Achtelfinale steht bevor

Vor CL-Kracher: Robben spricht über sein Liverpool-Trauma - „schlimmstes Stadion“

+
Stand mit dem FC Bayern schon an der Spitze Europas. „Mr. Wembley“ Arjen Robben. 

Vor dem Spiel des FC Bayern München gegen den FC Liverpool hat sich Arjen Robben über die Spielstätte an der Anfield Road geäußert. Der Flügelflitzer hat beim LFC keine guten Erfahrungen gemacht.

Update vom 19. Februar, 10.53 Uhr: „Ich denke, wenn man mich nach dem schlimmsten Stadion fragt, ist es vermutlich Liverpool.“ Eine klare Aussage, die Arjen Robben im Interview mit dem britischen Guardian tätigt. Der Holländer hat bisher keine gute Erfahrungen in der Stadt der Beatles gemacht, vor allem dann, wenn es zu K.o.-Spielen an die Merseyside ging. Denn bereits zweimal gab es für Arjen Robben in Champions League kein Vorbeikommen am FC Liverpool.

Alle Infos zum CL-Achtelfinale gegen Liverpool finden Sie in unserem Countdown-Ticker.

In der Saison 2004/05 musste der damals 21-jährige Robben, noch im Trikot des FC Chelsea, nach Liverpool reisen, um das Halbfinal-Rückspiel in der Königsklasse zu bestreiten. Nach einem 0:0 im Hinspiel an der Stamford Bridge, verloren die Londoner mit 0:1 an der Anfield Road und schieden aus dem Wettbewerb aus. Robben kam in beiden Spielen jeweils von der Bank, konnte aber an dem Ausgang der Partien nichts mehr ändern. 

Arjen Robben und das Trauma Anfield : „Das schlechteste aller Lose“

Nicht einmal zwei Jahre später kam es dann für Robben und den Chelsea FC zum Wiedersehen in der Königsklasse. Erneut trafen die Londoner im Halbfinale auf die Reds aus Metropole an der Mersey. Nach einem 1:0-Sieg im Hinspiel, sah es nach einer Revanche für Chelsea aus, aber ein weiteres Mal scheiterte Arjen Robben am Mythos Anfield Road und verlor nach einem 0:1 in der regulären Spielzeit im Elfmeterschießen. Besonders bitter dabei: Der mittlerweile 23-jährige Robben übernahm Verantwortung und schoss als erster. LFC-Keeper Pepe Reina, der in der Saison 2014/15 auch das Trikot der Bayern trug, konnte Robbens Versuch parieren, Chelsea schied erneut aus der Champions League aus und Robben verließ noch im Sommer die Blues in Richtung Real Madrid. Der Rest von Robbens Werdegang ist wohl den meisten Bayern-Fans bekannt. 

Kein Wunder also, das Arjen Robben den FC Liverpool als „das schlechteste aller Lose“ für seine Bayern bezeichnet. Eine persönliche Revanche wird am Dienstagabend jedoch ausbleiben, da Robben das Spiel verletzungsbedingt nur von außerhalb des Platzes verfolgen kann. Seine Mannschaftskameraden können jedoch ihren Teil dazu beitragen, dass der Niederländer sein „Anfield-Trauma“ zumindest teilweise ablegen kann. Eine deutliche Niederlage gegen Liverpool und die ruhmreiche Champions-League-Karriere von Robben könnte ausgerechnet im „schlimmsten Stadion“ ihr vorzeitiges Ende finden. 

Robben: „Wenn man es im richtigen Moment macht, überrascht es immer noch jeden“

München - Gebannt blicken Fußball-Fans dem Dienstag entgegen, wenn der FC Bayern im Champions-League-Achtelfinale beim FC Liverpool gastiert. Flügelstürmer Arjen Robben, der beim ersten Aufeinandertreffen an der Anfield Road (Anstoß: 21 Uhr) verletzungsbedingt zuschauen muss, hat wenige Tage zuvor der englischen „Daily Mail“ ein Interview gegeben. Der Niederländer äußert sich zum anstehenden Duell und beantwortet interessante Fragen zu seiner langjährigen Fußballkarriere.

