Der Anfang vom Ende in München

„Schon lange eine aufs Maul“: Ex-Profi über sein trauriges Ende beim FC Bayern

Ehemalige Profis beim FC Bayern: Andreas Herzog (l.) und Mehmet Scholl
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Ehemalige Profis beim FC Bayern: Andreas Herzog (l.) und Mehmet Scholl.
  • Patrick Freiwah
    VonPatrick Freiwah
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Der Zwist zwischen Andreas Herzog und Oliver Kahn ist legendär. Nun erklärt der Österreicher, wie sich auch Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß daneben benommen haben.

München - Es gehört zu den einschneidendsten Momenten in der Karriere des Andreas Herzog: Der Ex-Bundesligaspieler reagiert noch heute mit Verwunderung auf die spektakuläre Attacke seines früheren Teamkollegen Oliver Kahn bei Bayern München.

Der Neuzugang, der zuvor erfolgreich für den SV Werder Bremen auf Torejagd ging, war in der Saison 1995/96 am Rande des 1:0-Sieges des FC Bayern beim VfB Stuttgart vom „Titan“ gepackt und geschüttelt worden. Längst hat die Szene Legendenstatus und gehört zu jedem Bundesliga-Rückblick.

FC Bayern und Andreas Herzog: Kahn-Attacke der Anfang vom Münchner Ende

In der Halbzeitpause des Bundesligaspiels im April 1996 seien Vizepräsident Karl-Heinz Rummenigge und Manager Uli Hoeneß in die Mannschaftskabine gekommen, schildert der heute 53 Jahre alte Herzog im Interview mit den Plattformen Spox und Goal: „Das haben sie nur gemacht, wenn es wichtig war. Ich bin zu Oliver gegangen und habe gesagt: ‚Wenn du mich noch einmal deppert anschaust, haue ich zurück.‘ Daraufhin meinten Rummenigge und Hoeneß, dass mir schon lange eine aufs Maul gehört und ich leise sein soll.“ 

Kurz darauf wurde der Österreicher von Trainer Otto Rehhagel, der selbst nicht mehr allzu lange beim FC Bayern bleiben sollte, ausgewechselt. Auch für Herzog selbst war dieses Erlebnis der Anfang vom Ende seiner Zeit in München. Der frühere Angreifer erklärt: „Diese Aktion und der Umgang des Klubs damit haben für mich vom Kopf her das Ende bei Bayern bedeutet. Ich habe danach keine Unterstützung von den Verantwortlichen bekommen, stattdessen bin ich sogar geschimpft worden. Da habe ich gedacht: ‚Na servus, hier habe ich nichts mehr verloren‘.“

FCB: Herzog kehrte nach Bremen zurück - Das macht der frühere Werder-Star heute

Nur kurze Zeit später verließ der Offensivspieler den deutschen Rekordmeister* wieder - und wechselte zurück zu Werder Bremen. Über seine Zeit in München sagt er dazu etwas Bemerkenswertes: „Die Freundschaft mit Jürgen (Klinsmann, d. Red.) ist das Wichtigste, das ich von meiner Zeit bei Bayern mitgenommen habe.“ Die hat seiner Aussage nach noch heute Bestand.

In Bremen sollte Andi Herzog dann noch fünf Jahre auf Torejagd gehen, mit dem Pokalsieg 1999 als Highlight. 2001 wechselte der in Wien geborene Spielgestalter zurück in seine Heimat. Und was macht er heute? In der Saison 2021/2022 hat er sein erstes Amt als Vereinstrainer angetreten: Er betreut den FC Admira Wacker Mödling in der österreichischen Bundesliga. (PF mit SID)

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