Herbert Hainer mit Klartext

JHV des FC Bayern: Nach wenigen Minuten gibt es deutliche Worte über Kimmich

Bei der Jahreshauptversammlung des FC Bayern kommt Präsident Hainer nicht umher, um über den ungeimpften Kimmich zu sprechen. Er hat eine klare Botschaft.

Update vom 25. November, 21.45 Uhr: Auch Bayern-Boss Oliver Kahn äußert sich in seinem Bericht zur Impfsituation beim FC Bayern. „Wir leisten jeden Tag Überzeugungsarbeit – bei unseren Mitarbeitern, bei unseren Spielern“, erklärt er. Warum sich nicht alle impfen lassen, fragt sich der Titan dann selbst. Seine Antwort: „Es gibt keine Impfpflicht in Deutschland. Wir akzeptieren eine freie Entscheidung!“ Joshua Kimmich sei ein verantwortungsvoller Spieler, der alles für den Club und für die Mannschaft gibt.

Mehr hat Kahn zum Thema nicht zu vermelden. Eins bleibt aber eins festzuhalten: Was für die öffentliche Impfdebatte um die Bayern-Stars gilt, das gilt auch für Kahns Ansage. Alles dreht sich nur um Kimmich, während die anderen ausgeklammert werden. Auch Kahn nennt in seinem Bericht nur den Namen Kimmich stellvertretend für alle ungeimpften Bayern-Stars.

FC Bayern: Jahreshauptversammlung: Herbert Hainer spricht Klartext in der Causa Kimmich

Erstmeldung vom 25. November: München - Eine knappe halbe Stunde hat es gedauert, bis auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern München das erste Mal der Name Joshua Kimmich gefallen ist. Schon beim ersten Tagesordnungspunkt kommt FCB-Präsident Herbert Hainer auf den ungeimpften Mittelfeld-Star zu sprechen, der sich kürzlich mit dem Coronavirus infiziert hat.

Corona beschäftige den Klub noch immer sehr, erklärte Hainer, als er seinen Bericht über die vergangenen beiden Geschäftsjahre begann. Der Verein sehe in der Impfung den besten Weg, wieder ein normales Leben führen zu können. Es werde mit den Spielern gesprochen, sagte der 67-Jährige, der damit natürlich auf die ungeimpften Bayern-Stars um Joshua Kimmich anspielte.

FC Bayern Jahreshauptversammlung: „Es ist nicht richtig, Kimmich an den Pranger zu stellen“

Dann fand der FCB-Präsident deutliche Worte: „Es ist nicht richtig, unsere Spieler und unseren Josua Kimmich an den Pranger zu stellen“, mahnte Hainer und machte klar: „Wir stehen hinter unseren Spielern“. Damit kritisiert er die Art und Weise, wie insbesondere Kimmich im öffentlichen Kreuzfeuer steht.

Schon seit Wochen wird über Kimmich als einen der prominentesten Impfskeptiker Deutschlands berichtet. Er bekannte sich als erster der einst fünf ungeimpften Bayern-Stars zu seinem Pieks-Status. Erst die Corona-Infektion von Niklas Süle bei der Nationalmannschaft machte deutlich, wer beim FC Bayern ebenfalls nicht geimpft ist/war: Serge Gnabry, Jamal Musiala, Eric Maxim Choupo-Moting und Michaël Cuisance.

Corona-Ausbrüche kurz vor der FC Bayern Jahreshauptversammlung - Häme für Kimmich

Gnabry und Musiala sollen mittlerweile geimpft sein – und auch bei Jo Kimmich und Cuisance soll der Zeiger in Richtung Impfung ausschlagen, hieß es Anfang der Woche. Doch dann überschlugen sich die Corona-Meldungen beim Rekordmeister erneut, als erst Choupo-Moting und dann Kimmich positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Gerade Kimmich schlug bei Twitter sofort Häme entgegen. (jo)

Rubriklistenbild: © Sven Simon/imago

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