Pikante Aussagen aus München

FC Bayern: Watscht Rummenigge hier Alaba ab? „Wenn ein Profi mit 19,5 Millionen nicht zufrieden ist ...“

Hört am 1. Juli als Vorstandsboss des FC Bayern auf: Karl-Heinz Rummenigge.
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Hört am 1. Juli als Vorstandsboss des FC Bayern auf: Karl-Heinz Rummenigge.

Karl-Heinz Rummenigge kritisiert in einem Interview den „Turbokapitalismus im Fußball“. Und der Noch-Boss des FC Bayern richtet offenbar eine Botschaft an David Alaba.

München - Karl-Heinz Rummenigge hört beim FC Bayern München zum 1. Juli auf. Der Noch-Vorstandsboss verlässt den Bundesliga-Giganten damit ein halbes Jahr früher als ursprünglich geplant. Und nicht nur das: Der langjährige Chef des deutschen Fußball-Rekordmeisters hat nun ein denkwürdiges Interview gegeben.

So sprach der 65-Jährige mit dem Fachmagazin „Kicker“ über den ausufernden Transfermarkt, die Bindung zu den Fans und einen polarisierenden Gehalts-Poker beim FC Bayern. Die Rede ist von David Alaba, der die Säbener Straße in München ebenfalls zum 1. Juli verlässt - in Richtung Real Madrid.

Karl-Heinz Rummenigge: Vorstandsboss des FC Bayern kritisiert „Dämon namens Transfermarkt“

„In erster Linie haben wir alle einen Dämon namens Transfermarkt gefüttert“, sagte Rummenigge und meinte: „Die Frage ist ja: Steuern wir das Schiff nicht schon lange in einen Orkan, den wir nicht mehr kontrollieren können? Die südeuropäischen Klubs funken jetzt schon SOS. Es gibt auch deutsche Vereine, die aktuell von der Hand in den Mund leben. Von den unteren Ligen ganz zu schweigen. Wir müssen seriös und fundiert über Gehaltsobergrenzen und die Deckelung der Beraterhonorare sprechen.“

Insbesondere Spielerberater Pini Zahavi hatte die Bosse des FC Bayern in den vergangenen Monaten in der Personalie David Alaba beschäftigt - und wurde aus der bayerischen Landeshauptstadt teils scharf kritisiert. „Sicher, es gab Zeiten, da hatte die ganze Welt nur das Schneller-Höher-Weiter im Blick. Der Turbokapitalismus im Fußball macht auch mir zwischenzeitlich große Sorgen, denn er lässt die Fans zu sehr außer Acht“, sagte Rummenigge weiter und meinte dann, vermutlich in Richtung Alaba: „Ich glaube, sehr wenige Menschen haben in dieser existenziellen Krise Verständnis, wenn ein Fußballprofi schon 15 Millionen im Jahr verdient und dann mit 19,5 Millionen nicht zufrieden ist ...“

Karl-Heinz Rummenigge vom FC Bayern: Seitenhieb gegen David Alaba?

Der Nachfrage des „Kicker“, ob Alaba gemeint sei, wich er aus, meinte stattdessen: „Wir müssen generell eine Balance finden zwischen der Basis und der wirtschaftlichen Komponente, dürfen den Fußballfan nicht vergessen, nur weil er jetzt ein Jahr nicht im Stadion war. Fußball hatte immer ein verbindendes Element.“ (pm)

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