Details enthüllt

„Er war immer sauer!“ Ex-Bayern-Spieler lüftet Geheimnisse um Franck Ribéry und Louis van Gaal 

Franck Ribery gestikuliert beim Training des FC Bayern München.
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Franck Ribery war beim FC Bayern stets fordernd.

Franck Ribery galt beim FC Bayern München schon immer als Hitzkopf. Ein Transfer-Flop des FCB erinnert sich nun, was den emotionalen Franzosen so stark machte.

  • Edson Braafheid berichtet von seiner schwierigen Zeit beim FC Bayern München*.
  • Unter anderem erzählt er von Franck Ribery und dessen emotionaler Spielweise.
  • Außerdem ist es damals zu einem Streit-Gespräch mit Louis van Gaal gekommen.

München - Franck Ribery wusste in seiner zwölfjährigen Zeit beim FC Bayern* durchaus zu polarisieren. Während er den Fans anderer Bundesliga*-Vereine oft durch seine Genialität, aber auch durch seine Hitzköpfigkeit und Emotionalität ein Dorn im Auge war, liebten ihn die Fans des Rekordmeisters* umso mehr.

In der Tat war Ribery, sofern er denn fit gewesen ist, immer heiß und hinter dem Ball her. Seine Gier nach dem runden Leder war so groß, dass er es nicht nur immer am Fuß haben wollte, um das Offensiv-Spiel anzutreiben, sondern sich auch ständig zu kleineren Tätlichkeiten hinreißen ließ, wenn ihn seine Gegenspieler wieder nur mit Fouls und Provokationen stoppen konnten.

Edson Braafheid: Das macht Ribery als „großen Spieler" aus

So sehr diese Gier auch Vorteile und Nachteile hat, ist sie wohl auch ein großer Teil des Erfolgs des 37-Jährigen, der ganze neun deutsche Meisterschaften und sechs Pokalsiege feiern durfte. Auch ein ehemaliger Spieler des FC Bayern*, Transfer-Flop Edson Braafheid, erinnerte sich nun gegenüber Spox, warum Ribery so erfolgreich war: „ Franck hat sich nie versteckt. Und das macht einen großen Spieler wirklich aus. Er war immer wütend, wenn er den Ball nicht bekam. ‘Offensiv, offensiv‘ , rief er immer.“

Im Gegensatz zu dem Flügelflitzer hätte es viele große Spieler gegeben, die in großen Spielen immer untertauchten würden. Braafheids Ausführungen lassen darauf schließen, dass es die Galligkeit des 81-fachen Nationalspielers war, die das Untertauchen verhindert haben. „Franck ist der Typ Fußballer, der dir erst einen Witz erzählt und dich dann zehn Sekunden später von der Seite umgrätscht. Bei ihm wird aus Spaß schnell Ernst. Erst recht, wenn es nicht läuft.“

Übrigens war Franck Ribery, der derzeit in Italien einen zweiten Frühling erlebt (er wurde zum Spieler der Saison gewählt*), zu Beginn seiner Karriere auch für Olympique Marseille aktiv. Um sich für die Champions League im August vorzubereiten, wird der FC Bayern* ein Testspiel gegen die Mannschaft aus der Ligue 1 absolvieren. Hier könnt ihr die Partie im Live-Ticker verfolgen.

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Edson Braafheid berichtet von Kabinen-Krach mit Louis van Gaal

Auch von seiner Zeit unter Louis van Gaal berichtet Braafheid, der im Sommer 2019 vom legendären „Feierbiest" nach München geholt wurde. Zwar galt er als Wunschtransfer von van Gaal, konnte sich jedoch nicht bei ihm durchsetzen und lieferte sich schließlich ein heftiges Wortgefecht mit dem späteren Double-Trainer. Als sich Braafheid während eines Bundesliga-Spiels nicht mehr weiter aufwärmen wollte, weil er nicht eingewechselt wurde, soll es in der Kabine gekracht haben:

„Wir verloren im Kampf um die Meisterschaft mit Borussia Dortmund weiter an Boden. Van Gaal war außer sich und schrie herum. Dann kam er auf mich zu und faltete mich zusammen: ‚Warum wärmst du dich nicht auf, wenn ich dir sage, dass du dich aufwärmen sollst?‘ Wir diskutierten heftig und ich versuchte ihm meinen Standpunkt klarzumachen.“ Anschließend habe Van Gaal einen anderen Spieler angeschrien.

Trotz allem sieht Braafheid im Nachhinein ein: „Er war eine sehr schwierige Person, auch wenn ich rückblickend manche seiner Handlungen nachvollziehen kann, die ich damals nicht nachvollziehen konnte.“ Im Anschluss an sein halbes Jahr beim FCB wechselte der Linksverteidiger aus Amsterdam zu Celtic Glasgow und später nach Hoffenheim. Wie einst an Braafheid, buhlen die Bayern* jetzt um einen weiteren Linksverteidiger aus Holland. Der Deal droht allerdings an einem Detail zu scheitern. Am Trainingsgelände des FCB gab es unterdessen einen Polizeieinsatz. (ta) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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