Ein Blick in die Vergangenheit

Der Shoppingkalender des FC Bayern - Warten die Bosse deshalb noch auf Transfers? 

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Bei Arjen Robben schlugen Karl-Heinz Rummenigge und der FC Bayern sehr spät zu.

Beim FC Bayern München wartet man auf weitere Neuzugänge. Ein Blick in die Vergangenheit lehrt: Geduld zahlt sich häufig aus.

München – Die Bundesliga gibt zu wenig Geld für Stars aus? Das kann man so nicht sagen. Wirft man einen Blick auf die Zwischenbilanz des Transferfensters, das in Deutschland noch bis zum 2. September offen ist, so fällt einem schnell auf: Nur in Madrid wird mehr Geld ausgegeben als in der Bundesliga.

Direkt hinter Real (303 Mio. Euro) und Atlético Madrid (196 Mio.) erscheinen im Transferranking Borussia Dortmund mit 127,5 Millionen Ausgaben auf Rang drei und die Bayern mit 118 Millionen auf Rang vier – weit vor Clubs wie Juve (40 Mio.), PSG (20 Mio.) oder Liverpool (1,9 Mio.).

Die Kritik am „Transferstau“ beim FC Bayern lässt jedoch darauf schließen, dass die vielen Millionen in den Augen vieler Fans nicht genug sind. Was die meisten dabei vergessen: Der Countdown läuft noch knapp zwei Monate – und der Rekordmeister hat diese Frist zuletzt auch stets bis zur letzten Sekunde ausgereizt, was beim Blick auf die rot-weiße Shoppingliste schnell deutlich wird.

FC Bayern und die Sommertransfers: Rekordmeister schlägt oft spät zu

„Wir werden bis zum Ende der Transferperiode noch einige Transfers tätigen“, hat Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge jüngst angekündigt. Der Blick auf die Stars von gestern bestätigt ihn, eine Vielzahl von ihnen wurde in der jüngeren Bayern-Vergangenheit nämlich erst gegen Ende der Transferperiode verpflichtet. Spätere Stützen wie Arjen Robben (35, kam 2009 für 25 Millionen aus Madrid), Xabi Alonso (37, kam 2014 für neun Millionen aus Madrid) oder Javi Martínez (30, kam 2012 für 40 Mio. aus Bilbao) wurden beispielsweise erst kurz vor Ladenschluss verpflichtet.

„Wir sind in keiner Weise nervös“, hatte Rummenigge weiter erklärt. „Wir, insbesondere Hasan Salihamidzic, arbeiten mit Hochdruck. Aber es hat noch keinen Transfer gegeben, den wir als Dominoeffekt bezeichnen. Wenn es den gibt, werden viele Transfers folgen.“ In diesem Sommer deutet vieles darauf hin, dass das erste Steinchen in Paris fallen könnte – falls der brasilianische Superstar Neymar Paris St. Germain verlässt. Oder ist der Domino-Effekt zwischenzeitlich doch eingetreten - mit Antoine Griezmann?

Transfermarkt bis 2. September geöffnet: FC Bayern braucht Geduld

Dass sich die Geduld lohnt, wurde in den vergangenen Jahren des Öfteren deutlich. Beispiel Robben: 2009 gab Real für Edelfußballer wie Cristiano Ronaldo (34), Kaká (37) & Co. über 250 Millionen Euro aus, weshalb die Königlichen zum Ende des Transfermarkts Einnahmen brauchten – und den Niederländer schließlich abgaben.

Gleichwohl zeichnet die Bayern auch ein Näschen für frühzeitige Transfers aus. Ein Beispiel dafür ist das Jahr 2016, als die sportliche Leitung bereits vor der EM die Deals mit Mats Hummels (30) sowie dem späteren Europameister Renato Sanches (21) eintütete. Auch in diesem Jahr fädelte der FC Bayern die Transfers von Lucas Hernández (23), Benjamin Pavard (23) und Jann-Fiete Arp (19) früh ein – und hat jetzt noch Zeit, um weiter zu shoppen. Gelingt das vielleicht bei Leroy Sané? Die Zeit wird hier allerdings wohl doch ein wenig knapp.

Der FC Bayern will zudem weiter in die Zukunft investieren. Aktuell sollen die Bayern an einem 16-Jährigen Wunderkind aus Irland dran sein. Derweil stellen die Roten ihr neues Auswärtstrikot vor - und werden dafür gelobt.

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