2:5-Testspiel-Pleite beim Club

Dicke Luft bei Bayern: Nach Eiszeit-Stimmung kämpfen Flick und Salihamidzic um Normalität

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Hansi Flick ist mit der aktuellen Personallage beim FCB nicht zufrieden

Ein Testspiel des FC Bayern gegen Nürnberg ging ordentlich schief. Die 2:5-Niederlage unterstreicht die Forderung von Trainer Hansi Flick nach Verstärkungen.

  • Ein Testspiel gegen Zweitligist Nürnberg verlor der FC Bayern München mit 2:5.
  • Die Niederlage scheint die Forderung von Trainer Hansi Flick nach Verstärkungen zu untermauern.
  • Zwischen Flick und FCB-Sportdirektor Hasan Salihamidzic kam es im Trainingslager in Doha zu Spannungen.

München - Eine Pleite beim Drittletzten der 2. Liga. Mit drei Toren Unterschied. Das 2:5 der Bayern beim 1. FC Nürnberg schwächt Hansi Flicks Standpunkt sicher nicht, in der Winterpause noch den einen oder anderen Neuzugang nach München zu holen. Im Gegenteil.

Obwohl man die verpatzte Generalprobe nicht zu hoch hängen sollte – anstrengendes Trainingslager, langer Flug in den Knochen und ausschließlich Jugendspieler nach der Halbzeit auf dem Platz –, sprangen vereinzelt Spieler ihrem Trainer in Sachen Transfer-Forderung bei. „Wir wollen unsere Ziele erreichen, und das möglichst mit den besten Spielern. Deswegen sind wir immer auf der Hut“, sagte etwa Kapitän Manuel Neuer, als er auf die Personal-Wünsche von Flick angesprochen wurde.

Dicke Luft beim FC Bayern: Kimmich unterstützt Flicks Forderung

Noch deutlicher wurde Jo­shua Kimmich, der den Rückrunden-Auftakt gegen Hertha BSC am Sonntag wegen einer Gelbsperre verpassen wird: „Wenn wir bis zum Ende auf drei Hochzeiten tanzen wollen, sind wir darauf angewiesen, mehr fitte Spieler als nur 13 oder 14 zu haben. Fakt ist, dass wir momentan dünn besetzt sind.“

Bereits auf dem Rückflug von Doha ließ Flick in einer von ihm mitinitiierten Presse­runde im Flugzeug durchblicken, dass die Mannschaft seine Meinung bezüglich neuer Spieler im Winter teilt: „Die Verletzungssituation ist nicht gerade berauschend. Das kann man so nicht beeinflussen. Die Winter-Periode ist dazu da, um gewisse Dinge zu regulieren. Das war einfach mein Anliegen, das auch so zu äußern. Das werden die Spieler mit Sicherheit auch nicht anders sehen.“

Der Vorstand mit Neu-Mitglied Kahn (3.v.r.) sah die Pleite in Nürnberg live

Sportdirektor Hasan Salihamidzic kritisierte bereits in Katar die öffentlichkeitswirksamen Transfer-Forderungen von Flick. Wie die tz erfuhr, war die Stimmung zwischen Salihamidzic und Flick wegen der Transfer-Debatte während des Trainingslagers merklich angespannt – das soll beim Rekordmeister auch intern deutlich zu spüren gewesen sein.

Daher überrascht es, dass Flick nach der Pleite in Nürnberg plötzlich zurückruderte: „Es gibt keinen Grund, jetzt in Hektik zu verfallen. Wir haben aktuell zwei, drei Wochen, die wir überstehen müssen, bis der nächste Spieler wieder da ist. Auch wenn wir im Moment weniger sind, haben wir noch genügend Qualität, um in Berlin zu gewinnen. Wir werden jetzt entscheiden, ob noch was passiert.“

Gleichzeitig wiederholte der Bayern-Trainer die Transfer-Gedankengänge, die Salihamidzic bereits in Doha geäußert hatte: „Es muss ein Spieler sein, der uns weiterhilft, deswegen müssen wir abwarten, ob sich noch was tut.“ Dass Flick seine forschen Forderungen nun aufweicht, lässt vermuten, dass es zwischen Doha und Nürnberg ein klärendes Gespräch zwischen Trainer und Sportdirektor gegeben haben muss…

In der BamS schließt Brazzo passend dazu einen Winter-Transfer weiterhin nicht aus: „Oft ergeben sich Lösungen, die man nicht auf dem Zettel hatte: Zum Beispiel junge Spieler, die ins kalte Wasser geworfen werden und überraschen, oder auch Positionswechsel, die so nicht vorgesehen waren, aber funktionieren. Oder ein Transfer.“

Letzteres wiederum dürfte Flick gerne hören.

„Hasan Salihamidzic hat schon zu viel Zeit verschenkt“, meint unser Autor in einem Kommentar zu den Leistungen des FCB-Sportdirektors.

Lesen Sie auch: Brazzos Klartext-Ansagen zu Trainer und Neuzugängen VOR Nürnberg-Spiel - Ist das jetzt hinfällig?

Alexander Nübel wechselt zum FC Bayern. Angesichts des ablösefreien Transfers geraten die Münchner nun in die Kritik. Christian Heidel findet deutliche Worte. 

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