Unruhe im Double-Endspurt

Unruhe trotz Meister-Matchball: Darum knistert‘s beim FC Bayern

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Offene Zukunft: Bleibt Niko Kovac (l.) auch in der kommenden Saison Trainer des FC Bayern?

Am kommenden Samstag kann der FC Bayern die siebte Meisterschaft in Folge perfekt machen. Dennoch ist es beim Rekordmeister unruhig. Das sind die Gründe. 

München - Jubeln oder zittern? Die Rechnung ist einfach: Gewinnt der FC Bayern am Samstag in Leipzig, ist den Münchnern die siebte Meisterschaft in Folge nicht mehr zu nehmen. 

Vergeigt der FCB seinen Meister-Matchball und verliert gegen RB, bekommt der Titelkampf eine erneut spannende Wendung – vorausgesetzt, Borussia Dortmund gewinnt am Wochenende gegen Düsseldorf.

Sollten die Roten diese Woche den ersten Titel der Saison perfekt machen, bleibt für Trainer Niko Kovac trotzdem keine Zeit zum Durchschnaufen. Immerhin steht zwei Wochen später bereits das Pokalfinale gegen RB Leipzig in Berlin an. 

FC Bayern: Das sind die Gründe für die Unruhe

Erst wenn er beide Titel gewonnen hat, kann Kovac entspannt in die Sommerpause gehen. Bis dahin herrscht aber weiterhin Unruhe im Double-Endspurt. Wir erklären, warum!

Kovac-Zukunft: „Ich muss meine Leistung bringen, und wenn ich sie bringe, denke ich mir, müssen wir gar nicht diskutieren“, sagte Kovac vergangene Woche, als er erneut auf das Verhältnis zu Karl-Heinz Rummenigge angesprochen wurde. Der FCB-Vorstandsboss verweigert es demonstrativ, seinem Trainer öffentlich eine Job-Garantie auszusprechen. 

Darum gilt das Verhältnis zwischen Rummenigge und Präsident Uli Hoeneß aktuell zumindest als abgekühlt. Der Bayern-Patron verteidigte Kovac erst kürzlich: „Wir sind im Pokalfinale und Bundesliga-Tabellenführer, und dann wird über unseren Trainer diskutiert. Da, muss ich sagen, fehlt mir jegliches Verständnis.“ 

FC Bayern: Rückt auch Hoeneß von Kovac ab? 

Nun erfuhr man allerdings: Hoeneß soll sehr wohl Schwächen bei Kovac’ Arbeit als Trainer registriert haben. Besonders nach dem Remis in Nürnberg war der Bayern-Boss sauer über die Leistung der Münchner. Hoeneß möchte das erste Kovac-Jahr jedoch erst am Ende der Saison intern analysieren.

Arjen Robben (l.) und Franck Ribéry verlassen den FC Bayern im Sommer.

Robbery-Abschied: Welche Bedeutung Arjen Robben und Franck Ribéry nach wie vor für Bayern und vor allem für die FCB-Fans haben, hat das Spiel gegen Hannover gezeigt. Ribéry erzielte das erlösende 3:1 und bei der Einwechslung von Robben hatte fast jeder in der Allianz Arena Gänsehaut.

„Ich will da jetzt nicht arrogant sein und sagen: Natürlich mache ich den Unterschied. Aber dafür arbeite ich“, sagte er nach seinem Comeback. Das zeigt: „Robbery“ will im Endspurt eine Rolle spielen und seinen Teil zum möglichen Double-Erfolg beitragen. Kovac stellt aber klar: „Ich kann niemandem etwas garantieren!“

FC Bayern: Wer bleibt nächste Saison überhaupt?

Transferplanungen: Neben James stehen bekanntlich auch bei Jerome Boateng und Renato Sanches die Zeichen nach der Saison auf Abschied. Selbst die Zukunft von Mats Hummels ist noch nicht hundertprozentig gewiss. Gerade diese Spieler muss Kovac nun bei Laune halten, damit sie die Arbeit des vermeintlichen Stammpersonals nicht negativ beeinflussen.

Manuel Bonke

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