Umbruch beim Rekordmeister

Vier Spieler angeblich auf Streichliste des FC Bayern, drei weitere wackeln - was ist dran?

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AEK Athen - Bayern München

FC Bayern München: Stehen Rafinha und Javi Martinez vor dem Aus? Angeblich sollen auch weitere prominente Namen beim Rekordmeister bald abgemeldet sein. Das berichtet der Kicker.

München - Laut einem Bericht des Kicker sollen vier prominente Profis des FC Bayern auf der Streichliste für die neue Saison stehen. Für Rafinha, Javi Martinez, Franck Ribéry und Arjen Robben sei demnach die Zeit beim Rekordmeister bereits abgelaufen, sie würden nächstes Jahr keinesfalls mehr im Kader der Münchner stehen.

Außerdem sollen einige bekannte Namen als Wackel-Kandidaten für die neue Saison gelten. Beweisen sie sich im Laufe der aktuellen Spielzeit nicht, könnten sie dem angekündigten Umbruch beim FC Bayern zum Opfer fallen.

Was ist von der Streichliste des FC Bayern München zu halten?

Laut Kicker ganz oben auf der Münchner Streich-Liste: Franck Ribéry. Der Franzose scheint in der Tat der eindeutigste Streichkandidat beim FC Bayern zu sein. Kein Tor und nur ein Assist in 15 Spielen sprechen in dieser Saison eine eindeutige Sprache: Der Franzose ist in der Offensive nicht mehr effektiv genug. 

Video: Hennings meint, FC Bayern bleibt die beste Mannschaft

Zwar bekommt auch Arjen Robben beim Kicker einen roten Punk, doch der Niederländer ist mit sechs Scorer-Punkten nach Robert Lewandowski (20 Scorer-Punkte) noch immer der zweitgefährlichste Bayern-Spieler. Bringt er die Saison ansprechend zu Ende und kann er sich nächste Jahr mit einer reduzierten Rolle anfreunden, scheint eine Verlängerung nicht völlig ausgeschlossen. Nachfolger für den Bayern-Flügel werden bereits gehandelt, aber die jungen Wilden könnte von einem erfahrenen Lehrmeister profitieren.

Auchfür Rafinha wird die Luft in der Bayern-Abwehr dünn. Die anstehende Verpflichtung des Stuttgarter Außenverteidigers Benjamin Pavard machte klar, dass die FCB-Bosse die Position neu besetzen wollen. Eine Verlängerung mit Rafinha wäre nur sinnvoll, wenn dieser zum Ausklang seiner Karriere noch einmal deutlich weniger Gehalt akzeptieren würde, um dem Kader Tiefe zu geben. Dennoch stehen die Zeichen eher auf Abschied.

Ähnliches gilt für Javi Martinez. Der Spanier ist weit von seiner bestechenden Form des Triple-Jahres 2012/13 entfernt. Mit einem Jahresgehalt von geschätzten acht Millionen Euro liegt er derzeit im Mittelfeld der Mannschaft. Bekommt der FC Bayern ein gutes Angebot für den Spanier, macht ein Verkauf Sinn. Martinez‘ Vertrag läuft noch bis zum Sommer 2021.

Wackel-Kandidaten beim FC Bayern München - wer muss zittern?

Am interessantesten sind die Wackel-Kandidaten, die der Kicker nennt. Unter anderem sollen sich Thomas Müller, Mats Hummels und David Alaba beweisen müssen, um beim Rekordmeister bleiben zu dürfen. Einen FC Bayern ohne Müller kann sich in der nächsten Saison wohl kaum jemand vorstellen. Zwar steckt das Münchner Urgestein derzeit im Formtief., doch verliert er sich darin nicht völlig, wird es für Müller wohl eine Zukunft beim FCB geben. 

Ebenfalls Wackelkandidat: Jerome Boateng und James Rodriguez. Dass Boateng mit einem Wechsel liebäugelt, ist bekannt. Sein Abschied im nächsten Sommer kann schon alleine deswegen nicht ausgeschlossen werden. James soll mit den strengen Vorgaben von Trainer Niko Kovac fremdeln. Bleibt Kovac auch nächstes Jahr, könnte James gehen. 

Sind die Kicker-Informationen zum FC Bayern wirklich verlässlich?

Der Kicker gilt als verlässliche, gut informierte Quelle. Das trifft auch auf die aktuelle Streichliste zu. Betrachtet man das Alter der angeblichen Streichkandidaten, stellt man außerdem fest: Laut Kicker gehen alte Spieler, für die junge Talente nachrücken sollen - kein ungewöhnlicher Vorgang im Fußball, und sicher nicht unwahrscheinlich.

Das Problem dabei: Selbst wenn die Kicker-Informationen derzeit völlig akkurat sind, bis zur nächsten Saison kann noch viel passieren. Eine böse Verletzung oder eine plötzliche Super-Form, und schon könnte ein Spieler vom Streichkandidaten zum neuen Hoffnungsträger werde - oder umgekehrt.

Außerdem interessant: Welcher Trainer nächste Saison beim FC Bayern an der Seitenlinie steht, wird große Auswirkungen auf die Kader-Gestaltung haben. Sollte Niko Kovac die Saison nicht überstehen, sind große Namen wie Zinédine Zidane beim FC Bayern im Gespräch. Und große Namen kommen mit eigenen Ideen. Dann würden die Karten noch einmal ganz neu gemischt. Gleiches gilt, wenn der FC Bayern den geplanten Super-Einkauf im Sommer umsetzt. Angeblich wollen die Klub-Bosse 200 Millionen in den FCB-Kader investieren. Kommt ein absoluter Superstar, könnte es auch für gestandene Bayern-Profis eng werden.

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