Trainer in der Kritik?

Kovac-Debatte - Effenberg: „Dann zweifle ich am Verstand der Vereinsführung“

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Stefan Effenberg sieht den Umgang mit Niko Kovac kritisch.

Die Personalie Niko Kovac wird beim FC Bayern immer wieder thematisiert - was auch am Verhalten der FCB-Chefetage liegt. Stefan Effenberg kritisiert den Umgang mit dem Bayern-Coach.

Update vom 21. Mai, 13.05 Uhr: Für Stefan Effenberg ist Niko Kovac schon jetzt „der Trainer der Saison“. In seiner Kolumne auf t-online.de erklärte der frühere Kapitän des FC Bayern: „Niko Kovac musste bei Bayern den Umbruch einleiten, die Langzeitverletzten ersetzen und Robben und Ribéry vermitteln, dass sie nicht mehr Stammspieler sind. Das hat er in Perfektion geschafft und am Ende die Meisterschaft geholt.“

Auch die Fan-Sprechchöre für den Trainer greift Effenberg auf, diese seien „mit Sicherheit Balsam auf seiner Seele“ gewesen. Dazu schrieb der 50-Jährige weiter: „Ich bin mir sicher, dass das, was am Wochenende passiert ist, ganz entscheidend war für die Zukunft von Niko Kovac. Die Verantwortlichen haben das natürlich mitbekommen. Sie haben auch das Banner gesehen, auf dem stand, dass wirklich alle an ihrer Leistung gemessen werden müssen - nicht nur Kovac.“

Davon könnten sich auch Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge nicht freimachen: „Wenn sie das ignorieren, zweifle ich am Verstand der Vereinsführung.“

Update vom 21. Mai, 12.45 Uhr: Vor dem Pokalfinale äußert sich Leipzigs Trainer Ralf Rangnick mit klaren Worten zum Umgang mit seinem Münchner Kollegen Niko Kovac. „Ich halte es für absolut respektlos, wenn man bei einem Trainer, der dort sein erstes Jahr absolviert und vorher sehr erfolgreich bei Eintracht Frankfurt gearbeitet und der jetzt die Chance auf zwei Titel hat, darüber spekuliert, ob er überhaupt bleibt oder von einem anderen ersetzt wird“, sagte der 60-Jährige im Interview mit dem sid.

Zu den Gerüchten, er würde beim FC Bayern als Nachfolger des Kroaten gehandelt, entgegnete Rangnick: „Es kann gar keine Anfrage gegeben haben, weil ich keine zugelassen hätte. Das war für mich überhaupt kein Thema.“

Update vom 19. Mai: Die gewonnenen Meisterschaft samt der klaren Positionierung der Bayern-Fans pro Kovac hat vorübergehend etwas Wind aus der Debatte um den Bayern-Trainer genommen. Die Bosse halten sich zwar weiterhin bedeckt, doch der Coach selbst zeigt sich zuversichtlich, auch im kommenden Jahr an der Seitenlinie der Münchner das Sagen zu haben. In den vergangenen Wochen sah sich der Kroate teils heftiger Kritik auseinandergesetzt, die auch durch das Verhalten der Chefetage befeuert wurde. 

Stefan Effenberg hält die vielen Diskussionen für kontraproduktiv, der Ex-Bayern-Spieler kritisierte die Bosse am Sonntag in der Sport1-Fußballtalkshow „Doppelpass“ und attestierte seinem ehemaligen Mitspieler einen guten Trainerjob - trotz oder besser gesagt vor allem wegen der schwierigen Situation, in der sich der Verein aktuell befindet: „Die Entscheidungen treffen natürlich die Verantwortlichen. Um die ganzen Umstände kann ich nicht nachvollziehen, dass so viel diskutiert wird. Es waren schwierige Umstände mit den Verletzungen, das musst du erstmal gebacken kriegen, das war richtig gut." 

Darüber hinaus mahnte der Fußballer des Jahres von 2001, dass die ständigen Diskussionen nicht spurlos an Kovac vorbei gehen würden: „Welche Fässer bei Kovac aufgemacht werden, kann ich nicht verstehen, der Mann leidet, das sieht man."

