Harsche Kritik am Bayern-Star

„Warum sagt er so etwas?“: Bundesliga-Profi bezichtigt Lewandowski der Lüge

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Robert Lewandowski.

Spielerisch war Bayern gegen Hertha BSC eher Magerkost. Eine Szene erhitzt aber auch jetzt noch die Gemüter - mittendrin: Robert Lewandowski. Der ist jetzt einem Lügen-Vorwurf ausgesetzt.

Update vom 25. Februar 2019, 20.01 Uhr: Am Wochenende sah Karim Rekik beim Spiel gegen den FC Bayern München und der 0:1-Niederlage seiner Hertha die Rote Karte. Es war eine harte, aber vertretbare Entscheidung und definitiv keine „grobe Fehlentscheidung“, die ein Eingreifen des Video-Assistenten zwingend notwendig gemacht hätte. Doch der Niederländer sieht das nach wie vor nicht ein. Gegenüber der B.Z. bezichtigt Rekik Lewandowski sogar der Lüge: „Ich bin sehr enttäuscht über seine Aussage. Ich kenne ihn als großartigen Spieler, aber er sagt aus meiner Sicht nicht die Wahrheit. Ich biete ihm gerne an, mit mir die Szene gemeinsam anzusehen. Wenn ich eine berechtigte Rote Karte bekomme, gehe ich in die Kabine und halte den Mund. Warum sagt er so etwas?“

Die Szene, die nach wie vor für Ärger sorgt: Rekik (Nr. 4) gegen Lewandowski.

Lewandowski hatte die Aktion als „klare Rote Karte“ bewertet. Der besagten Szene war ein Zusammenstoß der beiden Spieler vorangegangen, im Fallen hatte Lewandowski mit seinem Schuh auch den Kopf von Rekik touchiert. „Aus meiner Sicht trifft er mich vorher absichtlich mit dem Fuß im Gesicht", wirft der Herthaner dem Polen daher vor. Rückendeckung bekommt er dabei auch von seinem Trainer Pal Dardai: „Aus meiner Sicht foult Lewandowski zuerst. Man hätte Gelb für beide geben können.“ 

„Sterbender Schwan“: Manager Preetz ätzt fies gegen Lewandowski

Update vom 24. Februar 2019, 17.04 Uhr: Mit einem 1:0-Arbeitssieg hat der FC Bayern München Hertha BSC in die Knie gezwungen. Während Javi Martinez (30) zum Mann des Spiels avancierte, blieb einer blass: Robert Lewandowski. Der 30 Jahre alte Stürmer war einer der schwächsten Bayern auf dem Platz - und sorgt jetzt noch mal für Diskussionsstoff. Denn Hertha-Manager Michael Preetz (51) ätzte nach dem Spiel: „Lewandowski hat das ganze Spiel auf dem Boden gelegen, den sterbenden Schwan gespielt.“ Das berichtet bild.de.

Grund der Aufregung: Eine Szene in der 84. Minute. Robert Lewandowski und Hertha-Verteidiger Karim Rekik (24) beharken sich, in Folge des Zweikampfes geht der Bayern-Stürmer zu Boden. Für Schiedsrichter Harm Osmers (34) eine klare Angelegenheit, er zeigt dem Berliner glatt Rot. Das Portal zitiert den Sünder mit folgenden Worten: „Es war unglücklich. Ein Foul, ja. Aber meiner Meinung nach keine Rote Karte. Ich habe ihn weder mit den Händen noch mit dem Kopf getroffen. Lewandowski geht zu Boden, als wäre er von Mike Tyson getroffen worden.“

Und Michael Preetz? Der war richtig bedient, konnte keinen Grund für eine Rote Karte erkennen. Einer Kritik an dem Video-Assistenten folgt die Breitseite gegen den Bayern-Star: „Lewandowski hat das ganze Spiel auf dem Boden gelegen, den sterbenden Schwan gespielt. Ein Spieler seiner Klasse hat das nicht nötig.“

Rührende Worte: So spricht FCB-Star Robert Lewandowski über seinen toten Vater

Robert Lewandowski.

München - Robert Lewandowski (30) hat viel Kritik einstecken müssen in den vergangenen Tagen und Wochen. Vor allem der frühere Bayern-Star und heutige TV Experte Didi Hamann (45) schoss scharf gegen den Polen. Jetzt öffnete Robert Lewandowski im polnischen Fernsehen sein Herz - und fand rührende Worte für seinen toten Vater.

Bei einem Interview mit dem polnischen Fernsehsender TVN24 sagte Robert Lewandowski über seinen 2004 verstorbenen Vater: „Ich bin mir sicher, dass er stolz auf mich wäre. Ich denke oft daran. Er war sehr wichtig für mich. Dank ihm bin ich, wer ich heute bin. Er hat immer dafür gesorgt, dass ich als Spieler und Person wachse.“

Krzystof Lewandowski erlag einer Krebserkrankung, als Sohn Robert gerade einmal 16 Jahre alt war. Der Vater war ebenfalls Leistungssportler, brachte es im Judo zum Junioren-Europameister.

Rührend: Robert Lewandowski hatte immer davon geträumt, dass sein Vater eines seiner Spiele hätte sehen können. Dazu kam es jedoch nie. „Ich hoffe, dass er mir von oben zuschaut und mich auch von da gut sehen kann“, so der mehrfache Torschützenkönig in Deutschland. Mutter Iwona schaut jedes Spiel des 30-Jährigen. Auch schwärmt Robert Lewandowski von der Liebe, die ihm seine Tochter Klara gibt.

Matthias Hoffmann

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