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„Altherren-Mannschaft“: Hamanns rechnet mit den Bayern-Bossen ab

Dieter Hamann geht mit dem Team und der Vereinsführung scharf ins Gericht.
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Dieter Hamann geht mit dem Team und der Vereinsführung scharf ins Gericht.

Ex-Spieler Dietmar Hamann hat die Zusammenstellung des Teams der letzten Jahre scharf kritisiert. Niko Kovac nimmt er in Schutz.

München - Ex-Bayern-Star Dietmar Hamann (45) hat große Sorgen um seinen ehemaligen Verein FC Bayern München: „So einen Einbruch habe ich in 20 Jahren noch nicht erlebt beim FC Bayern“, sagte der ehemalige Mittelfeldspieler bei „Sky90“.

Hamann kritisierte die Transferpolitik seines Ex-Klubs in den letzten Jahren: „Die Mannschaft ist zu alt. Die Bayern sind fast 30 Jahre im Schnitt. Wenn du immer einen Schritt zu langsam bist, bist du verunsichert. Du triffst immer die falsche Entscheidung. Ajax hat Bayern aussehen lassen wie eine Altherrenmannschaft.“

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„Kovac wird demontiert“

Hamann weiter: „Vor fünf Jahren hatte Bayern die besten Außenspieler. Die haben sie jetzt nicht mehr. Deshalb ist jetzt Kingsley Coman so ein schlimmer Ausfall. Das ist der wichtigste Spieler in der Offensive aktuell.“

Auch auf Kovac‘ Rotation ging Hamann ein: „Du musst rotieren, aber du darfst auch nicht zu viel rotieren. Man hat in den letzten zwei, drei Jahren viele Sachen versäumt. Es gibt fast nur sehr junge oder sehr alte Spieler. Da jetzt den Trainer verantwortlich zu machen, halte ich für falsch. Ich hoffe, dass man an Kovac festhält.“

Dem Sky-Experten Hamann tut Kovac deshalb leid: „Niko Kovac wird demontiert, an die Wand gestellt, bloßgestellt für etwas, wofür er gar nichts kann. Das kann es nicht sein. Kovac hat sich diese Chance verdient.“

„Mannschaft passt charakterlich nicht zusammen“

Der deutsche Ex-Nationalspieler hat auch einiges an Kritik für die Mannschaft übrig: „Diese Mannschaft passt charakterlich nicht zusammen. Einige stellen ihr eigenes Wohl über über das des Teams. Ich kann mir vorstellen, dass einige Spieler bei der Führung waren. Die Spieler finden immer Ausreden und Alibis. Das sind sehr, sehr ungute Zeiten.“

Auch die Reaktion von Hoeneß nach der Pleite stieß Hamann übel auf

 „Ich hätte erwartet, dass jemand der Verantwortlichen sagt: ‚So eine Mannschaftsleistung wie heute akzeptieren wir nicht.‘ Das wäre viel mehr wert gewesen als Hoeneß‘ Aussage mit ‚Ich stehe wie eine Eins hinter dem Trainer.‘“

Hamann sieht die Gefahr, dass der Verein „untrainierbar“ wird. Die Bosse Hoeneß und Rummenigge würden den Spielern „zu viel Gehör geben.“

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