Einnahmen-Plus

FC Bayern: Geldregen durch den Champions-League-Titel - aber PSG kassiert mehr

Trainer Hansi Flick feiert mit dem FC Bayern München den Sieg in der Champions League 2020.
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Trainer Hansi Flick feiert mit dem FC Bayern München den Sieg in der Champions League 2020.

Dank Champions League hat der FC Bayern den nächsten Rekord schon sicher. Noch nie haben die Bayern so viel Geld in der Königsklasse kassiert.

  • Der FC Bayern hat die Champions League gewonnen.
  • Der Triumph in der Königsklasse bedeutet einen Geldregen für die Münchner.
  • Allein für das Finale gibt es wohl 19 Millionen Euro.

Update vom 27. August: Der FC Bayern gewann das Finale der Champions League gegen PSG - doch der Scheich-Klub liegt im Kohle-Duell gegen den FCB vorne. 134 Millionen Euro hätte PSG durch die Königsklasse umgesetzt, die Bayern „nur“ 130 Millionen. Das ist das Ergebnis einer Berechnung des britischen Bloggers Kieron O‘Connor, der sich als „Swiss-Rambler“ vielfach mit kenntnisreichen Analysen der geschäftlichen Aspekte der Branche hervorgetan hat.

Die Bayern nahmen durch Leistungsprämien und das Koeffizienten-System zwar mehr Geld ein als PSG, doch beim TV-Geld haben die Franzosen einen deutlichen Vorteil gegenüber dem deutschen Rekordmeister. PSG muss sich das Geld nur mit zwei Klubs teilen, die Bayern dagegen mit drei anderen Bundesligisten. Durch die Corona-Krise sind die TV-Geldanteile aber noch nicht offiziell, die UEFA will diese voraussichtlich etwa eineinhalb Monate nach dem Finale bekanntgeben.

FC Bayern: Geldregen durch den Champions-League-Titel - Mega-Plus durch den Sieg gegen PSG

Update vom 24. August, 10.15 Uhr: Trotz Corona-Pandemie hat der FC Bayern München mit seinem Sieg in der Königsklasse gegen Paris Saint-Germain wohl eine Rekordsumme bei den Prämienzahlungen der UEFA eingefahren. Durch den Final-Sieg steigerten die Münchner ihre Einnahmen auf 115,69 Millionen Euro, sofern die UEFA wegen geringerer Erlöse aus der Vermarktung der Königsklasse keine Corona-Abschläge vornimmt. Allein der Sieg im Finale beschert dem FCB im Normalfall 19 Millionen Euro aus der UEFA-Kasse.

Obendrauf kommt dann noch ein zweistelliger Millionenbetrag aus dem sogenannten Marktpool und Zuschauereinnahmen aus drei Heimspielen in der Gruppenphase. Hier spielte man noch in der ausverkauften Allianz Arena. Insgesamt wird der FCB also aller Voraussicht nach mehr als 120 Millionen Euro einnehmen.

Nach dem Champions-League-Triumph gegen Paris feierten die Münchner ausgelassen in Lissabon, am Montag landen die frisch gebackenen Königsklassen-Sieger in der bayerischen Landeshauptstadt. Final-Held Manuel Neuer bringt ein ganz besonderes Souvenir mit, das er aus dem Stadion mitgehen ließ.

FC Bayern: Einen Sieg hat der Rekordmeister schon vor dem CL-Finale gegen Paris sicher

Update vom 21. August, 12.33 Uhr: Dem FC Bayern winkt mit dem Erreichen des Champions League Finales gegen Paris St. Germain ein neuer Einnahme-Rekord. Schon vor dem Anpfiff am Sonntag (bei uns im Live-Ticker) sind dem Rekordmeister mindestens 123 Millionen Euro sicher. So viel gab es noch nie für einen einzigen Club in der Champions League.

Den bisherigen Rekord hält der FC Barcelona. Die Katalanen - von Bayern gerade mit 8:2 zerlegt - hatten im Vorjahr mit dem Einzug ins Halbfinale insgesamt 117,7 Millionen Euro kassiert.

Diese Rekordmarke haben die Bayern schon jetzt geknackt. Die Mega-Summe von 123 Millionen setzt sich so zusammen: Startgeld 15,25 Millionen Euro, Gruppenphase 16,2 Millionen für die sechs Siege a 2,7 Millionen Euro, Achtelfinale 9,5 Millionen, Viertelfinale 10,5 Millionen, Halbfinale 12 Millionen, Finale 15 Millionen.

Dazu kommen Gelder aus dem TV-Pool von mindestens 11,5 Millionen und die Einnahmen auf Grundlage des so genannten UEFA-Koeffizienten von 33,24 Millionen. Macht zusammen rund 123 Millionen Euro. Wenn die Bayern am Sonntag auch noch PSG weghauen, gibt es noch mal vier Millionen obendrauf. Nach dem FCB-Sieg gegen PSG kam es in Paris zu heftigen Ausschreitungen.

Update vom 20. August, 07.06 Uhr: Der FC Bayern München hat es geschafft und steht im Champions-League-Finale! Nun winken also noch weitere Millionen - investiert der FCB in diesem Sommer vielleicht doch nochmal kräftig? Vielleicht in Kai Havertz? Geld wäre zumindest da... (siehe Erstmeldung).

