Personalsorgen beim FC Bayern

Verletzt, Quarantäne, infiziert: Nagelsmann gibt Einblick ins Lazarett

Beim FC Bayern vergeht kaum ein Tag ohne Verletzte oder Corona-News. Julian Nagelsmann behält den Überblick und schaut schon auf das Spiel gegen Borussia Dortmund.

München - Während der FC Bayern mit einem 2:1-Champions-League-Sieg im Gepäck am Vormittag von Kiew aus in westliche Richtung flog, spielten sich an der heimischen Säbener Straße erfreuliche Szenen ab: Das Verteidiger-Duo Niklas Süle (26) und Josip Stanisic (21) trainierte nach überstandener Corona-Erkrankung erstmals wieder auf dem Rasen. Beide dürften für das anstehende Bundesliga-Spiel gegen Arminia Bielefeld am Samstag (ab 18.30 Uhr bei uns im Live-Ticker) eine ernsthafte Kader-Option sein.

Anders die beiden Impf-Zauderer Joshua Kimmich (26) und Eric Maxim Choupo-Moting (32). Das Duo hat sich ebenfalls mit dem Coronavirus infiziert. Laut Bild ebenfalls positiv: Torwarttrainer Toni Tapalovic.

Nagelsmann gibt bei Hernandez und Nianzou leichte Entwarnung

Der deutsche Rekordmeister geht nicht nur wegen Corona weiter am Stock - er musste auch den Königsklassen-Sieg in der Ukraine teuer bezahlen: Sowohl Lucas Hernandez (25) als auch Abwehr-Talent Tanguy Nianzou (19) mussten verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Droht den beiden Franzosen gar ein längerer Ausfall? Unmittelbar nach der Partie gab Bayern-Trainer Julian Nagelsmann (34) leichte Entwarnung: „Wir wollten einfach nix riskieren.“

Hernandez plagte sich laut Nagelsmann mit Oberschenkelproblemen, Nianzou sei „auf die Schulter gefallen, hatte Schmerzen. Es könnte etwas mit der Bizepssehne sein, wir werden ihn untersuchen und dann schauen.“ Auch der Einsatz von Marcel Sabitzer (27/muskuläre Probleme) wackelt.

Nagelsmann freut sich über Impf-News von Gnabry und Musiala

Ebenfalls fehlen werden gegen Bielefeld Serge Gnabry (26), Jamal Musiala (18) und Michael Cuisance (22). Das Trio befindet sich weiter in Quarantäne. Immerhin haben sich Gnabry und Musiala während ihrer Isolation gegen Corona impfen lassen. Nagelsmann: „Sollte es der Fall sein, freue ich mich drüber. Dann wäre es ein erster Schritt. Bei Serge wäre es schon ein sehr guter, weil er schon genesen ist - und schneller vollständigen Impfschutz erlangt. Bei Jamal würde es noch ein bisschen dauern. Aber trotzdem musst du immer den ersten Schritt vor dem zweiten gehen.“

In der Königsklasse haben die Münchner ebenfalls einen ersten Schritt in Richtung Henkelpott gemacht. Durch den Triumph in Kiew sind sie definitiv Gruppenerster und gehen im Achtelfinale Top-Klubs wie etwa Liverpool aus dem Weg. „Bis zum Finale ist es noch ein weiter Weg“, sagte Nagelsmann und mahnte: „Wir müssen stabiler sein. Manu (Neuer) hat heute wieder ein, zwei Mal retten müssen. Das darf uns gegen die ganz dicken Brocken nicht passieren!“

Dürfte einige Sorgenfalten haben: Julian Nagelsmann muss einige Ausfälle verkraften.

Nagelsmann spricht von „wichtigem Sieg“

Trotzdem hatte der gebürtige Landsberger auch lobende Worte für seine Mannschaft übrig: „Am Ende haben wir gut gebissen. Ein wichtiger Sieg. Generell war es kein leichtes Spiel, auch in Anbetracht der Umstände, die man schon berücksichtigen muss.“

Die nächsten zehn Tage steht nun ohnehin der Bundesliga-Alltag im Mittelpunkt - mit dem Spitzenspiel in Dortmund am 4. Dezember. Nagelsmanns Wunsch für den Kracher: „Wir brauchen das komplette Personal, weil Dortmund uns alles abverlangen wird.“ Das klappt wohl nicht ganz… (bok, pk)

Rubriklistenbild: © GENYA SAVILOV/afp

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