Stars kehren verletzt zurück

FC Bayern: Auf dieses Trio muss Kovac nach der Länderspielpause verzichten

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Bayern-Trio im DFB-Dress: Serge Gnabry, Leon Goretzka und Niklas Süle (v. l.) hatten ihren Anteil am Sieg in den Niederlanden.

Die Stars beim FC Bayern kehren von ihren Länderspielreisen zurück. Auf ein prominentes Trio muss der Rekordmeister aber weiterhin verzichten.

Update vom 27. März 2019:

Mit Serge Gnabry, Leon Goretzka, Joshua Kimmich, Niklas Süle und DFB-Kapitän Manuel Neuer kehrten die deutschen Nationalspieler am Mittwoch ins Training an der Säbener Straße zurück. Auch Robert Lewandowski konnte schon wieder ins Training einstiegen. 

James Rodríguez musste mit der Kolumbianischen Auswahl in Südkorea ran und steht Niko Kovac erst in den kommenden Tagen zu Verfügung. 

David Alaba, Arjen Robben und Alphonso Davies trainieren hingegen weiterhin individuell und werden das Spiel im Breisgau verpassen. Coman, der wie Alaba im Nationaldress verletzt passen musste, wird gegen die Streich-Elf wohl schon wieder im Kader stehen.

Neuer fordert volle Konzentration auf nationale Wettbewerbe

Für den Rest findet Manuel Neuer klare Worte: „Die Nationalspieler kehren zurück und wir haben das erste Training gehabt zusammen mit fast allen Spieler. Jetzt gilt es, den Fokus auf die Bundesliga und den Pokal zu legen“, wird der Keeper von der Nachrichtenagentur dpa zitiert.

News vom 26. März 2019: Vor dem Saisonendspurt mit den letzten acht Bundesligaspielen ist für den FC Bayern und Borussia Dortmund quasi alles auf Null gestellt. Lediglich sieben Tore trennen die Roten von ihrem ärgsten und im Grunde auch einzigen Verfolger. Umso mehr kommt es in den kommenden Wochen auf die bessere Tagesform an - und natürlich auch auf den Kopf, denn in dem spielt sich vor allem in der entscheidenden Phase vieles ab.

Bei den Nationalspielern stellt sich daher die Frage: Wer konnte Selbstvertrauen sammeln? Für wen war die Reise zur Auswahl dagegen ein Reinfall? Wir haben die Bayern-Profis, die ihre Länder vertreten haben, unter die Lupe genommen.

Neuer mit starken Paraden - Süle füllt Rolle als Abwehrchef mit Leben

Trotz der Ausbootung von Mats Hummels, Jerome Boateng und Thomas Müller waren gleich fünf FCB-Kicker mit dem DFB-Team unterwegs. Allesamt unterstrichen sie ihre Bedeutung für die Auswahl bei deren Umbruch. Musste sich Kapitän Manuel Neuer beim 1:1 im Test gegen Serbien noch mit Job-Sharing mit Marc-Andre ter Stegen - sprich einem 45-Minuten-Einsatz samt Gegentor - begnügen, war er beim Start in die EM-Quali ein Garant für den 3:2-Erfolg in den Niederlanden. Der Keeper rettete zweimal bravourös gegen Memphis Depay und nahm seinen Zweiflern damit den Wind aus den Segeln.

Auch Niklas Süle sollte beim DFB-Team eine noch breitere Brust gewonnen haben. Der Ex-Hoffenheimer agierte in beiden Partien über die volle Distanz als neuer Abwehrchef und dürfte als unverzichtbar gelten. Das gilt schon deutlich länger für Joshua Kimmich. Der Bayern-Rechtsverteidiger wurde von Bundestrainer Joachim Löw jeweils ins defensive Mittelfeld beordert, wo er mit nimmermüdem Einsatz und seiner Zweikampfstärke über insgesamt 180 Minuten wichtige Akzente setzte.

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Zwei Garanten für den Sieg: Manuel Neuer (l.) und Joshua Kimmich sind in der DFB-Auswahl gesetzt.

