„Darin habe ich meine Aufgabe gesehen...“

Triple-Triumph feiert Jahrestag - So hat Philipp Lahm den FC Bayern zum CL-Sieg geführt

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Philipp Lahm spricht über seine Rolle beim Triple-Triumph 2013

Nach zwei verlorenen Finals durfte Philipp Lahm 2013 endlich den Henkelpott als Kapitän entgegennehmen. Zum Jahrestag erinnert er sich an die Triple-Saison.

München - Er war Kapitän, Leit- und Identifikationsfigur während der erfolgreichsten Zeit des FC Bayern München in der jüngeren Vergangenheit. Der Jahrestag des größten Triumphs, dem Triple-Sieg 2013, jährt sich nun zum sechsten Mal. Das nahm Philipp Lahm jetzt zum Anlass, um noch einmal in Erinnerung zu schwelgen und teilte im Video-Interview auf Twitter mit, wie er den Weg zum Champions-League-Sieg miterlebte, wie er sich fühlte und woher die besondere Motivation kam, den großen Coup unbedingt landen zu wollen. 

„Es war ein unbeschreibliches Gefühl, wieder im Champions-League-Finale zu stehen“, erklärte Lahm. Nach der herben Enttäuschung im Finale Dahoam und dem verpatzten Endspiel 2012 gegen Inter Mailand, sei der Druck „enorm“ gewesen. Ausgerechnet das erste rein deutsche Finale besaß dadurch noch mehr Stellenwert, als es ohnehin gehabt hätte. 

„Energie ist entstanden“: Lahm schwärmt von Javi Martinez und Mario Mandzukic

Lahm lobte den Verein für die Reaktion auf den zweiten Platz im Vorjahr. Gerade die Verpflichtung von Javi Martinez sei eine wahnsinnige Verstärkung gewesen. Auch Mario Mandzukic war als Arbeitstier im Sturm sehr wichtig für die Mannschaft. Das habe zu einem neuen Antrieb innerhalb des Teams geführt: „Es hat so eine Dynamik gegeben, so eine Energie ist entstanden. Jetzt erst recht. Jetzt wollen wir das wirklich noch einmal angehen.“ Der Enttäuschung ist innerhalb kürzester Zeit neue Motivation gewichen, das Finale wieder zu erreichen und es dann auch zu gewinnen. 

Philipp Lahm reckt stolz den Henkelpott in die Höhe.

„Die Energie aufrechterhalten“: So sah Lahm seine Verantwortung als Kapitän

„Ich habe immer versucht, dass die Mannschaft daran glaubt“, so Lahm. Als Leader hielt Lahm dem Team immer das mögliche Finale, den möglichen Triumph vor Augen. Aus einem guten Grund: „Ich wollte einfach die Energie aufrechterhalten.“ Davon habe die Mannschaft gelebt: „Darin habe ich meine Aufgabe gesehen“, beschrieb der heute 35-Jährige seine Rolle. Vor allem die bittere Niederlage gegen den FC Chelsea sei ein enormer Antrieb für ihn gewesen. Die unglückliche Niederlage im Elfmeterschießen habe mit etwas Abstand sehr viel frei gesetzt.

Der Mannschaftserfolg stand über allem: „Das will man immer wieder haben“

Lahm schwärmte in dem Interview weiter von der immens wichtigen Rolle des „Teamspirits“ und seiner Aufgabe, die Mannschaft zu unterstützen und Optimismus zu versprühen, Energie und Leidenschaft auf das Feld zu bringen und jedem einzelnen zu vermitteln. Generell war die Mannschaft aber sowieso super zusammengesetzt gewesen und die Rollen ideal verteilt. Es gab keine Reibereien und kein Gemurre, der Mannschaftserfolg stand über allem und „das will man immer wieder haben“, schwärmte Privatier Lahm von der Triple-Saison.

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