Erstmeldung vom 17. August: München - Dem FC Bayern München* und RB Leipzig winkt dank des Einzugs ins Halbfinale der Champions League* ein Geldregen. Nach Berechnungen von tz.de* sind dem FC Bayern schon vor dem Halbfinale gegen Olympique Lyon über 100 Millionen Euro sicher. Im Vorjahr kassierten die Bayern nach dem Aus im Achtelfinale noch rund 82,9 Millionen Euro.

RB Leipzig darf sich auf Überweisungen von mindestens 95 Millionen Euro freuen. Die Prämie für einen möglichen Einzug ins Finale am Sonntag ist nach der Pleite gegen PSG aber dahin.

Der FC Bayern hat bereits in der Vorrunde mit sechs Siegen das Prämien-Maximum rausgeholt. Pro Sieg in ihrem Vorzeige-Wettbewerb schüttet die UEFA 2,7 Millionen Euro aus, für Unentschieden gibt es 900.000 Euro.

Der deutsche Rekordmeister hatte alle seine sechs Vorrunden-Spiele gegen Tottenham (3:1; 7:2), Olympiakos Piräus (3:2, 2:0) und Roter Stern Belgrad (3:0, 6:0) gewonnen. Damit sicherten sich die Bayern Prämien von insgesamt 16,2 Millionen Euro. Dazu kommt die Champions-League-Startprämie von 15,25 Millionen Euro.

FC Bayern: Mit dem Erreichen der K.O.-Runde kommen die großen Geldtöpfe

Mit dem Erreichen der K.O.-Runde kommen aber die ganz großen Geldtöpfe. Für das Erreichen des Achtelfinales zahlt die UEFA 9,5 Millionen. Die beiden Erfolge im Achtelfinale über Chelsea (3:0, 4:1) spülen weitere 10,5 Millionen in die Kasse. Der historische 8:2-Triumph im Viertelfinale gegen den FC Barcelona ist zusätzlich zwölf Millionen Euro wert.

Sollte das Team von Hansi Flick am Mittwoch auch noch Olympique Lyon aus dem Wettbewerb kicken und das Finale erreichen, lässt die UEFA weitere 15 Millionen Euro springen. Und falls es dann auch noch für das zweite Triple der Vereinsgeschichte nach 2013 reichen sollte, wären neben Ruhm, einem neuen Champions-League-Aufnäher mit der 6 auf dem Henkelpott zusätzlich vier Millionen Euro fällig.

FC Bayern: Üppig dotierte Extra-Wertungen

Aber selbst das ist noch nicht alles. Denn die UEFA hat für die Teilnehmer in der Champions League noch zwei üppig dotierte Extra-Wertungen parat. Die eine Ausschüttung basiert auf dem Zehn-Jahres-Ranking in der UEFA-Wertung. Hier ist der FC Bayern hinter Real Madrid und dem FC Barcelona die Nummer 3. Dafür wird ein nach einem komplizierten Modus berechneter UEFA-Koeffizient mit dem UEFA-Faktor von 1,108 Millionen Euro multipliziert. Die Bayern haben aktuell einen Wert von 30, macht also noch mal rund 33 Millionen Euro.

Dazu kommt der TV-Topf. Da gab es im Vorjahr rund 11,5 Millionen Euro. Allerdings war für die Bayern damals bereits im Achtelfinale gegen den späteren Champions-League-Sieger FC Liverpool Schluss. Zwar dürften die TV-Gelder im laufenden Jahr wegen der Corona-Pandemie niedriger sein als ursprünglich kalkuliert, heißt es aus informierten Kreisen. Aber die Bayern sind in dieser Saison deutlich weiter gekommen als im Vorjahr. Mit dem Erreichen des Halbfinales dürfte dieser Betrag also auch einigermaßen gesichert sein.

Für RasenBallsport Leipzig geht die Rechnung vereinfacht so: Startprämie 15,25 Millionen, Vorrunde (4 Siege, 2 Unentschieden) 12,6 Millionen Euro, Achtelfinale (9,5 Millionen), Viertelfinale (10,5 Millionen), Halbfinale (12 Millionen). Dazu kommt das UEFA-Koeffizienten-Ranking (ca. 28 Millionen) und die TV-Rechte (ca. sieben Millionen).

FC Bayern: Für den Final-Einzug winken 15 Millionen Euro

Unterm Strich sind RB vor Anpfiff am Dienstag (auf tz.de im Live-Ticker) damit schon jetzt gut 95,5 Millionen Euro sicher. Bayern Finanzchef Jan-Christian Dreesen darf mit rund 108 Millionen kalkulieren – konservativ gerechnet. Bei einem möglichen Finalsieg wären noch mal 19 Millionen extra fällig.

Beide Clubs dürften in die neue Saison nun wohl etwas entspannter gehen. Erst Anfang August hatte Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge in einem Interview auf Sky gesagt, dass „auch der FC Bayern vor einer finanziell herausfordernden Saison“ stehe. Mit den Champions-League-Millionen ist jetzt wieder mehr Spielraum - für Gehälter und fürs kickende Personal. Möglicherweise denken die Bayern jetzt ja doch noch über Kai Havertz nach? Der deutsche Ausnahme-Kicker wurde zuletzt immer wieder mit dem FC Chelsea in Verbindung gebracht. In München ergeben sich aber durch die CL-Einnahmen neue Möglichkeiten - vielleicht machen die Bayern ja doch nochmal ernst. *tz.de ist ein Angebot von Ippen Digital.

Auch in der internationalen Presse wurde der Bayern-Sieg gefeiert. Die Stimmen der Bayern-Spieler nach Abpfiff lesen Sie hier.

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