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Was ist mit dem FC Bayern los? Vier Baustellen beim Rekordmeister

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Von: Philipp Kessler, Manuel Bonke

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Der FC Bayern München kommt in Bochum unter die Räder und spielt in Salzburg nur Unentschieden. Was ist zurzeit los mit dem Rekordmeister?

Salzburg – Viele Beobachter fragen sich: Was ist nur mit den Bayern los? Nach der 2:4- Blamage in Bochum am Samstag folgte am Mittwoch „nur“ ein 1:1 im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei Red Bull Salzburg. Dank eines Last-Minute-Treffers von Kingsley Coman. Der Rekordmeister steckt in einer Mini-Krise. Und dafür gibt es einige Gründe.

Fehlender Mut: Vor allem in der ersten Halbzeit schwächelten die Münchner, trauten sich in der Offensive – trotz vieler Räume – zu wenig. „Uns fehlt manchmal der Mut, den weiten, hohen Ball in die Lücke zu spielen. Das hat auch bei den letzten Spielen gefehlt“, sagte Kapitän Thomas Müller bei DAZN.

FC Bayern München in der Krise? Ausbleibende Siege haben Gründe

Fehlender Flow: Es wirkt, als wäre die Leichtigkeit der Hinrunde verloren gegangen. Mittelfeld-Antreiber Joshua Kimmich: „Wir sind nicht in einem Flow, dass alles von allein läuft. Wir brauchen den Siegeswillen in jedem Spiel. Wir müssen in der Verteidigung besser sein, die gegnerischen Spieler besser bekommen.“

Fehlende Kommandos: Nach den Abgängen von David Alaba (29/Real Madrid) und Jerome Boateng (33/Lyon) geht Bayern hinten ein routinierter Defensiv-Lautsprecher ab. Dies führt zu Abstimmungsproblemen – wie vor dem 0:1 durch Junior Adamu, 20, das Shooting-Star Karim Adeyemi, 20, nach einem Zweikampf gegen Lucas Hernández vorbereitet hatte. Trainer Julian Nagelsmann erklärte: „Wir haben eine klare Überzahl und verteidigen nicht giftig in der Situation. Es ist auch ein bisschen ein Kommunikationsthema, dass man sich hilft. Wenn wir vor dem 0:1 von der Mitte nach außen coachen, dann wird Luci auf jeden Fall aktiver gegen Adeyemi verteidigen, dann haben wir in der Mitte immer noch ein Zwei-gegen-Eins, sollten wir das Eins-gegen-Eins außen verlieren. Da müssen wir im Coaching zulegen.“ 

FC Bayern München weiter ohne Goretzka, Musiala, Davies und natürlich Manuel Neuer

Fehlende Stars: Leon Goretzka (27/Achillessehne), Jamal Musiala (18/Corona) und Alphonso Davies (21/Herzmuskel) vermisst der Rekordmeister schmerzlich. „Die tun uns auch für die Bank extrem weh, um die Qualität zu steigern, wenn andere Spieler müde sind“, sagte Nagelsmann mit Blick auf die Reservisten. „Da sind ein paar Spieler drauf, die Entwicklungszeit brauchen und vielleicht aktuell nicht die beste Form haben, um den Bock umzustoßen.“

In der ersten Halbzeit habe seine Mannschaft es phasenweise nicht gut gemacht, sagte der Coach. „Unser Ballbesitz in der gegnerischen Hälfte war nicht so gut“, analysierte Nagelsmann, der auch das Gegenpressing der Münchner als ausbaufähig empfand. „Ich finde, in der ersten Halbzeit war es leichter, Tore zu erzielen, als in der zweiten. Wir hatten viel Raum hinter der Kette, den haben wir nicht immer perfekt bespielt.“

Mit der Leistung der Bayern im zweiten Durchgang war der anspruchsvolle Fußballlehrer indes zufrieden: „Wir haben sehr viel Druck gemacht. Egal, ob spät oder nicht spät – wir haben völlig verdient den Ausgleich gemacht. Wir waren in der zweiten Halbzeit sehr dominant und haben so gespielt, wie es sich gehört für uns.“ So werde man aus seiner Sicht auch im Rückspiel am 8. März in der Allianz Arena auftreten. „Dann habe ich keine Angst, sondern bin ganz guter Dinge, dass wir weiterkommen“, erklärte Nagelsmann, der seine Mannschaft nun auf das Bundesliga-Heimspiel am Sonntag gegen Greuther Fürth (15.30 Uhr, DAZN) vorbereitet.

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