Trainer-Wechsel beim FC Bayern

Nagelsmann? Jetzt schaltet sich Beckenbauer ein - Kaiser hat auch noch eine Abschieds-Botschaft für Flick

Was sagt eigentlich Franz Beckenbauer zum neuen Bayern-Trainer Julian Nagelsmann? Der Kaiser hat sich nun in einem Interview geäußert.

München - Der FC Bayern* befindet sich in einem heftigen Umbruch. Ja, diesen Satz gab es in der jüngeren Vergangenheit häufig. Zum Beispiel, als Franck Ribéry und Arjen Robben den Verein verließen. Oder in dem Sommer, in dem Pep Guardiola zu Manchester City wechselte. Der Präsidenten-Wechsel von Uli Hoeneß zu Herbert Hainer? Sicher - ein Umbruch! So heftig wie im Frühling 2021 war es aber selten.

Schließlich kommt mit Julian Nagelsmann* ein neuer Trainer, langjährige Alles-Gewinner wie David Alaba, Jerome Boateng und Javi Martinez verlassen den Rekordmeister. Und: In der Chefetage rücken langsam die Stühle. Beim Nagelsmann-Deal hatte der künftige Vorstandsboss Oliver Kahn zum ersten Mal die Zügel in der Hand. Er und Sportvorstand Hasan Salihamidzic lenkten die Kutsche an die Säbener Straße - im Sommer springt das größte Trainer-Juwel Europas von ihr.

Julian Nagelsmann: Sammelt er beim FC Bayern München Titel? Franz Beckenbauer bewertet den Wechsel

Ja, der FCB ist auf dem Weg in eine neue Zukunft. Nagelsmann/Kahn/Salihamidzic/Hainer - das ist das neue Gesicht des deutschen Branchenführers. Währenddessen zieht sich der aktuelle Boss Karl-Heinz Rummenigge langsam zurück, er übergibt sein Amt zum 1. Januar 2022 offiziell an den „Titan“. Franz Beckenbauer* hat diesen Wechsel natürlich genau beobachtet. Der Ehrenpräsident, die Bayern-Legende, sagt im Interview mit der Sport Bild: „Ich sehe da überhaupt keine Probleme.“

Der 75-Jährige hat auch eine Meinung zu Julian Nagelsmann. Der Weltmeister attestiert dem aktuellen Leipzig-Trainer eine sichtbare „Handschrift“ bei seinen Mannschaften. Und den Bayern gratuliert er zu einer guten Wahl. Mit 33 Jahren ist der neue Coach aber beispielsweise jünger als sein Kapitän Manuel Neuer. Birgt das nicht Gefahren? Beckenbauer: „Die Frage wird sein, wie er rüberkommt, wie verhält er sich.“

Franz Beckenbauer über Julian Nagelsmann: „Ist klar, dass ihn die Mannschaft testen wird“

In Hoffenheim und Leipzig gab es wegen Nagelsmanns Alter nie Probleme. In München* findet er aber natürlich einen anderen Spirit vor - Beckenbauer prophezeit ihm deshalb: „Es ist klar, dass ihn die Mannschaft testen wird. Das ist nun mal so. Das weiß er. Da muss er drauf eingestellt sein. Ansonsten sehe ich keinen Grund, dass er es nicht packt.“

Dass der gebürtige Landsberger als Spieler nie die großen Erfolge miterlebt hat, weiß der Kaiser. „Man sagt, je erfolgreicher einer als Spieler war, desto besser ist er als Trainer. Du tust dich leichter, wenn du was vorzeigen kannst. Du wirkst überzeugender.“ Bestes Beispiel ist Beckenbauer selbst, der in seiner aktiven Zeit alles abgeräumt hatte und dann auch als Coach erfolgreich war. Er betont aber auch, dass gute Spieler nicht zwangsweise einen guten Trainer abgeben.

Bei Nagelsmann ist Beckenbauer auch ohne große Pokale in der bisherigen Karriere zuversichtlich. Er könne mit den Bayern nun Titel holen. Allerdings: „Die Erfolge, die Hansi hatte, sind nicht wiederholbar. So erfolgreich kann man nicht noch mal sein.“ Schließlich holte Flick* binnen kürzester Zeit sämtliche Trophäen, von denen man im Vereinsfußball nur träumen kann. Dass es am Ende trotzdem zur Trennung kommt „ist ja möglicherweise vernünftig“, meint Beckenbauer. Es sei „für beide Seiten besser, sich zu trennen“. (akl) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Sven Simon/imago-images

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