Kovac in der Kritik? Bobic über den Coach: „Da ging es ihm wirklich nicht gut, das habe ich gemerkt“

Update vom 16. Mai 2019: Fredi Bobic ist der Macher von Eintracht Frankfurt. Er holte Niko Kovac und mit ihm zusammen den DFB-Pokal. Nach dem Abgang des Trainers hat der Sportdirektor von Eintracht Frankfurt mit Adi Hütter den besten Nachfolger geholt. Die so oft kritisierten Frankfurter schafften es ins Halbfinale der Europa-League und sind immer noch in der Lage, die Champions-League-Qualifikation zu schaffen. 

Nun hat Bobic im Sportmagazin Kicker über seinen ehemaligen Schützling geredet. Kovac steht in der Kritik, wird aber von vielen Experten in Schutz genommen. Auch Bobic schlägt sich auf die Seite des Bayern-Coaches. „Niko macht auf mich einen ganz klaren Eindruck, er hat sich in der schwierigen Phase des Herbstes freigeschwommen. Da ging es ihm wirklich nicht gut, das habe ich gemerkt“, sagt der Verantwortliche der Eintracht.

„Sollte er am Ende das Double gewinnen, hat er auch geliefert, und das in einer sehr schwierigen Zeit. Größte Hochachtung, wie er sich herausgekämpft hat. Niko ist ein sehr guter Trainer“, sagt Bobic. 

Und die Eintracht, das Monster, das Kovac selbst erschaffen hat und das von Adi Hütter verfeinert wurde, könnte dem Trainer selbst den Job kosten. Sollte nämlich Frankfurt am letzten Spieltag in München gewinnen, wäre Dortmund mit einem Sieg gegen Gladbach deutscher Meister. 

Zweifel an Kovac? Ex-FCB-Star offenbar im Visier des Rekordmeisters

Update vom 15. Mai 2019, 12.30 Uhr: Der Nächste, bitte! In der Haut von Niko Kovac möchte man aktuell wohl nicht stecken. Ständig werden potenzielle Nachfolge-Kandidaten gehandelt. Dabei ist die Premieren-Saison des FCB-Trainers gewiss kein Reinfall. Dennoch soll aufseiten der FCB-Bosse Skepsis herrschen, ob der Kroate wirklich die richtige Lösung für die Zukunft ist. Auf der Suche nach möglichen Alternativen soll der Rekordmeister in den Niederlanden fündig geworden sein, wie die SportBild berichtet.

Demnach soll Mark van Bommel im Fokus der Münchener stehen. Im Moment ist der ehemalige „aggressive Leader“ bei PSV Eindhoven als Trainer angestellt. Dort leistet der 42-Jährige beachtliche Arbeit. Erst vergangenes Wochenende musste sich seine Mannschaft im Kopf-an-Kopf-Rennen um den Meistertitel Ajax Amsterdam geschlagen gegeben. Der Trainer-Novize soll innerhalb seiner Mannschaft äußerst beliebt sein, da er sehr kommunikativ arbeite. 

Inwiefern der FC Bayern tatsächlich an dessen Diensten interessiert ist, steht allerdings zur Debatte. Schließlich wird der Rekordmeister derzeit mit zahlreichen Namen in Verbindung gebracht. Allerdings sehen sich die Münchener, wenn konkretes Interesse besteht, großer Konkurrenz ausgesetzt. Denn van Bommel soll beim AC Mailand ebenfalls im Gespräch sein. 

Kovac-Kritik beim FC Bayern: Effenberg teilt gegen Bosse aus - „es ist traurig, dass...“

Update vom 14. Mai 2019, 13.02 Uhr: Es geht über die volle Distanz. Nach Jahren der Bayern-Dominanz kommt es in dieser Spielzeit wieder zu einem ganz großen Showdown: Die Meisterschaft entscheidet sich erst am letzten Spieltag. Die Bayern sind in der Pole Position, der Vorsprung auf Borussia Dortmund beträgt zwei Punkte.

Mit ein wenig Schützenhilfe von Borussia Mönchengladbach braucht der Rekordmeister zuhause gegen Eintracht Frankfurt nicht einmal einen Sieg, um Meister zu werden. Egal wie - die Bayern wollen am Samstag den ersten Schritt in Richtung Double machen. Obwohl noch zwei Titel möglich sind, ist Trainer Niko Kovac weiterhin nicht unumstritten. Nun äußerte sich Stefan Effenberg zur Diskussion.