Über die Chancen der Münchner im Hinspiel gegen das Team von Jürgen Klopp sagt Robben: „Jeder weiß, dass die Atmosphäre an der Anfield Road zu den besten in Europa gehört. Dessen muss man sich natürlich bewusst sein. Aber wir sind es gewohnt, in großen Stadien mit solchen Fans zu spielen. In solchen Top-Spielen gibt es keine großen Geheimnisse. Es geht nur um kleine Details und darum, wer die bessere Tagesform hat.“ 

Arjen Robben über Pep Guardiola: „Für mich ist er der beste Trainer, den es derzeit gibt.“

Der 35-Jährige wird auch zum deutschen Kult-Coach Klopp befragt, der sich in der Stadt der „Beatles“ einer großen Beliebtheit erfreut. „Man muss mit ihm gearbeitet haben, um wirklich etwas über ihn sagen zu können. Aber natürlich sieht man auch als Außenstehender seine Leidenschaft für den Fußball. Er hat in Dortmund abgeliefert, jetzt liefert er in Liverpool“, erläutert der Niederländer. Die Entscheidung, den deutschen Rekordmeister nach dem Saisonende zu verlassen, habe bei Robben zur Erleichterung geführt: 

„Es war ein großer Schritt, dieses Kapitel bei einem großartigen Klub nach zehn großartigen Jahren zu beenden. (...) Die erste große Entscheidung ist gefallen – jetzt folgt die zweite“, sagt Robben und spricht über seine Pläne für die Zeit danach. Demnach wolle er auf keinen Fall bereits seine Karriere beenden, sondern vielmehr eine neue sportliche Herausforderung suchen: Dies könne England sein, Spanien, oder auch ein anderes Land. „Es kann wirklich überall sein. Wir werden sehen.“

FC Bayern: Darum ist Guardiola für Robben der beste Trainer

In ganz Europa ist Arjen Robben für seinen Trick auf der rechten Außenbahn bekannt: Mit dem Ball nach innen ziehen, an den Gegnenspielern vorbeitänzeln und ins Kreuzeck treffen! Das britische Blatt fragt nach dem Geheimrezept: „Wenn man es im richtigen Moment macht, überrascht es immer noch jeden. Das Timing ist der Schlüssel. Meine Frau sagt mir manchmal, dass ich sehr stolz darauf sein kann, 'weil die Menschen sagen, dass das dein Move ist: nach innen laufen und ein Tor schießen'.“

Abschließend äußert sich Robben auch über den Unterschied zweier überaus erfolgreicher Trainer, mit denen Bayerns kultiger Flügelflitzer in seiner Karriere zusammenarbeitete: José Mourinho und Pep Guardiola. „Mourinho war ein großartiger Trainer, der viel für den Teamgeist tat. Und wir haben die erste Meisterschaft für den Klub seit 50 Jahren geholt (2005 mit dem FC Chelsea, d. Red.).“

Und Guardiola, einst sein Vorgesetzter beim FC Bayern in der Zeit von Sommer 2013 bis Sommer 2016? „Für mich ist er der beste Trainer, den es derzeit gibt. Ich war 29, als er kam. Normalerweise denkt man, dass man sich in dem Alter nicht mehr wirklich verbessern kann. Aber habe mich unter ihm als Spieler weiterentwickelt und einige Kleinigkeiten verbessert. Das ist interessant. Guardiola liebt Fußball. Er liebt den Ballbesitz und nicht, dem Ball nachzulaufen. Es ist einfach interessant, wie er 24 Stunden am Tag Fußball lebt und atmet.“

Lesen Sie auch: Welche Abwehr bringt der FCB im Champions-League Achtelfinale? Das ist die mögliche Aufstellung des FC Bayern München gegen den FC Liverpool.

PF

Auch interessant

Meistgelesen

FC Bayern: Wende im Transferpoker um Timo Werner? Darum zweifeln die Bosse
FC Bayern: Wende im Transferpoker um Timo Werner? Darum zweifeln die Bosse
Transfer-Poker um Matthijs de Ligt: Darum soll Barca ihn nicht mehr wollen - und Bayern?
Transfer-Poker um Matthijs de Ligt: Darum soll Barca ihn nicht mehr wollen - und Bayern?
Real-Plan für Gareth-Bale-Transfer wohl gescheitert: Kommt er nun doch zum FC Bayern?
Real-Plan für Gareth-Bale-Transfer wohl gescheitert: Kommt er nun doch zum FC Bayern?
Millionen-Ablöse: Wooyeong Jeong wechselt in die 1. Liga
Millionen-Ablöse: Wooyeong Jeong wechselt in die 1. Liga

Kommentare