Die FC Bayern Frauen stehen im Achtelfinale der Champions League

Die Frauen des FC Bayern mussten gegen Göteburg zittern bis zum Ende

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Mehr Kampf als Klasse: Gegen Göteburg musste der FC Bayern zum Schluss ganz schön zittern – hier grätscht Jovana Damnjanovic.

Knapp zehn Minuten waren noch zu spielen, als im Stadion am Bayern-Campus das große Zittern begann.

München –  Keine einzige echte Torchance hatten die Fußballerinnen des FC Bayern den Gästen aus Göteborg bis dahin gewährt, ihrerseits hatten die Bayern-Frauen einige gute Torgelegenheiten ausgelassen.

Dann stocherte plötzlich wie aus dem Nichts Stürmerin Rebecka Blomqvist nach einem langen Einwurf den Ball an Torhüterin Laura Benkarth vorbei zur Führung für die Gäste in die Maschen. Nach dem 2:1-Sieg der Bayern im Hinspiel in Schweden hätte nun ein weiterer Treffer der Mannschaft aus Göteborg das frühe Aus für die Bayern im Sechzehntelfinale der Champions League bedeutet.

Und so entwickelte sich eine hektische Schlussphase, in der die scheinbar schon geschlagenen Göteborgerinnen plötzlich nach jedem Ball grätschten und alles nach vorne warfen. Mit vollem Einsatz verteidigten die Bayern-Frauen die knappe 0:1-Niederlage bis zum erlösenden Schlusspfiff, der den Einzug ins Achtelfinale der Königsklasse bedeutete.

„Wir hatten drei, vier Einschussmöglichkeiten. Die müssen wir einfach nutzen. Dann ist früher Ruhe“, sagte Trainer Jens Scheuer: „So haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht. Wir müssen den Anspruch an uns haben, gegen Göteborg zu gewinnen. Da selektieren wir gerade noch ein bisschen, welche Spielerinnen dann auch wirklich Drucksituationen aushalten. Wir haben heute wieder wichtige Erkenntnisse gemacht, dass die eine oder andere Spielerin vielleicht noch nicht mit solchen Situationen umgehen kann. Das war lehrreich für uns, aber wir sind glücklich, dass wir gegen einen so starken Gegner die nächste Runde erreichen konnten.“

Unter den Augen von Bayern-Star Serge Gnabry hatte sich von Beginn an ein umkämpftes Spiel entwickelt, in dem die Bayern-Frauen gegen die kampfstarken Schwedinnen defensiv gut standen, aber im Abschluss die letzte Konsequenz vermissen ließen, was sich kurz vor Schluss beinahe gerächt hätte.

„Ich rette mich jetzt in Floskeln: Mund abputzen, weiter geht’s“, zog Scheuer nach dem Zittersieg sein Fazit.

CHRISTIAN STÜWE

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