Hasan Salihamidzic lobt Sturmjuwel nach Uerdingen-Spiel

Batista Meier und Evina: Zwei Bayern-Spieler treffen - nur einer freut sich

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Franck Evina und Oliver Batista Meier sind beste Kumpels und könnten in der kommenden Saison wieder zusammen für den FC Bayern München stürmen. 

Mit Oliver Batista Meier und Franck Evina trafen im Spiel zwischen den FC Bayern Amateuren und dem KFC Uerdingen zwei FCB-Akteure, freuen durfte sich nur einer.

Für Franck Evina war der vergangene Freitag ein ganz besonderer Tag. Der 19-Jährige kehrte mit seinem neuen Klub, dem KFC Uerdingen, erstmals an seine alte Wirkungstätte zum FC Bayern zurück. Nach zwei Jahren für die Amateure des Deutschen Rekordmeisters wechselte der Deutsch-Kameruner im vergangenen Winter zu Holstein Kiel und seinem ehemaligen Förderer Tim Walter. Dort sollte der Flügelflitzer nach zwei Einsätzen in der Bundesliga-Saison 2017/18 Spielzeit auf hohem Niveau Spielpraxis sammeln. Doch nur acht Einsätze und ein halbes Jahr später beendeten die Störche und Evina das Engagement an der Ostsee.  

Nur wenige Wochen nach seiner Rückkehr an die Isar ließ sich Evina erneut verleihen, dieses Mal zum KFC Uerdingen und Heiko Vogel. Der Ex-Coach der Amateure kennt Evina bereits seitdem dieser 14 Jahre alt ist. „Er bringt unglaublich viel mit. Es ist wichtig, dass er jetzt Schritt für Schritt macht und nichts auslässt“, lobte Vogel seinen Wunschsspieler im Vorfeld der Partie bei Magenta Sport. In der Vorbereitung konnte Evina überzeugen, stand beim Saisonauftakt gegen Halle in der Startelf und traf nach einer sehenswerten Einzelaktion zum 1:0-Sieg. 

Franck Evina über Kopfball-Treffer bei Rückkehr: „Das habe ich bei Bayern gelernt“

Auch gegen seine ehemaligen Kollegen stand Evina in der Anfangsformation und stellte in der 42. Spielminute den kompletten Spielverlauf auf den Kopf. Nach einer Flanke von Großkreutz köpfte der 19-Jährige zum unverdienten Ausgleich ein. „Gegenüber Außenverteidigern und Spielern meiner Größe habe ich athletische Vorteile. Mit Anlauf komme ich höher als sie“, beschrieb Evina nach dem Spiel in der Mixed Zone seinen Treffer. „Das habe ich bei Bayern gelernt. Zweimal die Woche Kopfballpendel hat sich gelohnt“, verriet Evina mit einem Schmunzeln. 

„Zu dem Zeitpunkt war es schon sehr bitter für uns. Aber er macht das stark. Kopfbälle konnte er schon immer überragend“, lobte Kumpel und Ex-Mitspieler Oliver Batista Meier Evinas Tor nach dem Spiel bei Magenta Sport. „Er war der einzige Spieler, dem ich es gegönnt habe gegen uns zu treffen.“ 

Standing Ovations von Bayern-Fans bei Auswechslung für Franck Evina

Vor dem Spiel hatte Evina noch angekündigt: „Ich werde nicht jubeln. Ich muss nächstes Jahr wieder hierher zurückkommen“. Nach dem Treffer zum Ausgleich gab es für das Muskelpaket dann aber doch kein Halten mehr: „Da gingen die Emotionen mit mir durch. Es lag daran, dass wir hinten lagen und keine Aktionen nach vorne hatten. Deshalb war es wie ein Befreiungsschlag“, erklärte Evina seine Gefühlswelt nach der Partie. 

Nach 72 Minuten wurde der Rückkehrer ausgewechselt - und das unter großem Applaus der Bayern-Fans im Grünwalder Stadion. Passend dazu verschenkte er sein Trikot nach dem Spiel „tatsächlich an einen Bayern-Fan“. Die Unterstützung der roten Anhänger bemerkte Evina auf dem Feld nicht: „Das habe ich nicht mitbekommen. Ich wollte nicht raus. Ich wäre lieber auf dem Platz gestorben.“ 

Sportdirektor Hasan Salihamidzic lobt Oliver Batista Meier nach Siegtreffer

Auch Evinas bester Kumpel wurde früher ausgewechselt. Oliver Batista Meier hat seinen Abgang allerdings genießen können, denn er hatte den entscheidenden Treffer zum 2:1-Sieg der Bayern erzielt. Dafür bekam er noch ein Lob von höchster Stelle, als ihn Sportdirektor Hasan Salihamidzic nach einem Vier-Augen-Gespräch herzte. „Es ist schön so ein Feedback zubekommen, aber ich will mich darauf nicht ausruhen“, erklärte der 18-Jährige anschließend.

In der vergangenen Saison bestritt das Sturmjuwel verletzungsbedingt nur elf Einsätze für die U19 des FC Bayern. Im ersten Einsatz nach einem Bänderriss im Sprunggelenk zog sich der 18-Jährige einen Riss der Syndesmose und des Innenbandes sowie eine Bruch des Knöchels zu und fast die komplette Rückrunde aus. Nun will der Deutsch-Brasilianer wieder angreifen: „Ich schaue nach vorne und will weitermachen. Es hat schon gedauert, wieder rein zu kommen. Ich habe nach der Verletzung drei bis vier Spiele in der U19 gemacht. Da war ich schwach. In der Vorbereitung habe ich immer Gas gegeben. Gegen Würzburg war ich noch nicht so zufrieden. Das jetzt war ein Schritt nach vorne. Ich versuche immer alles reinzuhauen und meinen Körper reinzustellen, auch wenn die Gegner älter sind“. 

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