Immer noch kein Bekenntnis - Effenberg verärgert

Der ehemalige Bayern-Kapitän wetterte in seiner Kolumne auf t-online.de gegen die Führungsriege: „Wie soll das mit Niko Kovac als Trainer in Zukunft funktionieren, nachdem sich die Verantwortlichen immer noch nicht zu einem Bekenntnis haben durchringen können? Wie soll ein Trainer, der nicht das volle Vertrauen bekommt, einen Umbruch mitgestalten? Das ist doch unmöglich“, schreibt Effenberg. Die Bayern hätten ein Fass aufgemacht, das sie gar nicht mehr schließen können. Außerdem ist es für den 50-Jährigen ein Rätsel, wie Sportdirektor Hasan Salihamidzic der Saison im Fall der Meisterschaft die Note 2+ geben könne. 

Effenberg wirbt für Kovac und führt die Voraussetzungen an, unter denen der Coach in dieser Saison arbeiten musste. Der Umbruch, die Verletzungen, dazu der Abgang von Sandro Wagner als einziger Backup für Robert Lewandowski - „da will ich mal einen anderen Trainer sehen, der unter diesen Bedingungen neun Punkte in der Bundesliga aufholt und die Mannschaft ins Pokalfinale führt. Und auch das Gejammer rund um das Aus in der Champions League müssen wir relativieren. Bayern ist gegen Liverpool rausgeflogen, hat dabei aber in Liverpool im Hinspiel kein Gegentor bekommen“, so Effenberg. 

Keine Jobgarantie: Auch für andere Positionen?

Die Kritik rund um Kovac kann der ehemalige Nationalspieler daher nicht nachvollziehen. „Wenn sie Vierter wären, um die Champions-League-Quali kämpfen würden und im Pokal raus wären, könnte ich vielleicht nachvollziehen, dass es Diskussionen gibt. So aber nicht.“ Effenberg kennt Kovac noch aus seinen aktiven Zeiten, er sei ein „Kämpfer“. Deshalb werde er seinen Job auch nicht hinwerfen. Effenberg fordert nun von den Bossen endlich ein klares Bekenntnis. „Der Verein sollte sich endlich zu einhundert Prozent zu Kovac bekennen. Das kann doch nicht so schwer sein. Es ist traurig, dass sie das bisher nicht geschafft haben.“

Außerdem hofft Effenberg darauf, dass Rummenigges Aussage mit einer nicht vorhandenen Jobgarantie auch auf anderen Ebenen gilt: „Mir persönlich wäre wichtig, dass die Aussagen von Rummenigge nicht nur für den Trainer gelten, sondern auch für die Vereinsspitze: Dass es keine Jobgarantie für niemanden gibt und jeder am Erfolg gemessen wird. Die Verantwortlichen sind immer in einer komfortablen Situation. Sie können den Daumen heben oder senken und die Schuld auf den Trainer scheiben.“ 

Trainer-Debatte um Kovac wird immer absurder: Marcel Reif legt nach

Update vom 14. Mai 2019, 6.35 Uhr: In der Trainerdebatte um Niko Kovac legt nun auch Marcel Reif nach. In seiner Kolumne auf Sport1 schreibt er: „Wenn du einen Trainer holst, machst du dir Gedanken. Entweder holst du einen Feuerwehrmann, aber den brauchten sie nun wirklich nicht. Oder du holst einen Trainer, von dem sie wissen und überzeugt sind, dass er das neue Bayern bauen kann. Ich habe den Eindruck, Karl-Heinz Rummenigge traut das Niko Kovac nicht zu.“ 

Wenn Rummenigge überzeugt sei und der Ansicht sei, Bayern sei kein Ausbildungsverein für einen jungen Trainer, dann darf man in so ein Jahr nicht reingehen: „Aber sie sind reingegangen mit einem jungen, neuen Sportdirektor und einem neuen, jungen Trainer. Und tun von außen alles, um die Dinge kompliziert zu machen - unter anderem mit einer absurden Pressekonferenz und dem permanenten Geraune.“

Trainer-Debatte wird immer absurder: Jetzt wird Kovac sogar der Rücktritt empfohlen

Update vom 13. Mai 2019: Beim Doppelpass auf Sport1 und bei Sky nehmen viele Experten und ehemalige Weggefährten Kovac in Schutz, auch die Presse stellt seine Leistungen heraus und übt eher Kritik an seinen Vorgesetzten. Wir haben für sie die Pressestimmen zusammengefasst:

