Ex-Bayern-Star Hamann: "Ich war kein Säufer"

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Der frühere Bayern-Spieler Dietmar Hamann hat sich von einer angeblichen Wett- und Alkoholsucht während seiner Zeit bei Manchester City distanziert.

London - Der frühere Bayern-Spieler Dietmar Hamann hat sich von einer angeblichen Wett- und Alkoholsucht während seiner Zeit bei Manchester City distanziert.

„Nachdem mich meine Frau mit den Kindern verlassen hatte, bin ich in ein Loch gefallen. Das Wetten war eine Ablenkung. Und ich habe zwei, drei Bier abends getrunken, aber ich war kein Säufer“, sagt der 38-Jährige der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Von einer Sucht könne keine Rede sein.

Die Strafakte des FC Bayern: Wer wofür blechen musste

Philipp Lahm (l.) und Luca Toni werden für ihre Verfehlungen vom FC Bayern zur Kasse geben
Philipp Lahm (l.) und Luca Toni wurden 2009 für ihre Verfehlungen vom FC Bayern zur Kasse geben © dpa
Lahm Toni Geldstrafe
Lahm kritisierte die Bayern-Bosse und deren Transferpolitik vor dem wichtigen Spiel gegen den FC Schalke in einem Interview mit der SZ. © Getty
Lahm Toni Geldstrafe
Prompt verhängte der FC Bayern eine Rekordgeldstrafe für den Nationalspieler. Etwa 50.000 Euro sollen es gewesen sein, die Lahm löhnen musste © 
Lahm Toni Geldstrafe
Luca Toni verließ in der erwähnten Partie gegen den FC Schalke die Allianz Arena, nachdem er von Trainer Louis van Gaal in der Pause ausgewechselt worden war © dpa
Die verfrühte Heimfahrt mit dem Privat-Pkw kostete Toni eine Strafe in unbekannter Höhe
Die verfrühte Heimfahrt mit dem Privat-Pkw kostete Toni eine Strafe in unbekannter Höhe © ap
Doch das sind nicht die ersten Fälle, in denen der FC Bayern seine Spieler bestraft hat. Die prominentesten (und bekannten) Fälle: © Getty
Stefan Effenberg ist für sein ungezügeltes Temperament bekannt. 10.000 Mark musste der Heißsporn 1998 jedoch zahlen, weil er angetrunken mit dem Auto unterwegs war. Der Führerschein war vorübergehend futsch © Getty
Mario Basler hat die dickste Akte beim FC Bayern. 1997 warf das „Enfant terrible“ dem damaligen Trainer Giovanni Trapattoni eine angeblich falsche Taktik vor. Seine öffentlichen Aussagen kosteten ihn angeblich 10.000 Mark  © Getty
Im Oktober 1998 war Basler eigentlich krank geschrieben, hatte aber noch genügend Kraft, um bis vier Uhr morgens in einem Münchner Klub zu feiern © Getty
Auch von einer Schlägerei war bei diesem Disco-Besuch die Rede. Wieder zahlte Basler 10.000 Mark © Getty
Im August 1999 feierte Basler den Geburtstag von Mitspieler Didi Hamann bis um drei Uhr in der Früh - also viel länger, als der offizielle Zapfenstreich (elf Uhr) vorgesehen hatte. 20.000 Mark Strafe - damals Vereinsrekord! © Getty
Im Oktober 1999 lieferte sich Basler in einer Regensburger Pizzeria eine Schlägerei. Dem FC Bayern reichte es vorerst © Getty
Basler und Ersatztorwart Sven Scheuer (Foto), der ebenfalls zugelangt haben soll, wurden intern gesperrt © Getty
Was hier so einträchtig und harmonisch aussieht, ging auch mal ganz anders: Zwischen Lothar Matthäus und Bixente Lizarazu kam es 1999 im Training zu einer heftigen Auseinandersetzung, bei der der Franzose dem Lothar eine Watschn verpasste. © Getty
Harald Schmidt spottete damals über Lizarazus Ausrutscher: "Bixente Lizarazu hat Lothar Matthäus eine geknallt. Auf dem Video hört man ein Klatschen, und man weiß nicht: War es die Ohrfeige oder der Applaus von Effenberg?" © Getty
Für das letzte Spiel der Hinrunde 2007 suspendierte Ottmar Hitzfeld (l.) Oliver Kahn, weil dieser die Weihnachtsfeier des FC Bayern zu früh verlassen hatte © Getty
Fast zeitgleich hatte Kahn die Bayern-Mannschaft in einem Interview hart kritisiert. Kahn musste neben seiner Sperre 25.000 Euro Strafe zahlen © Getty
Luca Toni wurde im November 2009 von Trainer Louis van Gaal suspendiert. Toni hatte in einem Interview über van Gaal gesagt: “Seit vier Monaten habe ich Probleme mit ihm. Alles hat seine Grenzen. Unser Verhältnis ist so gut wie am Ende.“ © dpa

In seinem Buch „My Love Affair with Liverpool“ hatte Hamann von durchzockten Nächten berichtet. „Ich habe mich in dieser Zeit sehr für Cricket interessiert. Eines Nachts spielte Australien gegen Südafrika in einem Freundschaftsspiel. Australien verlor. Das hat mich 345.662 Euro gekostet“, heißt es darin. Das sei jedoch eine Ausnahme gewesen, so Hamann: „Ich habe am nächsten Tag in den Spiegel gesehen und mich gefragt, was mit mir los ist.“

sid

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