Rekordmeister zurück aus den USA

Bayern-Trainer Kovac droht ein Problem - sägt er wie in Frankfurt einen Fanliebling ab?

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Franck Ribéry (r.) und Arjen Robben befinden sich aktuell bereits in grandioser Frühform.

Der FC Bayern ist von der US-Reise zurückgekehrt. Eine Erkenntnis: Coach Niko Kovac droht für die kommenden Spielzeit ein Problem. Allerdings eins, was eher unter die Kategorie Luxus fällt.

München - Am Montag um 11.30 Uhr betraten die Profis des FC Bayern wieder deutschen Boden. Die USA-Tour ist Geschichte, eine sportliche Erkenntnis des Marketingtrips: Niko Kovac droht auf den Flügeln ein ­(Luxus-)Problem.

Denn während die WM-Fahrer die Reise nach Übersee verpassten, waren mit Arjen Robben (34), Franck Ribéry (35), Kingsley Coman (22) und Serge Gnabry (23) alle Anwärter für die zwei Plätze auf den offensiven Außenbahnen dabei. Für Neu-Coach Kovac werden sich in den kommenden Wochen und Monaten immer wieder folgende Fragen stellen: Youngster oder Routiniers? Cobry oder Robbery? Die Antworten werden zur ersten Kovac-Nagelprobe.

Schon vor dem Abflug in Richtung Philadelphia hatte der FCB-Trainer gesagt: „Bei höchstem Tempo technisch sauber spielen: Das braucht man im heutigen Fußball. Da bin ich froh, dass wir auf den Außenpositionen vier solcher Spieler haben.“

Ribéry und Robben „haben immer Hunger“

Vor allem beim zweiten Test gegen Manchester City (2:3) machten die Oldies Robben und Ribéry Werbung in eigener Sache. Der Franzose wirbelte auf der Zehn, bediente den Niederländer vor dem zwischenzeitlichen 2:0 mit einem ganz feinen Heber. Ribéry meinte anschließend: „Arjen und ich haben viel Erfahrung. Wir sind Profis, wir haben immer Hunger.“ Und Robben sagte: „Wenn die Verletzungen wegbleiben, sind wir noch gut fit. Dann sind wir noch jung!“

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Für Kovac spielt das Alter – zumindest offiziell – keine Rolle. Der Ex-Frankfurter: „Es gibt nur gute und weniger gute Spieler – und die beiden sind richtig gut, egal in welchem Alter sie sich befinden.“ Einziges Problem: Mit Coman und Gnabry stehen zwei Raketen in den Startlöchern, die die Zukunft der Münchner werden sollen. Dafür brauchen sie vor allem eines: Spielpraxis.

Setzt Kovac auf Jugend forscht, müssten sich die ehrgeizigen Routiniers mit einem Bankplatz begnügen. Ribéry verkündete jüngst zwar, dass er die Konkurrenten unterstützen werde. Wie das in der Realität aussieht, zeigte der Franzose aber u.a. im September 2017. Damals wechselte Carlo Ancelotti den Flügelflitzer nach 78 Minuten aus, Ribéry pfefferte sein Trikot daraufhin wütend in Richtung Bayern-Bank.

Kovac sägte auch Alex Meier ab...

Und Robben? Der Niederländer hatte in der Vergangenheit auch so seine Probleme mit der Ersatzbank. Im Februar musste er sich beim CL-Achtelfinale gegen Besiktas mit der Zuschauerrolle begnügen. Robben motzte, erklärte vielsagend: „Wenn ich jetzt meine Emotionen ausspreche, bin ich morgen bei Herrn Rummenigge.“

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Dass Kovac nicht unbedingt viel an Fanlieblingen liegt, zeigte er in Frankfurt. Da sägte er Alex Meier wenig elegant ab. Ob Robben und Ribéry das mit sich machen lassen? Äußerst fraglich. 

Jonas Austermann

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