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Rüpel-Klassiker und seine Folgen: FC Bayern verliert in Dortmund auch Abwehrboss de Ligt verletzt

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Von: Christoph Klaucke

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Bayerns Abwehrboss Matthijs de Ligt musste in Dortmund verletzt ausgewechselt werden.
Bayerns Abwehrboss Matthijs de Ligt musste in Dortmund verletzt ausgewechselt werden. © Marco Steinbrenner/Imago

Der FC Bayern kassiert in Dortmund nicht nur den Last-Minute-Ausgleich, sondern hat auch zwei Ausfälle zu beklagen. Matthijs de Ligt ist verletzt.

Dortmund – Es wurde gegrätscht, gestochert und getreten. Das Bundesliga-Topspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern geht als Rüpel-Klassiker in die Geschichte ein. Ein Wunder, dass der bayrische Schiedsrichter Deniz Aytekin nur einen Platzverweis gegen Kingsley Coman aussprach.

Das Prestige-Duell war geprägt von Nickeligkeiten und harten Fouls. Die Bayern und der BVB schenkten sich beim 2:2 nichts, es ging hitzig zu. Das bittere Resultat aus Bayern-Sicht: Nicht nur Alphonso Davies, der nach einem Tritt von Dortmunds Jude Bellingham im Krankenhaus gelandet war, hat es erwischt. Auch Matthijs de Ligt ist verletzt.

Matthijs de Ligt verletzt: FC Bayern verliert in Dortmund Abwehrboss

Der neue Abwehrchef der Bayern musste in der 62. Minute angeschlagen ausgewechselt werden. Dabei fasste sich de Ligt schmerzverzerrt an den Oberschenkel. Was zumeist auf eine Muskelverletzung hindeutet. Eine genaue Diagnose der Verletzung gab der FC Bayern kurz nach Abpfiff zunächst nicht bekannt.

Julian Nagelsmann bestätigte nach der Partie die Verletzung. „De Ligt ist auch verletzt. Er hat ein bisschen Probleme im Adduktorenbereich“, sagte der Bayern-Coach im Sky-Interview. Der Ärger über die harte Gangweise der Dortmunder war Nagelsmann ins Gesicht geschrieben.

FC Bayern: Nagelsmann tobt wegen Rüpel-BVB – de Ligt und Davies verletzt

Für de Ligt kam Rechtsverteidiger Noussair Mazraoui in die Partie, Benjamin Pavard rückte ins Zentrum anstelle des ausgewechselten Holländers. Ohne ihren Abwehrboss verloren die Bayern im Anschluss die Ordnung in der Defensive. Nicht nur die Einwechslung des umjubelten Siegtorschützen Anthony Modeste veränderte also die Statik des Spiels.

Nagelsmann erzürnte zudem auch der Kopftreffer gegen Alphonso Davies von BVB-Youngster Jude Bellingham. „Verdacht auf Gehirnerschütterung. Aber das ist bei dem Tritt ins Gesicht nicht verwunderlich. Wir hatten vor ein paar Monaten eine Schulung. Da hat man uns gesagt, dass ein Tritt ins Gesicht glatt Rot ist“, polterte Nagelsmann. „Da braucht man nicht darüber zu diskutieren. Das ist nicht Gelb, das ist eine Rote Karte, aber Gelb ist es auf jeden Fall.“

De-Ligt-Verletzung verstärkt Bayerns Abwehr-Sorgen: „Haben aktuell nicht so viele Innenverteidiger“

Die Sorgen der Bayern im Abwehrbereich werden durch einen möglichen de-Ligt-Ausfall hingegen noch größer. Mit Lucas Hernandez fehlt bereits ein Verteidiger mit Muskelbündelriss verletzt. Schon am Mittwoch wartet die Auswärtspartie in Pilsen in der Champions League, dort wäre ein Fehlen von de Ligt wohl noch zu verschmerzen.

„Wir haben aktuell nicht so viele Innenverteidiger, wir dürfen da nicht so viel Risiko eingehen“, erklärte Nagelsmann. Viel darf beim FC Bayern auf den Defensiv-Positionen in den nächsten Wochen also nicht mehr passieren. (ck)

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