Kritik an Bayerns Sportdirektor

Salihamidzic unter Beschuss: Bundesliga-Konkurrenz stößt Brazzos Verhalten übel auf

Hasan Salihamidzic fiebert bei den Spielen des FC Bayern an der Seitenlinie mit.
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Hasan Salihamidzic fiebert bei den Spielen des FC Bayern an der Seitenlinie mit.

Der Bundesliga-Auftakt zwischen dem FC Bayern und der TSG Hoffenheim sorgte für einigen Gesprächsstoff. Auch Sportdirektor Hasan „Brazzo“ Salihamidzic polarisierte dabei. Vor allem Hoffenheims Manager Alexander Rosen und Düsseldorf-Trainer Friedhelm Funkel missfällt dessen Verhalten.

München - Die Verletzung von Kingsley Coman und wieder einmal mehrere fragwürdige Entscheidungen des Videoschiedsrichters: Das Eröffnungsspiel der Bundesliga zwischen dem FC Bayern und der TSG Hoffenheim lieferte ausreichend Stoff für einige Diskussionen. Dabei auch im Mittelpunkt: Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic.

Der Bosnier ist inzwischen dafür bekannt, bei strittigen Situationen von der Bank des Rekordmeisters aufzuspringen und auch gerne mal mit dem Vierten Offiziellen zu diskutieren. Genau das stößt Hoffenheims Manager Alexander Rosen sauer auf: „Ich habe großes Verständnis für alle Trainer, die unter einem enormen Druck stehen und auch für die Vierten Offiziellen, die Vieles abfangen. Aber ich muss jetzt auch mal überdenken, ob ich nicht auch runtergehe und anfange, bei jeder Situation rumzuhampeln. Das regt mich auf“.

Rosen kritisiert Salihamidzic: „Hat nichts mit einer fairen Haltung zu tun“

Im Gegensatz zu Salihamidzic sitzt Rosen bei Spielen der TSG nicht auf der Bank, sondern auf der Stadiontribüne. Das ist den Sportdirektoren in der Bundesliga selbst überlassen. Dortmunds Sportlicher Leiter Michael Zorc sitzt beispielsweise ebenfalls beim Trainerteam und Ersatzspielern direkt am Spielfeld, Manager wie Jörg Schmadtke vom VfL Wolfsburg dagegen oben auf der Tribüne.

Rosen kritisiert „Brazzo“ für fehlende Fairness, will aber weiterhin auf der Tribüne bleiben: „Die Vierten Offiziellen noch zusätzlich unter Druck zu setzen, das hat nichts mit einer fairen Haltung zu tun. Es gab harte Szenen, die wurden dann abgepfiffen und entsprechend geahndet. Aber beim Reingehen Rot zu fordern, das kann irgendwie auch nicht die Stellenbeschreibung sein. Und deswegen bleibe ich doch lieber oben auf der Tribüne.“

Auch Funkel schießt gegen Salihamidzic

Ähnlich wie Alexander Rosen sieht es Düsseldorfs Trainer Friedhelm Funkel. Dem Rekordaufstiegstrainer (sechs Aufstiege von der 2. in die 1. Bundesliga) gefällt Brazzos Auftreten ebenfalls nicht. „Was ich nicht verstehen kann, ist, dass Sportdirektoren an der Linie rumtanzen müssen. Das ist Aufgabe des Trainers. Ein Sportdirektor hat an der Linie nichts zu suchen, oder beim vierten Mann. Der soll sich mit seinen anderen Partnern unterhalten, aber nicht am Spielfeldrand mit den Offiziellen diskutieren“, sagte Funkel am Sonntag im Sport1-Doppelpass.

Funkel schaffte zuletzt mit Fortuna Düsseldorf die Rückkehr ins deutsche Fußball-Oberhaus und verlor am 1. Spieltag 1:2 gegen den FC Augsburg. Am 24. November ist der Aufsteiger zu Gast ist in München. Vielleicht gibt es dann ja wieder Diskussionsbedarf. Eventuell auch direkt zwischen Funkel und Salihamidzic.

tor

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