Bayern-Coach nimmt Stellung

Geheim-SMS veröffentlicht: Mieses Spiel gegen Ancelotti bei Real?

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Carlo Ancelotti (l.) und Gareth Bale in ihrer gemeinsamen Zeit bei Real Madrid.

München - Carlo Ancelotti war Trainer bei Real Madrid, als Gareth Bale im Jahr 2013 zu den Königlichen wechselte. Doch kostete die Verpflichtung des Walisers den Italiener ein Jahr später seinen Job?

Wie die spanische Zeitung El Diario berichtet, soll auf Carlo Ancelotti in seiner Zeit als Trainer bei Real Madrid von Vorstands- und Beraterseiten aus enormer Druck ausgeübt worden sein. Die Zeitung diariobernabeu.com, die 2013 entstand und mittlerweile eingestellt wurde, soll inhaltlich von Reals Präsidenten Florentino Pérez gesteuert worden sein. Dafür soll der Herausgeber der Online-Zeitung, Alejandro de Pedro, von Bauunternehmer Pérez 300.000 Euro erhalten haben.

Nachdem Real Madrid im Sommer 2013 Gareth Bale für rund 100 Millionen Euro von den Tottenham Hotspurs verpflichtet hatte, dauerte es eine ganze Weile, ehe der walisische Nationalspieler bei Real sein volles Leistungsvermögen abrufen konnte. Während dieser Anpassungsprobleme ließ Ancelotti den Linksfuß oftmals auf der Bank. Das passte Präsident offenbar Pérez ganz und gar nicht, und so soll er über dieariobernabeu.com Druck auf den italienischen Trainer ausgeübt haben. Unter anderem erschien auf der vielgelesenen Webseite der Zeitung ein Artikel mit der Überschrift „Ancelotti, stell‘ Bale auf“. Dies war im Vorfeld von de Pedro via SMS in Richtung Pérez angekündigt worden. Auf einer Pressekonferenz fragte der Chefredakteur der Zeitung zudem mehrfach in Richtung Ancelotti, warum dieser denn Bale partout nicht aufstellen wolle. Für diese „Bemühungen“ seines Mitarbeiters soll de Pedro im Nachhinein von Pérez gelobt worden sein, wie aus geleakten SMS hervorgehen soll.

Für Ancelotti könnte die Personalie Gareth Bale am Ende jener Saison sogar zur Entlassung geführt beziehungsweise Einfluss darauf gehabt haben. Ancelottis Verhältnis zu Pérez und dem Spieler habe durch die Vorfälle erheblichen Schaden genommen, heißt es in Medienberichten aus Spanien. Auf die Geschehnisse von damals angesprochen, sagte Ancelotti am Freitag:  „Das ist neu für mich, ich weiß davon nichts. Es sind viele Gerüchte. Meine Erfahrungen bei Real Madrid waren gut. Für mich war es phantastisch. Ich hatte nie den direkten Druck vom Präsidenten, Spieler aufstellen zu müssen. Leute die mich kennen wissen, dass ich mich bei so etwas nicht unter Druck setzen lasse.“

Ancelotti sagte dies in seiner typisch ruhigen Art. Wenn man genauer hinschaut kann man aber die Passage „Ich hatte nie den direkten Druck vom Präsidenten ...“ auch anders interpretieren.

Wie dem auch sei: Im anstehenden Champions-League-Viertelfinale gibt es ein Wiedersehen zwischen Ancelotti mit Pérez und Bale. Ein Einzug ins Halbfinale der Champions League durch einen Sieg gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber wäre für Ancelotti sicherlich eine Genugtuung.

FC Bayern München gegen Real Madrid: Alle Infos zum Halbfinale der Champions League

Hammer-Spiel im Halbfinale der Königsklasse! Nach 2014 trifft La Bestia Negra wieder auf Real Madrid. Wir haben die wichtigsten Informationen zum Viertelfinale 2017 in der Champions League zwischen dem FC Bayern München und Real Madrid bei tz.de zusammengefasst.

AnK/wi

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