Legende beim FCB

Bayern-Fans betteln um Rückkehr: ER soll Salihamidzic sofort ersetzen - Dabei hat er längst einen anderen Job

Philipp Lahm (l.) und Bastian Schweinsteiger sind Legenden beim FC Bayern München.
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Philipp Lahm (l.) und Bastian Schweinsteiger sind Legenden beim FC Bayern München.

Der FC Bayern München befindet sich in einer komplizierten Phase. Hansi Flick will gehen - dabei würden einige Fans lieber auf Hasan Salihamidzic verzichten.

München - Ein solches Theater gab es beim FC Bayern München schon lange nicht mehr. Nach der erfolgreichsten Saison der Vereinsgeschichte steht man nun plötzlich vor einem Scherbenhaufen. Was ist passiert? Trainer Hansi Flick will nicht mehr - die rot-weiße Titel-Garantie hat nach dem Wolfsburg-Spiel in einem Live-Interview verkündet, den bis 2023 laufenden Vertrag auflösen zu wollen.

Aber warum? Einer der Hauptgründe ist das Zerwürfnis mit FCB-Sportvorstand Hasan Salihamidzic. Flick wäre in Sachen Kaderplanung gerne mehr involviert gewesen. Er hatte sich andere Transfers gewünscht, hätte verdiente Spieler wie Jerome Boateng oder David Alaba gerne im Verein gehalten.

FC Bayern München: Hansi Flick will Verein im Sommer verlassen

Brazzo entschied sich anders und verlängerte die Verträge nicht. Außerdem stellte er Flick Spieler zur Verfügung, die der Trainer trotz größter Personal-Not kaum auf den Platz schickte. Das beste Beispiel dürfte Bouna Sarr sein, der trotz eines zwischenzeitlichen Engpasses auf seiner Rechtsverteidiger-Position nur selten zum Einsatz kam. Lieber funktionierte Flick den Innenverteidiger-Schrank Niklas Süle um - der die Aufgabe letztlich sogar ordentlich meisterte.

Es knisterte also schon lange zwischen Flick und Salihamidzic. Und am Ende kam es tatsächlich zum Worst Case: Flick will gehen. Dabei steht der Großteil der Anhängerschaft hinter dem Trainer - was auch eine etwas ältere tz.de-Umfrage belegt: Mehr als 45.000 Fans (Stand: 20. April) würden lieber die Arbeit von Salihamidzic hinterfragen, als sich von Flick zu trennen.

Diese Tendenz bestätigen auch unzählige Kommentare in den sozialen Netzwerken. Jüngstes Beispiel: Ein Instagram-Post von Bayern-Legende Bastian Schweinsteiger. Der Weltmeister ist dort extrem aktiv, postet beinahe täglich Bilder aus seinem Alltag. So auch am 19. April, als er seinen Followern einen „schönen Start in die Woche“ wünschte.

FC Bayern München: Fans fordern Bastian Schweinsteiger als Ersatz für Hasan Salihamidzic

Darunter häufen sich Kommentare wie: „Werde du unser neuer Sportdirektor“, „Ab nach München mit dir, wir brauchen einen neuen Sportvorstand“ oder „Initiativbewerbung für den Job des Sportvorstands bei der Bayern AG schon fertig? Frage für viele Freunde“.

Zweifellos: Eine Klub-Ikone wie Schweinsteiger stünde dem FC Bayern in offizieller Funktion mit Sicherheit gut zu Gesicht. Ob der einstige Mittelfeldspieler aber daran überhaupt Interesse hat, ist die andere Frage. Der 36-Jährige sagte im Mai 2020, dass eine Rückkehr ins operative Fußball-Geschäft für ihn noch kein Thema sei. „Wenn irgendwann etwas Interessantes kommen wird, das mir Spaß macht, werde ich mir das überlegen. Aber wenn ich etwas mache, dann möchte ich auch gewinnen und etwas auf die Beine stellen.“

Schweinsteiger ist aktuell ARD-Experte und bei vielen Partien, beispielsweise im DFB-Pokal, im Einsatz. Im März 2021 machten Gerüchte die Runde, dass Schweinsteiger bei Eintracht Frankfurt anheuern könnte: als Ersatz für Sportvorstand Fredi Bobic, der damals mit einem Wechsel nach Berlin in Verbindung gebracht wurde, welcher inzwischen perfekt ist.

Bastian Schweinsteiger als Sportvorstand beim FC Bayern München? Wechsel unrealistisch

Der Sprung vom TV-Experten zum Sportvorstand in der Bundesliga ist gigantisch - beim FC Bayern natürlich noch mehr als bei der SGE. Ob Schweinsteiger sich das wirklich antun möchte? Schließlich genießt er seine TV-Tätigkeit und natürlich auch die Zeit mit seiner Familie. Sicher ist nur: Schweini verfolgt die Entwicklung bei seinem Herzensklub genau. Und abgesehen davon: Ein Abgang von Hasan Salihamidzic ist aktuell wohl nur bei den Fans ein Thema, der Sportvorstand hat einen Vertrag bis 2023. (akl)

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