„Oder auch nicht“

Hummels patzt böse – und macht sich auf Instagram lustig

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Davie Selke von Hertha BSC nutzt den Fehler von Mats Hummels eiskalt aus. 

Der FC Bayern München braucht bei Hertha BSC 120 Minuten, um sich durchzusetzen. Ein Patzer von Hummels machte es noch einmal spannend. Jetzt meldet sich der Nationalspieler zu Wort. 

Update vom 7. Februar 2019: Der Patzer von Mats Hummels machte das Spiel zwischen Hertha BSC und dem FC Bayern im Achtelfinale des DFB-Pokals noch einmal so richtig spannend. Denn mit seiner verunglückten Kopfballrückgabe zu Keeper Sven Ulreich in der 67. Minute brachte Hummels die Berliner aus dem Nichts wieder zurück ins Spiel. Hertha-Stürmer Davie Selke nutzte den Patzer eiskalt, netzte zum 2:2 ein. Die Mannschaften mussten in die Verlängerung, der FC Bayern entschied die Partie im Endeffekt mit 3:2 für sich.

Hummels Teamkollege Niklas Süle hatte bereits nach dem Spiel über diesen Fehler gewitzelt, am Tag danach meldet sich der Nationalspieler nun selbst zu Wort – und zeigt dabei Humor. Bei Instagram postete er eine Spielszene, darauf zu sehen, wie er beschwichtigend die Arme hebt. „Ganz ruhig, ich sehe den Selke schon. Oder auch nicht...“ , schreibt er zu dem Bild. 

Mats Hummels nimmt sich in seiner Instagram-Story selbst auf den Arm.

Hätte Hummels die Szene unter Kontrolle gehabt, wäre das Spiel wahrscheinlich nach 90 Minuten beendet gewesen. Hummels selbst sagte zu der Szene: „Wenn mir das Ding nicht passiert, gehen wir früher und souveräner vom Platz. Das 2:2 war ein großer Fehler, da müssen wir nicht rumreden. Ich wollte zum Tor zurückköpfen.“ Am Ende ging ja noch alles gut und Hummels kann offenbar selbst über den Patzer lachen. 

FC Bayern zwingt Hertha in die Knie: Die Stimmen zum Spiel

Berlin - Der FC Bayern hat sich beim späten Sieg in Berlin arg gemüht, doch am Ende hat es für das Viertelfinale gereicht. Wir haben die Stimmen gesammelt.

Niko Kovac (Trainer FC Bayern München) über

... das Spiel: „Es war ein hartes Stück Arbeit. Keiner wünscht sich 120 Minuten. Es ist so gekommen wie im Bundesliga-Spiel. Hertha hat dreimal aufs Tor geschossen und zweimal getroffen.“

... die Gegentore: „Beim ersten Tor hätte es Elfmeter für uns geben müssen. Das zweite Tor für Hertha legen wir selber auf. Das müssen wir uns ankreiden lassen.“

... Gnabrys 1:1: „Das 1:1 macht Gnabry sensationell und perfekt. James hat heute auch sehr gut gespielt.“

... Hummels‘ Fehler: „Das passiert. Mats hatte dort den Sven im Augenwinkel gesehen. Er will ihn hinter spielen, aber da hat die Kommunikation nicht gepasst. Da bringen wir uns selbst fast um ein gutes Spiel.“

... Robert Lewandowski: „Es ist nicht einfach, wenn Hertha mit neun bis zehn Mann verteidigt. Er hat ein Tor vorbereitet und eines mit vorbereitet. Ich bin mit seiner Leistung sehr zufrieden.“

... die Außenpositionen: „Wir haben fünf außergewöhnlich gute Außenspieler. Da habe ich die Qual der Wahl. Auch Franck Ribéry hat das nach seiner Verletzung jetzt sehr gut gemacht.“

... seine vielen Diskussionen mit den Unparteiischen: „Die Schiedsrichter versuchen, das Beste zu geben, genauso wie die Trainer. Der vierte Offizielle und ich hatten Kommunikation auf hohem Niveau.

... die nächsten Spiele: „Der Sieg war sehr wichtig. Es ist nicht ratsam, in München nach einer Niederlage nicht zu gewinnen. Jetzt sind wir weiter in der Verlosung. Jetzt haben wir ein schweres Spiel gegen Schalke.

... die vielen Gegentore nach groben Fehlern: „Wir müssen unsere Fehler abstellen. Wir machen zu viele billige Fehler. Da kann man einige rauspicken. Wenn wir nicht immer zwei oder drei Gegentore kassieren, gewinnen wir auch mal leichter unsere Spiele.“

Niklas Süle (FC Bayern München) über

... das Spiel: „Wir waren die klar bessere Mannschaft. Wir haben uns schnell einen eingefangen aber dann klar dominiert. Hertha hat keine andere Torchance mehr gehabt und viele lange Bälle geschlagen. Es war ein hartes Stück Arbeit. Wir haben die Verlängerung gut angenommen, wollen wieder hierher kommen ins Finale.“

... Hummels‘ Fehler: „Im Fußball passieren Fehler. Das ist leider so - oder gottseidank. Sonst wäre es ja langweilig. Wir helfen uns gegenseitig und sind ein eingeschworener Haufen.“

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Serge Gnabry (FC Bayern München) über

... das Spiel: „Die Freude über das Weiterkommen überwiegt. Die Hertha hat bis zur letzten Minute gekämpft. Wir sind stolz, weiter zu sein. Es war ein Sieg des Willens. Wir lagen so schnell zurück und haben das Spiel gedreht.“

... Hummels‘ Fehler: „Wir hatten das Spiel dann in der Hand, dann so einen Treffer bekommen ist natürlich nicht gut. Das Gegentor war richtig unnötig. Das war aus dem Nichts. Mats hat nach vorne richtig viel bewegt.“

Pal Dardai (Trainer Hertha BSC) über

... das Spiel: „Der Matchwinner war Ribéry. Das ist schwierig zu verteidigen. Das Gegentor haben wir naiv verteidigt. Fünf Spieler stehen da bei uns im Tor. Die Mannschaft hat gut gekämpft, ich bin stolz. Wir müssen nach dem 1:0 kompakter stehen. Wir haben gegen gute Bayern verloren.“

... seine Wechsel: „Mit den Wechseln wollten wir mehr Schnelligkeit. Wir hätten mehr Ballbesitz gebraucht. Die Jungs haben aber gut gekämpft.“

Davie Selke (Hertha BSC) über

... das Spiel: „Die Bayern waren sehr dominant. Wir mussten unsere Torchancen nutzen. Schade, dass es nicht gereicht hat am Ende. Es war für uns sehr anstrengend. Gegen die Bayern brauchst du für einen Sieg einen perfekten Tag.“

Thomas Hitzlsperger (TV-Experte ARD):

... das Siegtor: „Coman ist mir bisher nicht durch gutes Kopfballspiel aufgefallen, es ist mir ein Rätsel, wie er das gegen drei Herthaner geschafft hat.“

... Robert Lewandowski: „Lewandowski war arg unauffällig. Doch das Tor von Coman hat er gut vorbereitet.“

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