Goretzka, Gnabry und Lewandowski treffen

Leon Goretzka kam gegen Serbien nach 56 Minuten in die Partie und belebte das fortan deutlich flüssigere Offensivspiel deutlich. Zudem gelang dem früheren Schalker der für die Psyche so wichtige Ausgleich. Der Lohn: In Amsterdam stand er in der Startelf, 70 Minuten lang rackerte er als erster Abfangjäger hinter dem Zweiersturm Leroy Sane und Serge Gnabry. Letzterer fehlte gegen die Serben noch erkältet, zeigte gegen die Niederländer aber sein ganzes Können, als er Abwehrstar Virigl van Dijk unnachahmlich umkurvte und brillant zum zwischenzeitlichen 2:0 einschoss. Immerhin 88 Minuten hielt der ehemalige Bremer und Hoffenheimer Profi durch, durfte den Siegtreffer von der Bank aus bejubeln.

Eine blütenweiße Quali-Weste haben auch die Polen, die sich mit 1:0 in Österreich behaupteten und zudem Lettland mit 2:0 bezwangen. Kapitän Robert Lewandowski mischte über 180 Minuten mit. Gegen die Alpenrepublik kam er kaum zur Entfaltung, anders im Heimspiel: Nach mehreren vergeblichen Versuchen brachte der Torjäger seine Farben nach 77 Minuten per Kopfball auf die Siegerstraße. Diesen Torinstinkt benötigen die Roten auch in den kommenden Partien.

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Alaba und Coman verlassen Auswahlteams verletzt

Alles andere als erfolgreich verliefen die ersten Quali-Spiele für David Alaba und seine Österreicher. Beim schon angesprochenen 0:1 gegen Polen vergab der Linksfuß die Last-Minute-Chance zum Ausgleich, beim 2:4 in Israel, das von Ex-Bayern-Profi Andreas Herzog trainiert wird, konnte er seinem Team wegen muskulärer Probleme nicht helfen. Noch ist offen, ob Alaba schon am Samstag in Freiburg auf den Platz zurückkehren kann.

Das hoffen die Bayern auch im Fall von Kingsley Coman. Das Sorgenkind der Roten wurde während des Länderspieltrips zwar einmal mehr zurückgeworfen. Vor dem 4:1 in Moldawien musste der Flügelflitzer das Aufwärmprogramm wegen Rückenproblemen abbrechen. „Er hat sich nicht völlig frei gefühlt“, erklärte Trainer Didier Deschamps. Noch vor dem 4:0 über Island reiste Coman aus dem Quartier ab und zurück nach München. Dort absolvierte er jedoch am Dienstag nahezu das komplette Mannschaftstraining - wie auch sein langzeitverletzter Landsmann Corentin Tolisso.

Kein Einsatz für Frankreich möglich: Kingsley Coman zwickt‘s im Rücken.

James in Fernost im Einsatz - Davies sagt Reise verletzt ab

Den längsten Weg legte James Rodriguez zurück. Kolumbiens Superstar schloss seine Asientour mit einem 1:2 in Südkorea gegen die Gastgeber ab, kam in der Partie nach der Pause beim Stand von 0:1 rein. Zuvor hatte es ein 1:0 über Japan gegeben, dabei blieb der Linksfuß in seinen 87 Einsatzminuten blass. Zumindest lässt sich konstatieren, dass der Filigrantechniker fit ist für die finalen Saisonwochen.

Das sollte auch gelten für Alphonso Davies, der die Einladung Kanadas wegen einer leichten Bänderdehnung im rechten Knie abgesagt hatte. Ohne ihn feierten die Nordamerikaner beim 4:1 über Französisch-Guayana ihren vierten Sieg im vierten Spiel der CONCACAF Nations League Qualifikation. In München bleiben mussten auch Javi Martinez und Thiago, die von Spaniens Nationaltrainer Luis Enrique nicht in den Kader der Iberer berufen worden waren.

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mg

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