlin: Von der Champions League in die 3. Liga

Dimitri Oberlin steht vor seinem Debüt.
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Dimitri Oberlin steht vor seinem Debüt.

Dimitri Oberlin hat ein Länderspiel für die Schweiz gemacht. Dennoch heuert er in der 3. Liga beim FC Bayern 2 an. Davor  war er bereits in Österreich, Belgien und Italien am Ball.

  • Der FC Bayern hat für die U23 mit Dimitri Oberlin einen interessanten Spieler verpflichtet. 
  • Allerdings entfällt auch der zweite Anlauf auf sein Debüt. Die Partie der Reserve gegen Dynamo Dresden wurde am Freitagnachmittag abgesagt.
  • Der Platz in Dresden ist nach dem schlechten Wetter unbespielbar.

München – Geplant war eine Blitzaktion: Vertragsunterschrift in der Früh, Drittliga-Debüt am Abend. Der heftige Schneefall am Dienstag verhinderte jedoch den ersten Auftritt von Dimitri Oberlin, das Heimspiel von Bayern II gegen Verl wurde abgesagt. So wird der Angreifer nun erstmals heute Abend für die Münchner auflaufen – im schweren Auswärtsspiel beim angeschlagenen Tabellenführer Dresden. Nach drei Bayern-Auftritten ohne Niederlage und Gegentor gibt neben dem klaren 3:0 im Hinspiel auch die Aussicht auf das Debüt des Sturm-Neuzugangs Anlass zur Hoffnung.

FC Bayern: Neuzugang Dimitri Oberlin hat die Vita eines Wandervogels

Bei Oberlin dürften sich gewiss keine Angstzustände einstellen angesichts des prominenten Gegners. Zwar ist der in Kamerun geborene Schweizer erst 23 Jahre alt, seine Vita könnte aber auch die eines 37-jährigen Routiniers sein. Außer in der Schweiz, für die er 2018 ein A-Länderspiel bestritt (nachdem er zuvor sämtliche Junioren-Auswahlteams durchlaufen hatte), stand Oberlin auch schon in Österreich, Belgien und Italien unter Vertrag. Ausgebildet beim FC Zürich, bestritt er zudem für den FC Basel acht Partien in der Champions League (2017/2018). Dabei erzielte er vier Tore und hatte es im Spiel gegen Manchester City auch mit Leroy Sané zu tun (0:4 im Achtelfinal-Hinspiel).

Dimitri Oberlin: Vertragsauflösung in Basel nach „fatalem Fehltritt“

Anschließend jedoch drohte sein aufgehender Stern schnell zu verglühen. Nach einem Gastspiel bei Zulte Waregem (Belgien) auf Leihbasis kehrte Oberlin 2020 nach Basel zurück, wo er noch bis 2022 unter Vertrag gestanden wäre. Anfang Dezember allerdings gab der Schweizer Renommierclub die „einvernehmliche Auflösung des Vertrags“ bekannt, drei Wochen vor der Winterpause.

Die Hintergründe sind unklar. Schweizer Medienberichten zufolge hat sich Oberlin einen „fatalen Fehltritt“ geleistet. Es heißt, er sei an einer Sachbeschädigung in einem Zürcher Nobelhotel beteiligt gewesen, nachdem er zuvor bereits für ein anderes Vergehen von seinem Verein ermahnt worden war.

Heute Abend wird das Schweizer „Enfant terrible“ mit dem ausgeprägten Torriecher erstmals in der dritten deutschen Liga zu bestaunen sein. 

(MATTHIAS HORNER)

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