Pep überlässt das Feld

Alles hört auf ten Hags Kommando

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Erik ten Hag.

München - Es waren Bilder, wie man sie während der Länderspielpause häufig schon gesehen hat an der Säbener Straße: Pep Guardiola steht mit Erik ten Hag auf dem Platz und schaut den Profis zu. Doch eine Sache war am Mittwoch anders.

Es waren Bilder, wie man sie während der Länderspielpause häufig schon gesehen hat an der Säbener Straße: Der Trainer der ersten Mannschaft steht mit seinem Kollegen des Regionalliga-Teams auf dem Platz und schaut den verbliebenen Profis beim Training zu. So auch diese Woche beim FC Bayern. Die Überraschung hinter den Bildern: Nicht Pep Guardiola gibt die Anweisungen, fuchtelt herum und steht unter Strom, es ist Erik ten Hag. Der Holländer leitet die Übungen! Ein Beweis, dass er mehr kann?

Im Interview mit der tz erklärte er zuletzt auf die Frage, ob er sich die Aufgabe als Trainer der Profis vorstellen könnte: „Ja, es wäre eine Herausforderung! Natürlich würde ich es machen, wenn die Situation käme und man mich fragen würde.“

Bis dahin möchte er sich so viel wie möglich von dem Mann abschauen, der dieser Tage an seiner Seite steht. Ten Hag nennt Guardiola ein Trainer-Vorbild, er steht für ihn in einer Reihe mit Arrigo Sacchi, Fabio Capello oder auch Alex Ferguson.

tz-Besuch im Internat des FC Bayern: Hier reifen die Stars von morgen

tz-Besuch im Internat des FC Bayern: Hier reifen die Stars von morgen

Die tz durfte das Internat des FC Bayern besuchen: Das Klingelschild mit dem Namen Alaba existierte da noch. Doch das Zimmer war geräumt, Alaba wohnt nicht mehr an der Säbener Straße. © sampics
Hier sehen Sie weitere Bilder aus dem Jugendhaus © sampics
Vom Aufenthaltsraum aus hat man einen guten Blick auf den Trainingsplatz der Profis © sampics
Gertrud Wanke (l.) ist die Heimleiterin © sampics
Sie ist zudem die gute Seele des Jugendhauses. Sie kümmert sich um die Zimmer der angehenden Profis, wäscht deren Wäsche © sampics
Jugend-Abteilungsleiter Werner Kern erklärt tz-Reporter Tobias Altschäffl den Tagesablauf © sampics
Das Jugendhaus von außen. © sampics
Hier ist eine Menge zu tun © sampics
Schließlich kommen fast täglich neue schmutzige Trikots rein. © sampics
Der Medizin-Raum des Internats. An der Wand ein Trikot vom Regionalliga-Titel 2004 © sampics
Die Kabine © sampics
Raum zum Relaxen © sampics
Hier reiften heutige Stars wie Schweinsteiger und Lahm © sampics
Im Taktik-Besprechungszimmer werden die Spiele per Video­analyse aufgearbeitet © sampics
Natürlich gehört auch ein Fitnessraum zur Ausstattung des Internats © sampics
Jugend-Abteilungsleiter Werner Kern © sampics
Im Eingangsbereich hängen zur Motivation die Profi-Trikots ehemaliger Internatsschüler © sampics

Dabei hat der Holländer sogar noch etwas mehr drauf als Trainingsabläufe und Taktikschulungen. Ten Hag hat während seiner Zeit als Spieler Marketing studiert, Jobwechsel nicht ausgeschlossen! Ten Hag: „Heute noch nicht. Aber es ist vielleicht das Modell der Zukunft, in England ist es völlig normal. Ich kann mir vorstellen, irgendwann einmal dort als Teammanager zu arbeiten, so wie es Alex Ferguson jahrelang bei Manchester United gemacht hat.“ Bedeutet: Trainer und Sportdirektor in einer Person – irgendwann.

Dass die Dimensionen des Fußballgeschäfts bis dahin vollends verrückt sein dürften, weiß der 43-Jährige ganz genau. Stichwort Gareth Bale und die 100 Millionen Euro Ablöse! Ten Hag sagt: „Wenn man das hört, muss man schon sagen, dass es nicht mehr ganz normal ist. Ich weiß noch, als Johann Cruyff für über eine Million nach Barcelona gewechselt ist, danach gab es Diskussionen im holländischen Bundestag. Das Gleiche war der Fall, als Ruud Gullit für 17 Millionen zum AC Mailand gegangen ist. Und nun wird wieder diskutiert. Es wird dazu kommen, dass bald 150 Millionen Euro für einen Spieler bezahlt werden. Wer kann das stoppen?“

Der Holländer sicher auch nicht. Im Moment hat er es trotz Probetraining ganz oben sowieso noch mit kleineren Dimensionen zu tun.

mic

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