Sport1-Bayern-Chefreporter, Florian Plettenberg, rät Kovac freiwillig zu gehen, bevor er dazu gezwungen wird: „Die Bayern haben (mal wieder) eine Trainerdiskussion - und sie ist (mal wieder) hausgemacht! Grund: Fast zeitgleich zu Hoeneß trat Karl-Heinz Rummenigge (mal wieder) aus freien Stücken vor die Kamera, um (mal wieder) nicht versprechen zu können, dass Kovac auch in der kommenden Saison Trainer des FC Bayern sei. Der Vorstandsboss betonte, nichts von Job-Garantien zu halten. Er wolle stattdessen die "Spannung hochhalten" und verwies lediglich auf die bis 2021 andauernde Vertragsdauer des Trainers. Spätestens jetzt sollte sich Kovac selbst Gedanken zu seiner Zukunft machen! (...) Kovac hat in seiner Debütsaison vielen Widerständen getrotzt und kann noch immer das Double holen.

Er hätte es verdient, die letzten zwei entscheidenden Wochen der Saison mit maximaler Unterstützung oder Ruhe angehen zu können. Er hat es wiederum nicht verdient, derart geschwächt und in Frage gestellt zu werden.(...) Kovac sollte nach dem Pokalfinale daher über einen Rücktritt nachdenken und seinen Bossen zuvorkommen – auch, wenn dies seinem Naturell des Kämpfers widerspräche. Kovac würde dennoch erhobenen Hauptes gehen. Vielleicht sogar mit dem Double.“

FOCUS Online-Gastautor Pit Gottschalk schreibt: „Der FC Bayern spielt eine bockstarke Rückrunde, holte 39 Punkte aus 16 Spielen und hat die Meisterschaft in der eigenen Hand. Und trotzdem sägt die Chefetage am Stuhl von Niko Kovac. Wie der Rekordmeister mit seinem Trainer umgeht, ist schlichtweg unwürdig und unfair. (...) Im Machtgeplänkel zwischen Rummenigge (Vertrag bis 2021) und Hoeneß (Wiederwahl im November offen) geht völlig unter, dass Kovac die letzten Prozente aus einer satten Truppe geholt hat. Wozu sie in der Lage ist, zeigte sie in großen Spielen (5:0 gegen Dortmund). 

Was ihr zu schaffen macht, in kleinen (1:1 in Nürnberg). Ein Trainer ist nicht für alles verantwortlich. Die Ursache für die Zwietracht ist darin zu suchen, dass Rummenigge vor Saisonende einen anderen Trainer wollte; angeblich Thomas Tuchel. Hoeneß setzte sich, vielleicht aus der Not geboren, mit seinem Wunschkandidaten Kovac durch. Der ist jetzt zum Spielball in der Chefetage geworden. Schützen kann ihn Hoeneß nur, wenn Niko Kovac Titel einbringt. Jetzt am Samstag.“

Erstmeldung: Experten auf Sky und Sport 1 kritisieren Rummenigge scharf und stellen sich hinter Kovac

München - In der sonntäglichen Doppelpass-Runde auf Sport1 und auf Sky bei Jörg Wontorra haben die Experten über Niko Kovac und seine Zeit beim FC Bayern München geredet. Derweil wurde er von den Experten in Schutz genommen und hauptsächlich die Verantwortlichen kritisiert. Auch schon am Samstagabend hat Hasan Salihamidzic im ZDF-Sportstudio die Diskussion neu entfacht.

Bundesliga-Legende Heribert Bruchhagen, der ehemaliger Sky-Kommentator Marcel Reif, Ex-Coach vom 1. FC Köln und Borussia Dortmund Peter Stöger und Ex-Bayern-Spieler Christian Ziege haben sich bei Sport 1 hinter den Coach gestellt. Patrick Owomoyela und Friedhelm Funkel haben Niko Kovac auf Sky ein gutes Zeugnis ausgestellt. 

Christian Ziege über Niko Kovac: „Niko macht einen überragenden Job“

„Sie sind toll gestartet. Mit unserem Spiel, dem 3:3, ist es gekippt. Doch wie er das in den Griff bekommen hat. Er ist von der Rotation abgewichen. Da kann ich als erfahrener Trainer nur den Hut ziehen. Wie er den Neun-Punkte-Rückstand aufgeholt hat. Er hat eine fantastische Rückrunde gespielt. Das ist einfach toll. Gegen Liverpool kann man ausscheiden. Nur das ‚Wie‘ im Rückspiel kannst du hinterfragen“, lobt Friedhelm  Funkel, Trainer von Fortuna Düsseldorf, bei Sky die Arbeit von Niko Kovac. 

