Die wichtigsten Folgen

Manuel-Neuer-Verlängerung beim FC Bayern: Die Laufzeit war gar nicht der wichtigste Punkt

Manuel Neuer steht auch über 2021 hinaus im Tor des FC Bayern München. Nun ist es offiziell: Der Kapitän verlängert seinen Vertrag. Bleibt er sogar länger als bis 2023?

  • Der FC Bayern München* und Manuel Neuer arbeiteten lange an einer Vertragsverlängerung.
  • Diese ist nun offiziell - und der Keeper bindet sich zwei weitere Jahre an den Rekordmeister.
  • Ein bestimmter Punkt soll bei den Verhandlungen um Neuers Vertragsverlängerung besonders wichtig gewesen sein.

München – Happy End im Poker zwischen dem FC Bayern und Manuel Neuer. Der 34-jährige Keeper hat seinen Vertrag vorzeitig bis 2023 verlängert. Das teilte der Club am Mittwoch mit. Letztlich kommt diese Entscheidung nicht überraschend, zwischenzeitlich aber waren die Verhandlungen zwischen dem FC Bayern und seinem Kapitän zu einem Rosenkrieg ausgeufert.

Neuer verlängert beim FC Bayern: Parteien näherten sich nach und nach an

Der alte Vertrag des Torhüters wäre im Sommer 2021 ausgelaufen, sein neues Papier läuft zwei Jahre länger. Laut Bild hatte Neuer in den Verhandlungen* anfangs angeblich einen Vertrag bis 2025 und ein Jahresgehalt von 20 Millionen Euro gefordert. Dazu später mehr.

Es ist vollbracht: Manuel Neuer steht weiter beim FC Bayern zwischen den Pfosten und kann sich wieder ganz auf das Sportliche fokussieren.

Am Verhandlungstisch saßen sich Neuer-Berater Thomas Kroth sowie Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic und Vorstandsmitglied Oliver Kahn gegenüber. Die Parteien näherten sich nach und nach an. Nach Informationen unserer Zeitung war die Vertragslaufzeit für Neuer dabei nie der entscheidende Punkt, vielmehr ging es ihm darum, die zukünftige Ausrichtung des FC Bayern zu kennen – etwa auf der Trainerposition.

Manuel Neuer verlängert bei FC Bayern: Gehaltserhöhung zu vermuten

Neuer dürfte für seine Unterschrift eine Gehaltserhöhung einstreichen und mehr als die bisherigen 15 Millionen kassieren, aber eben keine 20. Oliver Kahn meinte: „Wir haben verstanden, in welche Richtung Manuel in dieser Phase seiner Karriere denkt und was für ihn wichtig ist.“ Noch tiefer lassen die Aussagen von Neuer blicken. Der 34-Jährige erklärte: „In den Wochen des Shutdowns als Folge der Corona*-Pandemie wollte ich keine Entscheidung treffen, weil niemand wusste, ob, wann und wie es mit dem Bundesliga-Fußball überhaupt weitergeht.“ Außerdem, so Neuer, sei die Personalie Toni Tapalovic* wichtig für seine Zukunftsplanungen gewesen. Hintergrund: Der Torwart-Trainer ist eine große Vertrauensperson des Bayern-Kapitäns, kam gemeinsam mit Neuer 2011 vom FC Schalke 04 nach München. Und: Vor drei Jahren war Tapalovic sogar Trauzeuge seines Freundes. Weil der Kroate im Team von Hansi Flick bleibt, sehe Neuer „mit großem Optimismus in die Zukunft“.

Neuer verlängert Vertrag in München: Eine Personalie war für ihr wichtig

Für Neuer ist klar, dass er in seiner Karriere mit keinem anderen Torwart-Trainer als Tapalovic arbeiten will. Nachdem Neuers angebliche Forderungen an die Öffentlichkeit gelangt waren, griffen er und Berater Kroth in einem BamS-Interview den FC Bayern verbal an. Neuer: „Jetzt stehen ständig Details aus den aktuellen Gesprächen in den Medien, die oft nicht einmal stimmen.“ Kroth erklärte, die kursierenden Zahlen seien „beide schlichtweg falsch“.

DerRekordmeisterverzichtete auf eine Geldstrafe für den Weltklasse-Keeper, sendete damit ein positives Signal. Außerdem eröffnete der FC Bayern seinem Kapitän über 2023 hinaus eine Perspektive. Bei entsprechender Fitness ist eine erneute Vertragsverlängerung denkbar. Neuer ist davon überzeugt, auch mit über 37 Jahren noch das aktuelle Weltklasse-Niveau abrufen zu können – wenn er verletzungsfrei bleibt. Für Alexander Nübel und Sven Ulreich bedeutet das: Sie müssen viel Sitzfleisch mitbringen. Neuer ist (mindestens) bis 2023 die Nummer eins. Damit bleibt für Zugang Nübel (Schalke) drei Jahre lang nur der undankbare Platz auf der Bank.

Wenn überhaupt. Denn Sven Ulreich gilt intern als tadelloser Ersatzmann. Ob die Münchner tatsächlich mit Neuer, Ulreich und Nübel in die kommende Saison gehen, ist aber unklar. Ulreich erklärte zuletzt, er könne sich durchaus vorstellen, den FC Bayern zu verlassen.

*tz.de und merkur.de sind Teile des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Quelle: tz

Rubriklistenbild: © Christof STACHE / AFP

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