Fans äußerten Unmut

Streitthema brodelt weiter beim FC Bayern - Neuer war deswegen schon bei den Bossen

Uli Hoeneß und Herbert Hainer diskutieren angeregt.
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Aus dem operativen Geschäft ist Uli Hoeneß raus - dass er keinen Einfluss mehr auf den FC Bayern hat, glauben die wenigsten.

Ein spezielles Thema sorgt für Unruhe beim FC Bayern. Zuletzt äußerten die Fans wieder lauten Unmut - auch Manuel Neuer sprach schon bei den Bossen vor.

München - Je näher die WM 2022 in Katar kommt, desto mehr rückt das Thema Menschenrechte im Wüstenstaat in den Fokus. Und auch der FC Bayern kommt in Erklärungsnöte: Warum kassiert der Rekordmeister seit Jahren viel Geld von einem Land, in dem es große Menschenrechts-Missstände gibt?

Die Partnerschaft mit der Fluggesellschaft Qatar Airways, die dem Emirat gehört, ruft regelmäßig die Bayern-Ultras auf den Plan. Zuletzt verhöhnten sie die Bayern-Bosse Herbert Hainer und Oliver Kahn auf einem riesigen Stadion-Banner. Kahn und Hainer üben sich in Zurückhaltung, vermeiden öffentliche Stellungnahmen zu dem Thema.

FC Bayern: Katar-Thema brodelt weiter - Neuer mischte sich ein

Wie die Bild nun erfahren haben will, mischte sich Kapitän Manuel Neuer schon vor rund einem halben Jahr ein und sprach bei den Bossen in der Geschäftsstelle vor. Er erkundigte sich offenbar über Hintergründe zur Situation der Menschen- und Arbeiterrechte in Katar. Den Sponsorendeal soll er kritisch hinterfragt haben. Einige Spieler würden es demnach begrüßen, wenn der bis 2023 laufende Deal nicht verlängert wird.

Neuer war es auch, der bei der Nationalmannschaft die Shirt-Aktion „Human Rights“ initiiert hatte. Was bei den Gesprächen mit der FCB-Führung hrauskam, ist nicht bekannt.

Video: Fans des FC Bayern kritisieren Deal mit Qatar Airways

FC Bayern: Rummenigge verteidigt Katar-Deal

Ex-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge drückte es zuletzt recht unverblümt aus: „Ich war nie ein Pharisäer. Wir haben gutes Geld für Bayern München aus diesem Vertrag bekommen.“ Heiligt der Zweck also die Mittel? In Zukunft werden auch Kahn und Co. nicht umhin kommen, sich zu dem Thema zu äußern. Rummenigge und auch Hoeneß argumentierten immer wieder, dass sich die Lage im Emirat in den letzten Jahren erheblich verbessert hätte.

Gebrauchen kann der Rekordmeister das Geld natürlich allemal, die Corona-Krise ist auch am finanziell wohl gesündesten europäischen Spitzenklub nicht spurlos vorbeigegangen. Einnahmen könnte es zum Beispiel aus dem Verkauf von Spielern geben - offenbar soll ein Star schon im Winter gehen. (epp)

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