Ex-Bayern-Spieler Christian Ziege brach auch die Lanze für den Trainer. „Niko macht einen überragenden Job“ und gibt einen Seitenhieb in Richtung Führungsetage: „Ich kann ihm bis Saisonende den Rücken stärken. Man braucht nicht ein Fass aufmachen, das nicht nötig ist. Wenn du sagst: ‚Punkt, Ende. Niko Kovac ist Trainer‘, dann passieren solche Situationen wie im ZDF-Sportstudio nicht“, so Ziege. 

Heribert Bruchhagen: „Was hat Kalle denn gesagt? Wenn beim FC Bayern die Ergebnisse nicht stimmen ...“

Heribert Bruchhagen stört sich an etwas anderem. Karl-Heinz Rummenigge tätigte nach Schlusspfiff die Aussage: „Ich bin kein Freund der Garantien und am Ende des Tages die Spieler und den Trainer nur zu loben. Das wird auch mit Bequemlichkeit bezahlt und das ist bei Bayern München nicht der richtige Weg“. Er wolle alles hinterfragen. In diese Kerbe haut Bruchhagen. „Kalle ist Vorsitzender, der hat den Trainer geholt und wird dann ausgetauscht. Ich habe es so verstanden, dass er sich selbst austauscht“, sagte Bruchhagen süffisant und erklärte seine Aussage: „Was hat Kalle denn gesagt? Wenn beim FC Bayern die Ergebnisse nicht stimmen, dann wird alles hinterfragt. Er kann sich nur selbst kritisch hinterfragen.“

Auch Reif legt nach. „Rummenigge ist sich am wenigsten sicher, dass Kovac die neuen Bayern bauen kann. Ein großer Klub macht sich klein“, so der Experte. Vor allem die klare Kommunikation wird vermisst. „Was mir aufstößt, ist das Geraune. Es gibt keine klaren Ansagen wie: Wenn wir nicht Meister werden, dann ...“, sagt der ehemalige Sky-Kommentator. Peter Stöger, der Ex-Trainer vom 1. FC Köln und Borussia Dortmund, hat sich kritisch zum Umgang mit dem Trainer geäußert. „Wenn sie es Kovac schwerer machen wollen, Meister zu werden, dann haben sie es geschafft. Es ist Bayern-Style. Vielleicht ist es nötig. Für Niko ist das kontraproduktiv und unangenehm zu arbeiten“, so Stöger. 

Bruchhagen legt nach: „Ich hätte von ihm erwartet, dass er Kovac unterstützt“

Bruchhagen führt noch einen Gedanken aus und kritisiert die Führungsriege, dass sie Kovac nicht genug Zeit geben würden. Vor allem in Hinsicht darauf, dass Rummenigge laut Bruchhagen auch Zeit für die eigene Entwicklung gehabt hätte. „Ich habe den 13, 14, 15-jährigen Rummenigge kennengelernt, weil ich mit dem Bruder zusammengespielt habe. Er hat sich entwickelt, Sprachen gelernt, ist Bayern-Boss geworden, Chef der ECA (Anm. d. Red.: European Club Association) und hat die Chance bekommen sich zu entwickeln. Ich hätte von ihm erwartet, dass er Kovac unterstützt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Rummenigge bei der Trainersuche gegen Kovac war. Er war vielleicht nicht begeistert, aber er hat der Entscheidung zugestimmt.“

Auch Patrick Owomoyela bezeichnet bei Sky die Saison von Kovac als „riesen Leistung“, weil er mit Themen wie den Abschied von Arjen Robben und Franck Ribéry sowie mit James Rodriguez zurechtkommen musste. Bayern hätte die Chance, das Double zu holen, so der Ex-BVB-Spieler. „Welche Konsequenz hätte es, wenn die Bayern eine klare Ansage machen würden? Wenn du nur Meister wirst, dann kannst du gehen. Wenn du das Double holst, dann kannst du bleiben. Es ist ein schwieriges Thema“, so Owomoyela über die Situation in München. 

Es gab schon Spekulationen, dass sich Hasan Salihamidzic in der spanischen Hauptstadt mit Trainer Julen Lopetegui getroffen haben soll. Der Bayern-Sportdirektor hat über dieses Gerücht geredet. 

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ank

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