Blitz-Comeback in München

Wunderheilung oder Kalkül? Boateng gibt bei Bayern zwei Tage nach DFB-Aus Vollgas

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Jérôme Boateng (l.) mit Bundestrainer Joachim Löw.

Am Sonntag klagte er noch über Probleme in Wade und Oberschenkel und reiste vom DFB-Team ab, am Dienstag stand Jérôme Boateng beim FC Bayern wieder auf dem Trainingsplatz. Wunderheilung? Oder Kalkül?

München - Bloß kein Risiko eingehen! So lautete das Credo des FC Bayern München im Hinblick auf die Einsätze von Leon Goretzka und Jérôme Boateng in der deutschen Nationalmannschaft. Goretzka, der laut Informationen der BILD von Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt trotz Oberschenkelverhärtung grünes Licht für die Länderspielreise mit der DFB-Elf bekommen hatte, wurde im letzten Moment von den Verantwortlichen zurückbeordert. 

Boateng, der im ersten Nations-League-Spiel am Samstag gegen die Niederlande (0:3) noch über 90 Minuten zum Einsatz gekommen war, klagte nach der Partie über muskuläre Probleme im Oberschenkel und in der Wade. Am Sonntag saß auch der Innenverteidiger prompt wieder im Flieger zurück nach München. Wie gesagt, bloß kein Risiko eingehen!

Jérôme Boateng trainierte am Dienstag beim FC Bayern

Eine verständliche Maßnahme, da dürften sich alle einig sein. Vor allem vor dem Hintergrund, dass die Münchner aktuell selbst in einer Krise stecken und Niko Kovac sich bereits mit einigen Verletzten rumschlagen muss. Trotzdem überrascht die Tatsache ein wenig, dass der 30-Jährige am Dienstagvormittag bereits wieder am Mannschaftstraining teilnahm und offenbar auch die komplette Einheit ohne Probleme absolvierte (genau wie Goretzka). 

Eine Blitzheilung? So macht es den Anschein. Angeblich ließ sich Boateng nach seiner Rückkehr direkt am Sonntag und am Montag von Bayern-Physio Christian Huhn behandeln, der die Muskel-Verhärtung prompt löste.

DFB: Boateng fehlt in „Endspiel“ gegen Frankreich

Gut für den FCB, allerdings dürfte Boatengs Blitz-Comeback beim DFB für Fragezeichen gesorgt haben. Denn die Partie gegen Frankreich war alles andere als unwichtig. Zum einen für das Ansehen der Mannschaft, das nach dem 0:3-Debakel gegen Holland weiter gelitten hatte. 

Besonders aber für Joachim Löw, für den das Duell gegen den Weltmeister von den Medien bereits als Endspiel tituliert worden war. Trotz guter Leistung ging die Partie mit 1:2 verloren. Ob Boateng an der Niederlage etwas hätte ändern können? Schwierig auszumachen. Trotzdem bleibt zumindest ein kleiner Beigeschmack.

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tlm

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