Konkurrenz aus der Bundesliga

Korb für den FC Bayern? Wunschspieler ausgerechnet bei zwei Rivalen gehandelt

Halb Europa ist scharf auf ein Supertalent, das aktuell auch in der deutschen Nationalmannschaft für Furore sorgt. Ein Transfer von Karim Adeyemi rückt näher - aber wohl nicht zum FC Bayern.

München - Endlich wieder Bundesliga! Nach der Länderspielpause rückt das Wochenende mit dem achten Spieltag im deutschen Fußball-Oberhaus mit großen Schritten näher. Beim FC Bayern München dürften einige Spieler mit mächtig Selbstvertrauen an die Säbener Straße zurückkehren. Thomas Müller und Serge Gnabry waren bei den Siegen gegen Rumänien und Nordmazedonien Erfolgsgaranten für den DFB, Jamal Musiala freute sich über ein Joker-Tor, Manuel Neuer hielt die Null. Und dann wären da natürlich noch die französischen Nations-League-Gewinner: Benjamin Pavard und Dayot Upamecano kamen beim 2:1-Triumph über Spanien zum Einsatz.

Ein anderer Spieler, der sich aktuell noch nicht das Bayern-Rot überstreift, war ebenfalls wieder in aller Munde: Karim Adeyemi (19). Der deutsche Senkrechtstarter, der in der laufenden Saison bereits elf Tore für RB Salzburg erzielte, wird derzeit immer wieder mit Wechselgerüchten in Verbindung gebracht. Fakt ist: Das Supertalent ist heiß begehrt, vor allem natürlich in der deutschen Heimat. Spätestens im Sommer 2022 dürfte es zu einem Transfer kommen, als Ablöse sind immer wieder Summen um die 30-Millionen-Marke im Gespräch.

FC Bayern München: Transfer von Karim Adeyemi? Bundesliga soll Ziel sein

Aber wohin zieht es Adeyemi? In der Jugend war er bereits für den FC Bayern aktiv, der Angreifer wurde aber ausgemustert. Als gebürtiger Münchner hätte der Rekordmeister natürlich seinen Reiz und Adeyemi würde auch ins neue Suchmuster der Bayern-Bosse Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic passen: Jung, deutsch, hochtalentiert. Und in der Tat: Die Bundesliga darf sich wohl auf ein neues Highlight freuen.

Transfer-Experte Marc Behrenback sagte in „Transfer Update - Die Show“ nun über Adeyemi: „Wir hören: Klares Ziel ist, erstmal in die Bundesliga zu gehen. Er ist dann nächsten Sommer 20 Jahre alt und würde gerne nochmal in seinem Heimatland, in Deutschland, Fuß fassen, bevor es in die große, weite Welt geht. Ja, er würde gut in die Premier League passen. Aber trotzdem gibt es den klaren Karriere-Plan, im nächsten Jahr in die Bundesliga zu kommen.“

Transfer von Karim Adeyemi: BVB und Leipzig haben bessere Karten als der FC Bayern

Darf sich der FC Bayern also Hoffnungen auf einen vermeintlichen Wunschspieler machen? Behrenbeck muss das verneinen - offenbar hat die Konkurrenz aus Dortmund und Leipzig die Nase vorne! Der FCB sei „momentan, ehrlich gesagt, am weitesten weg von den drei Vereinen“.

Aber warum? Behrenbeck liefert die Antwort: „Weil man im Lager Adeyemi glaubt, dass Lewandowski bleibt. Sich hinten anstellen ist für Adeyemi keine Option, er will natürlich Spielpraxis sammeln. Er will den Haaland-Weg gehen, deswegen sind Dortmund und Leipzig richtig heiß, auch wenn man mit allen drei Vereinen schon sehr konkret gesprochen hat.“

Karim Adeyemi als Ersatz für Erling Haaland zum BVB?

Karim Adeyemi
Geboren am 18. Januar 2002 in München
Mittelstürmer
Red Bull Salzburg
Vertrag bis 30. Juni 2024
Marktwert: 20 Millionen Euro

Offenbar spekuliert man darauf, dass Superstürmer Erling Haaland den BVB im kommenden Sommer verlässt. Adeyemi könnte so eine Lücke schließen und würde zu seiner gewünschten Spielzeit kommen. „Wir wissen auch“, fährt Behrenbeck fort, „dass Leipzig und RB Salzburg schon über einen möglichen Transfer gesprochen haben. Die Drähte sind wie immer kurz, auch wenn es bei Haaland nicht geklappt hat. Man will bei RB gerne verhindern, dass Adeyemi zu einem anderen Klub wechselt.“

Klares Ziel also aus Bullen-Sicht: Das Sturmjuwel soll „innerhalb der RB-Familie nach Leipzig“ transferiert werden. Schließlich gibt es in Sachsen mit André Silva momentan einen Stürmer, der noch nicht funktioniere. „Die brauchen eigentlich - Stand jetzt - auf jeden Fall noch irgendwie etwas Neues im nächsten Sommer“, meint Behrenbeck. Und wie schnell Wechsel von Salzburg nach Leipzig eingetütet werden können, weiß man in der Fußballwelt. Das jüngste Beispiel ist Dominik Szoboszlai.

So oder so: Der FC Bayern scheint in Sachen Adeyemi aktuell weit weg von der Pole Position zu sein. Ein anderer deutscher Nationalspieler wird in nächster Zeit wohl ebenfalls nicht nach München wechseln. (akl)

Rubriklistenbild: © Sven Simon / Imago

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